HP Compaq Business Desktop dc7100

von Rick Broida am , 11:55 Uhr

Pro
  • besonders langer Produktlebenszyklus durch neueste Intel-Technologie
  • leichte Zugänglichkeit und Austauschbarkeit eingebauter Komponenten
  • gute Performance
  • acht USB-2.0-Schnittstellen hervorragende Garantieleistungen
Con
  • Gehäuseabdeckung schwer zu entfernen
  • Festplatte befindet sich unterhalb des Netzteils
  • kein Platz für eine PCI-Grafikkarte voller Bauhöhe.
Hersteller: Hewlett Packard Listenpreis: 1399 Euro
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,3 von 10 Punkte
Fazit:

Der HP Compaq dc7100 zeichnet sich durch seine hohe Leistungsfähigkeit, sein flexibles Design und die hervorragende Garantieleistung des Herstellers aus, so dass er als idealer Desktop-PC für Unternehmenskunden gelten kann.

Der HP Compaq dc7100 zeichnet sich durch seine hohe Leistungsfähigkeit, sein flexibles Design und die hervorragende Garantieleistung des Herstellers aus, so dass er als idealer Desktop-PC für Unternehmenskunden gelten kann.

Da er in verschiedenen Gehäuseformen und mit verschiedenen Betriebssystemen (von Windows bis Linux) erhältlich ist, lässt sich der HP Compaq Business Desktop dc7100 schnell und bequem in Unternehmensinfrastrukturen integrieren. Das System, das seit Juni 2004 auf dem Markt ist, bietet aufgrund seiner Ausstattung mit dem Intel 915G Express-Chipsatz (auch als Grantsdale bekannt), dem neuen Mainstream-Chipsatz von Intel, einen besonders langen Lebenszyklus. Die modulare Bauweise erleichtert den Austausch von Komponenten, wofür allerdings zunächst die etwas zu fest sitzende Gehäuseabdeckung abgenommen werden muss.

Der dc7100 punktet darüber hinaus mit einer größeren Anzahl von USB-2.0-Schnittstellen als andere Multimedia-PCs. Der zum Preis von rund 400 Euro erhältliche 19-Zoll-Flachbildschirm, mit dem HP das getestete System (ab etwa 800 bis 1400 Euro je nach Konfiguration) kombiniert hat, schnitt in den ZDNet-Tests besonders gut ab. Die für Unternehmenskunden wahrscheinlich attraktivsten Eigenschaften des Systems dürften jedoch seine umfangreichen Sicherheitsoptionen für Software und Hardware, seine hohe Anpassungsfähigkeit sowie der großzügige Garantiezeitraum von drei Jahren sein.

Design

Beim HP Business Desktop dc7100 kann der Kunde zwischen drei Gehäuseformen wählen: Das größte Modell ist der Convertible Minitower, gefolgt von einem schmaleren, dem sogenannten Small Form Factor (SFF), und schließlich dem kleinsten, dem Ultra-Slim Desktop. Im vorliegenden Test wurde der SFF geprüft, der ein Gewicht von rund 9 Kilogramm und Abmessungen von 33,8 mal 37,9 mal 10,1 Zentimetern aufweist. Das Gehäuse des SFF ist an beiden Seiten flach und kann wie ein Tower-Modell aufgestellt werden, ohne dass ein Sockel benötigt wird. Darüber hinaus strömt die Gebläseluft der Ventilatoren für den Prozessor und das Netzteil an der Vorder- beziehungsweise Rückseite des Gehäuses aus, so dass der Luftstrom nicht unterbrochen wird, wenn man das Gerät auf die Seite legt.

Obwohl es an sich als Vorteil gelten kann, wenn sich ein Gehäuse ohne Werkzeug öffnen lässt, ist der Zugriff auf die Komponenten bei der Bauweise des dc7100 doch etwas schwieriger, als man erwarten würde. Um die Abdeckung abzunehmen, muss der Benutzer zwei schwergängige Auslöseknöpfe an den Seiten gedrückt halten und gleichzeitig kräftig an der Abdeckung ziehen, wofür er im Grunde drei Hände bräuchte. Das Gehäuseinnere dagegen ist ein Vorbild an modularer Effektivität. Nicht nur, dass das optische Laufwerk mit einem Hebeldruck entfernt werden kann, auch das Netzteil kann ohne weiteres herausgehoben werden, falls es ausgetauscht werden muss oder falls ein Zugriff auf die Festplatte erforderlich ist, welche sich unterhalb des Netzteils befindet. Darüber hinaus hat der Benutzer ungehinderten Zugang zu den Erweiterungs- und Speichersteckplätzen. Abgesehen von den Schwierigkeiten beim Öffnen des Gehäuses ist die Erweiterung und Wartung des HP Compaq dc7100 also äußerst schnell und bequem zu bewerkstelligen.

