Gefahrlos surfen: PC-cillin Internet Security 12 (2005)

von Jeff Bertolucci am , 10:17 Uhr

Pro
  • schnelles Scannen
  • enthält eine vollständige Firewall sowie Tools für das Blockieren von Spyware und Spam
  • kostenloser Telefonsupport
Con
  • kein automatischer Scan-Durchlauf nach der Installation
Hersteller: Trend Micro Listenpreis: 59 Euro
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,3 von 10 Punkte
Fazit:

: PC-cillin Internet Security 12 bietet schnelles Virenscanning und zahlreiche weitere Tools für Internet-Sicherheit zu einem Preis, für den man normalerweise lediglich ein Antivirenprogramm bekommt.

PC-cillin Internet Security 12 bietet schnelles Virenscanning und zahlreiche weitere Tools für Internet-Sicherheit zu einem Preis, für den man normalerweise lediglich ein Antivirenprogramm bekommt.

Um es gleich vorwegzunehmen: Trend Micro PC-cillin Internet Security 2005 ist das beste derzeit am Markt erhältliche Paket für Internet-Sicherheit. Erstklassiges Antivirusprogramm, Firewall, Tools zur Abwehr von Spam und Spyware sowie eine Vielzahl zusätzlicher Sicherheitsfunktionen – und all das zu einem Preis von 59 Euro. Darüber hinaus ist der Virenscanner von PC-cillin sehr schnell, ohne dabei die Systemressourcen übermäßig zu belasten. Er zeichnet sich durch eine übersichtliche und einfach zu bedienende Oberfläche aus. Positiv zu erwähnen ist außerdem der kostenlose Telefonsupport von Trend Micro, ein Extra, mit dem kein anderer Anbieter von Sicherheitsprogrammen für Privatanwender aufwarten kann.

Einzige Kritikpunkte: Die Setup-Routine von PC-cillin führt keinen automatischen Virenscan durch – man muss diesen nach Abschluss des Setups manuell starten. Außerdem ist die Funktion zur Spyware-Abwehr standardmäßig nicht aktiviert, was sich aber ebenfalls leicht korrigieren lässt. Insgesamt fallen diese kleinen Schönheitsfehler jedoch kaum ins Gewicht. PC-cillin Internet Security 2005 bietet hervorragende Leistungen für seinen Preis und erringt somit die Auszeichnung als Empfehlung der Redaktion.

PC-cillin Internet Security 2005 bietet zwei Optionen für das Setup: Bei der Komplettinstallation werden sämtliche auf der CD befindlichen Sicherheitstools geladen, während bei der reduzierten Installation bestimmte Extras weggelassen werden, so zum Beispiel die Firewall und die neue Wi-Fi Intrusion Detection-Funktion, die vor Eindringlingen in Funk-Netzwerke warnt. Hier wäre eine breitere Auswahl an Optionen wünschenswert. So gehört beispielsweise eine Firewall zur Grundausstattung, wogegen Wi-Fi-Detection nur in Wireless LANs eine Rolle spielt.

Das Setup dauert nur 11 Minuten, einschließlich eines Scandurchlaufs vor der Installation. Hauptgrund für diese schnelle Installation ist die Tatsache, dass PC-cillin nach der Installation keinen weiteren Scan startet – diesen muss der Benutzer manuell ausführen. Die meisten Antivirenprogramme dagegen führen direkt nach der Installation einen Scan des gesamten Systems durch, was auch für PC-cillin wünschenswert wäre. Zählt man den manuellen Scandurchlauf hinzu, dauert das Setup insgesamt 30 Minuten, was immer noch erheblich schneller als bei F-Secure Internet Security 2005 oder Norton Antivirus 2005 ist, die beide mehr als eine Stunde für ihre Installation benötigen.

Die Oberfläche von PC-cillin ist durchdacht aufgebaut und einfach zu handhaben. Der Hauptbildschirm bietet einen raschen Überblick über den Zustand der Schutzfunktionen des Computers: grüne Häkchen zeigen an, dass Antivirenprogramm, Firewall und andere Sicherheitsoptionen optimal arbeiten, während rote Ausrufezeichen auf Probleme hinweisen. In einer Spalte auf der linken Seite kann der Benutzer direkt auf einzelne Sicherheitselemente zugreifen, so zum Beispiel auf den E-Mail-Scanner, die Firewall und den Spyware-Detektor. Allerdings gibt es hier einen Punkt zu bemängeln: Die Spyware-Funktion ist standardmäßig deaktiviert, so dass man erst in den Einstellungen herumsuchen muss, um sie zu aktivieren. Außerdem wird im Übersichtsbildschirm nirgends darauf hingewiesen, dass die Spyware-Abwehr abgeschaltet ist – dies fiel erst zufällig im Laufe der Tests auf.

Die Stärken von PC-cillin Internet Security 2005 liegen vor allem in seinem extrem niedrigen Preis, seiner breiten Auswahl an Sicherheitstools sowie dem schnellen und zuverlässigen Virenscanning.

PC-cillin führt Spyware-Scans auf zweierlei Weise durch: entweder im Zuge der Virensuchläufe oder in einem separaten speziellen Spyware-Scan. Klugerweise geht PC-cillin sehr vorsichtig mit potenzieller Spyware um, die eine breite Palette von Anwendungen umfassen kann – von durch Werbeträger unterstützter Software bis hin zu bösartigen Dialer-Programmen, die den PC heimlich mit gebührenpflichtigen Websites verbinden. Wenn PC-cillin auf potenzielle Spyware stößt, hat der Benutzer die Möglichkeit, diese direkt zu löschen, oder er kann sich auf der Support-Site von Trend Micro nähere Informationen dazu ansehen. Im Test handelte es sich bei zwei von drei der gefundenen Spyware-Attacken auf den PC in der Tat um Adware-Programme zur Ausführung kostenloser Anwendungen, die durch Werbung finanziert werden.