Die integrierten Erweiterungsmöglichkeiten des dc7100 sind für ein SFF-System überdurchschnittlich gut: Das Gerät verfügt über einen internen 3,5-Zoll-Laufwerkseinschub, zwei RAM-Steckplätze und zwei PCI-Steckplätze, in die Karten mit halber Bauhöhe eingesetzt werden können. Darüber hinaus bietet die Hauptplatine einen 16fach- und einen 1fach-PCI-Express-Steckplatz, ebenfalls für Karten mit halber Bauhöhe. Sollen ein oder zwei PCI-Karten voller Bauhöhe hinzugefügt werden, ist eine optionale Riser Card mit zwei Steckplätzen verfügbar, die jedoch ihrerseits die PCI-Express-Steckplätze blockiert.

Sehr umfangreich sind die externen Erweiterungsmöglichkeiten aufgrund der acht USB-2.0-Schnittstellen, die auf dem getesteten System dank der PS/2-Schnittstellen für Maus und Tastatur auch alle verfügbar waren. Zwei der Schnittstellen befinden sich an der Gehäusevorderseite, neben den Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon. Der HP Compaq dc7100 verfügt zwar nicht über FireWire-Ports, aber Benutzer mit älteren Peripheriegeräten werden die serielle und die parallele Schnittstelle des Geräts zu schätzen wissen.

Zum Schutz vor Diebstahl ist das SFF-Gehäuse – ebenso wie die beiden anderen Gehäusevarianten – mit einem Metallbügel ausgestattet, an dem ein Vorhängeschloss angebracht werden kann, um die Abdeckung gegen unbefugtes Öffnen zu sichern. Darüber hinaus weist das Gerät einen Kensington-Schlitz zur Verwendung mit entsprechenden Diebstahlsicherungsprodukten auf. HP hat außerdem noch verschiedene andere optionale Hardwaresicherheitsvorrichtungen im Angebot, beispielsweise eine Abdeckung für die hinteren Schnittstellen und eine Wandmontagehalterung.

Der HP Compaq Business Desktop dc7100 ist so gut ausgestattet, dass man ihn für ein System für Privatanwender halten könnte. Der PC verfügt über einen Pentium 4-Prozessor (3,2 GHz), einen 512 MB DDR-SDRAM (400 MHz) und eine serielle ATA-Festplatte mit 80 GByte Speicherkapazität. Letztere ist eine Seltenheit bei Business-PCs, die in der Regel langsamere IDE-Laufwerke aufweisen. Wird noch mehr Speicherkapazität benötigt, kann der dc7100 darüber hinaus mit bis zu zwei 160-GB-Festplattenlaufwerken konfiguriert werden. HP hat diesen PC außerdem mit einem kombinierten DVD-ROM/CD-RW-Laufwerk ausgerüstet, das möglicherweise in den meisten Unternehmensumgebungen eher unerwünscht ist. Die Möglichkeit, DVDs abzuspielen und CDs zu brennen, stellt jedoch nichtsdestotrotz ein weiteres Ausstattungs-Plus dar.

Ein zusätzliches Hardware-Highlight ist der 19-Zoll-Flachbildschirm L1902, den HP mit dem von ZDNet getesteten System kombiniert hat. Dieser Bildschirm lässt sich zwar nicht schwenken wie manch anderer Flachbildschirm von HP, bietet jedoch dafür ein helles, gestochen scharfes Bild. Der dc7100 kann dem integrierten Intel 915G-Grafiksubsystem bis zu 256 MByte Systemspeicher zuweisen. Die von ZDNet getestete Einheit war zwar nur für 128 MByte konfiguriert, dies ist aber für die meisten Business-Grafikanwendungen mehr als ausreichend. Als Business-PC glänzt der dc7100 nicht durch grafische Höchstleistungen. Er weist keinen AGP-Steckplatz auf, und der 16fach-PCI-Express-Steckplatz ist nur für PCI-Karten mit halber Bauhöhe geeignet, so dass keine Möglichkeit zur Aufrüstung mit einer neuen PCI-Express-Grafikkarte besteht.

Das Audiosubsystem scheint ebenfalls nicht allzu sorgfältig durchdacht zu sein. Der interne Lautsprecher des HP Compaq dc7100 ist für einfachere Ansprüche im geschäftlichen Umfeld zwar geeignet, zum Musikhören oder für andere Freizeitanwendungen jedoch nicht ausreichend.

Zur Ermöglichung einer schnellen und bequemen Integration mehrerer Systeme innerhalb eines Unternehmens bietet HP mehrere Betriebssysteme (Windows XP Home, XP Professional und Linux) sowie die Installation kundenspezifischer Images an. In der Tat kann jedes qualifizierte Image, das für einen der drei unterschiedlichen Formfaktoren (zum Beispiel den SFF-Gehäusetyp) entwickelt wurde, in allen anderen Modellen der dc7100-Serie ebenfalls eingesetzt werden, da die Hardware-Architektur über die gesamte Produktpalette dieselbe ist.

Das allgegenwärtige Kriterium der Sicherheit spielt bei jedem PC-Kauf eine wichtige Rolle, insbesondere aber bei der Anschaffung von Business-Systemen. In diesem Zusammenhang sei an das Windows Service Pack 2 erinnert: Microsoft [1] hat in der Aktualisierung des Betriebssystems mehrere sicherheitsrelevante Verbesserungen verfügbar gemacht, unter anderem die neue im Service Pack 2 enthaltene DEP-Funktion (DEP = Data Execution Prevention). Diese schützt Systeme vor einem durch Angriffe von Sasser-ähnlichem Code verursachten Speicherüberlauf.

Wenn der Kauf eines Intel-basierten Produkts wie des HP Compaq Business Desktop dc7100 in Erwägung gezogen wird, sollte der potenzielle Käufer beachten, dass zum Zeitpunkt der Drucklegung nur Systeme mit AMD-Prozessoren von dieser Programmkorrektur profitieren können, da DEP von den aktuellen Intel-basierten Desktop-PCs nicht unterstützt wird. Ob Intel dieses Problem kurzfristig in den Griff bekommen kann, wird sich bald herausstellen. Bis dahin sollten Unternehmen, die maximale Sicherheit anstreben, diese Einschränkung jedoch berücksichtigen.

Die Standardsoftware des dc7100 steht hauptsächlich im Zusammenhang mit Sicherung und Sicherheit, beinhaltet jedoch darüber hinaus noch einige weitere nützliche Utilities. Norton AntiVirus 2004 und Altiris Local Recovery stellen hierbei die Highlights dar. Bei Letzterem handelt es sich um ein Backup-Tool auf Client-Ebene, das eine versteckte Partition auf der Festplatte erstellt. Die Standardsoftware des dc7100 umfasst außerdem PDF Complete zur Umwandlung von Dokumenten in PDF-Dateien, Intervideo WinDVD zum Abspielen von DVDs sowie Zim SMS Mail für das Zwei-Wege-Messaging zwischen Desktop-PC und Handy.

Der HP Compaq Business Desktop dc7100 bietet eine hohe Anwendungs-Performance. Das System unterstützt aktuelle Anwendungen und wird in absehbarer Zeit wohl keine Aufrüstung benötigen. Verglichen mit Systemen, die einen 3-GHz-Pentium-4-Prozessor mit dem Intel 865-Chipsatz, dem Mainstream-Chipsatz der Vorgängergeneration, verwenden, bietet der dc7100 mit seinem 3,2-GHz-Pentium 4-Prozessor und dem neuen Intel 915G-Express-Chipsatz in der Anwendungsperformance einen Vorsprung von über 20 Prozent. Damit ist der HP Compaq dc7100 allen Anforderungen der Zielgruppe, für die er entwickelt wurde, mehr als gewachsen.

Zur Beurteilung der Anwendungs-Performance wurde im Test das Standard-Benchmark-Programm BAPCo SysMark 2004 eingesetzt. Unter Verwendung von Standard-Anwendungen ermittelt Sysmark die Performance eines Desktop-PCs mit Hilfe von Office-Produktivitätsanwendungen (wie Microsoft Office und McAfee Virusscan) sowie Anwendungen zur Erstellung von Internet-Inhalten (wie Adobe Photoshop und Macromedia Dreamweaver).

Ein Business-PC ist in der Regel zwar nicht für Spiele optimiert, beim HP Compaq dc7100 sind die grafischen Fähigkeiten jedoch eine angenehme Überraschung. Der dc7100 ist das erste von ZDNet getestete System, welches das neue integrierte Grafiksubsystem von Intel enthält, den Grafikprozessor GMA 900 (Graphics Media Accelerator 900). Wegen des Intel 915G Express-Chipsatzes übertrifft der GMA 900 in der Leistung seinen Vorgänger, den integrierten Grafikchip Extreme Graphics II von Intel. Die Bildrate des dc7100 war im Test mit Unreal Tournament 2003 mehr als viermal so hoch wie bei Systemen, die den 865G-Chipsatz und den Intel-Grafikchip Extreme Graphics II verwenden. Eine Bildrate von 70 fps (frames per second: Bilder pro Sekunde) ist für eine integrierte Grafiklösung herausragend und stellt den bisher höchsten Wert bei einem von ZDNet getesteten System ohne dedizierte Grafikkarte dar.

Service und Support

Die beispielhaften Garantiebedingungen von HP decken Ersatzteile und Arbeitsleistungen für volle drei Jahre ab und gewährleisten für dieselbe Geltungsdauer einen Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag. Über die HP-Website ist auch eine Live-Online-Hilfe verfügbar – ein unschätzbarer Vorteil für Anwender, die es sich nicht leisten können, auf den Kundendienst zu warten.

Spezifikationen

  • 3G - nein
  • WLAN - nein
  • Betriebssystem - Windows XP
  • Touchscreen - nein
  • Multitouch - nein
  • Computer-Typ - Desktop-PC
  • Prozessor - Intel Pentium 4 540 3.2 GHz
  • Grafik - Intel GMA 900
  • optisches Laufwerk - CD-Brenner; DVD
  • Bluetooth - nein
  • Spiegeldisplay - nein

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/39127208/hp-compaq-business-desktop-dc7100/

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[1] Microsoft: http://www.cnet.de/unternehmen/microsoft/