PC-cillin 2005 bietet auch eine Reihe neuer Tools, darunter Home Network Control, ein Dialogfenster, in dem man die Sicherheitsfunktionen aller PCs in einem privaten Netzwerk über eine einzige Oberfläche verwalten kann. Das ist natürlich sehr praktisch, doch muss man erst das PC-cillin Internet Security 2005 Home Security Pack mit drei Lizenzen für 119 Euro kaufen, um PC-cillin auf bis zu drei PCs installieren zu können. Die neue Wi-Fi Intrusion Detection-Funktion warnt den Benutzer, wenn ein Bandbreitendieb (oder anderer Eindringling) in einem Wireless LAN auftaucht um kostenlos dessen Internetzugang zu nutzen. Ein Klick auf eine Schaltfläche genügt und die Surfpiraten sind ausgeschaltet. Hinzu kommt eine neue Antiphishing-Software, die verhindert, dass allzu arglose Benutzer persönliche und Finanzdaten an bekanntermaßen unseriöse Websites herausgeben, indem sie persönliche Daten wie Kreditkarten- und Sozialversicherungsnummern absichert.

In den Labortests belastete Trend Micro PC-cillin Internet Security 2005 genau wie EZ Antivirus 2005 die Systemperformance überhaupt nicht. PC-cillin war außerdem beim Scannen einer 1,3-GByte-Festplatte viel schneller als F-Secure, Norton oder McAfee.

Um den Einfluss auf die Systemleistung durch PC-cillin zu messen, wurde Sysmark 2002 von BAPCO eingesetzt, ein branchenweit anerkannter Benchmark. Der Internet-Content-Creation-Bereich von Sysmark misst die Performance von Desktopsystemen, auf denen gängige Anwendungen wie Adobe Photoshop, Microsoft [1] Windows Media Encoder und Macromedia Dreamweaver ausgeführt werden. (Der Bereich zur Erfassung der Office-Produktivität wurde nicht genutzt, da er McAfee Virusscan 5.13 enthält.)

Als Testsystem wurde ein Dell Dimension 8200 mit Windows XP Professional, einem 1,9 GHz schnellen Intel Pentium 4-Prozessor und 256 MByte RDRAM benutzt. Während PC-cillin ausgeführt wurde, erreichte das Testsystem volle 100 Bewertungseinheiten, das heißt es gab keinerlei Einbußen bei der Systemgeschwindigkeit. Lediglich ein anderes Antivirus-Produkt erreichte ebenfalls diesen Wert: EZ Antivirus 2005. Zum Vergleich kamen F-Secure Internet Security 2005 auf 95 – das bedeutet eine Reduzierung um fünf Prozent – sowie Norton Antivirus 2005 und McAfee Virusscan 9.0 auf je 94 – also eine Reduzierung um sechs Prozent. (Ein Internet-Content-Creation-Wert von 100 steht für die Performance des verwendeten Testsystems ohne Ausführung systemfremder Anwendungen.) Ein Test der Scangeschwindigkeit ergab einen Durchschnitt von schnellen 2,4 Minuten – auch dies ein Wert, der ansonsten nur noch von EZ Antivirus 2005 erreicht wurde.

In früheren Virus Bulletin-Tests (seit November 2000) war die Windows-Desktopversion von PC-cillin bereits sechs Mal getestet worden, wobei sie fünf Mal bestanden hatte. Im Vergleich dazu war Norton Antivirus im selben Zeitraum zehn Mal getestet worden und hatte jedes Mal den begehrten Titel „VB 100 Percent“ errungen. Frühere Versionen von PC-cillin wurden außerdem von unabhängigen Antiviren-Testlabors wie West Coast Checkmark, ICSA Labs und Checkvir.com ausgezeichnet.

In den informellen Test hielt die Firewall von PC-cillin ohne Probleme einer Überprüfung mit Shieldsup stand, einer Website der Gibson Research Corporation, welche die Absicherung eines PCs gegen unerwünschte Eindringlinge über das Internet testet. PC-cillin schützte die Daten des Computers in diesem Test vor allen Angriffen. Im Vergleich hierzu enthält Virusscan keine Firewall mehr, während das noch nie mit einer Firewall ausgestattete Norton Antivirus stattdessen eine eingeschränkte Port-Blocking-Technologie bietet, die sich in den ShieldsUp-Durchläufen jedoch nicht als so sicher wie eine vollständige Firewall erwies.

Trend Micro bietet, womit keiner der anderen Antivirus-Anbieter aufwarten kann: einen kostenlosen Telefonsupport. Die Wartezeiten waren im Test während der regulären Geschäftszeiten recht kurz – maximal eine Minute – und die technischen Mitarbeiter von Trend Micro erwiesen sich als freundlich und kompetent.

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Zum Vergleichstest

Im Gegensatz zu McAfee stellt Trend Micro keinen Online-Chat bereit, dafür gibt es jedoch einen rund um die Uhr verfügbaren E-Mail-Support. Die E-Mail-Anfragen werden rasch bearbeitet – in einem Fall dauerte die Antwort nur 11 Stunden. Die Supportsite von PC-cillin ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet die übliche Auswahl an technischen Ratschlägen und Virenwarnungen.

Spezifikationen

  • Peripherie-Typ - Software
  • Kommunikation - keine

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Microsoft: http://www.cnet.de/unternehmen/microsoft/