Edle Mini-Digicam: Canon Ixus 40

von Aimee Baldridge und Anja Schmoll-Trautmann am , 14:52 Uhr

Pro
  • extrem kompakt
  • solide Akkulebensdauer
  • hervorragende Serienbild-Funktion
  • geringe Auslöseverzögerung
  • vielseitiger Film-Modus
Con
  • wenige manuelle Einstellmöglichkeiten oder Motivprogramme
  • ungenauer Sucher ohne Dioptrien-Anpassung
Hersteller: Canon Listenpreis: 349 Euro
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 7,8 von 10 Punkte
Fazit:

Die Ixus 40 bietet eine hervorragende Leistung in extrem kompaktem Gewand und dürfte sich für Fotografen eignen, die keinen gesteigerten Wert auf manuelle Einstellmöglichkeiten oder Motivprogramme legen.

Canons ultrakompaktes 4-Megapixel-Modell präsentiert sich als zuverlässige Kamera für gelegentliche Schnappschüsse und bietet sich für Fotografen, die keinen gesteigerten Wert auf manuelle Einstellmöglichkeiten oder Motivprogramme legen, bestens an.

Canon hat die Dimensionen der nur 156 Gramm leichten Ixus 40 auf ein extrem schlankes Paket von 86 x 53 x 21 Millimetern geschrumpft, das in jeder Tasche Platz findet. Dieses Ixus-Modell lässt sich sogar noch besser verstauen, da es noch weniger vorspringende Teile aufweist (beispielsweise befindet sich die Öse für die Trageschlaufe nun in einer Vertiefung im Gehäuse). Das Äußere der Kamera besteht aus Metall, abgesehen von den Kunststoffklappen, hinter denen sich die Einschübe für den Akku und die SD-Speicherkarte beziehungsweise die A/V- und USB-Anschlüsse befinden.

Canon Ixus 40
Ultrakompakt: Canon Ixus 40

Die Ixus 40 lässt sich einhändig bedienen, aber mit der zweiten Hand ist der Zoom-Hebel leichter zu bedienen, der konzentrisch um den oben auf der Kamera befindlichen Auslöser herum angeordnet ist. Ansonsten befindet sich auf der Oberseite der Kamera nur die Ein/Austaste und eine grüne Betriebsanzeige. Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten konzentrieren sich in der rechten Hälfte der Rückwand, die ansonsten von einem 2-Zoll-LCD-Sucher mit regulierbarer Helligkeit dominiert wird. Mittels eines Dreiweg-Schiebeschalters wird zwischen Aufnahme-, Film- oder Wiedergabemodus ausgewählt, drei weitere Tasten erlauben den Zugriff auf das drei Seiten umfassende Menüsystem (Aufnahme, Einstellung und Anpassung), die Anzeigeoptionen (Statusinformationen Ein/Aus, Monitor Ein/Aus) sowie die Druck- und Übertragungsoptionen.

Wie bei den meisten anderen Schnappschuss-Modellen von Canon werden die Aufnahmeeinstellungen über den Vierweg-Schalter mit der eingebetteten Auswahltaste vorgenommen. So wird durch einen Druck auf die „Aufwärts“-Taste zwischen Punkt-, Mitten- und Mehrfeldmessung für die Belichtung, mit der „Abwärts“-Taste zwischen Einzelbelichtung, Serienbildfunktion oder Selbstauslöser gewählt. Mit der „Links“-Taste wird zwischen den Fokus-Modi Normal, Landschaft und Makro umgeschaltet, während mit der „Rechts“-Taste ein Blitzmodus ausgewählt wird.

Die Taste in der Mitte ruft Menüs zur Auswahl von Motivprogrammen, zur Anpassung der Belichtungszeiten (+/- 2EV in Schritten zu jeweils 1/3), zur Auswahl des Weißabgleichs, der Empfindlichkeit, der Auflösung und der JPEG-Kompressionsrate auf und bietet Zugriff auf eine unspektakuläre Anzahl von Spezialeffekten, darunter hohe Farbsättigung, Weichzeichner, Sepia-Tönung und ein Schwarz/Weiß-Modus.

Die bescheidene Ausstattungspalette der Ixus 40 umfasst die meisten Standardmerkmale, angefangen bei einem 115-Millimeter-Dreifach-Zoom (entsprechend 35-Millimeter-Kleinbild) mit einem Neunpunkt-Autofokus-System, das im Makromodus auf bis zu drei Zentimeter Objektabstand präzise arbeitet. Es gibt nur sechs Motivprogramme, was bei der gegenwärtigen Marktlage eine eher bescheidene Auswahl darstellt. Allerdings sind diese im Allgemeinen nützlich und es befindet sich darunter eine Digital Macro-Funktion, bei der die Bildmitte den gesamten Bildrahmen ausfüllt, womit diese Funktion im Nahbereich das Gegenstück zum Digitalzoom bildet.

Zu den anderen Motivprogrammen gehören Porträt, Nacht-Schnappschuss, Kinder u. Haustiere, Innenaufnahme und Unterwasseraufnahme, wobei zur Nutzung des letztgenannten Modus ein separat erhältliches Unterwassergehäuse erforderlich ist. Leider gibt es weder einen Modus für Sportaufnahmen noch eine Möglichkeit, die Verschlussgeschwindigkeit manuell auszuwählen, was seinerseits eine ernsthafte Beeinträchtigung der ansonsten hervorragenden Serienbildfunktion der Kamera bedeutet, mit der 3 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet werden können.

Zu den weiteren Ärgernissen zählen der schwache Blitz, das nur im Wiedergabemodus zuschaltbare Histogramm und ein Zoom-Objektiv, das nur unter Schwierigkeiten präzise zu justieren war.
Positiv aufgefallen sind die hervorragenden Filmeigenschaften, die auch Funktionen zur Bearbeitung von Videobildern bieten. Es können Clips mit 640 x 480 Bildpunkten und einem Tonkanal bei einer Bildrate von 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden, wobei deren Länge nur durch die Kapazität der SD-Speicherkarte begrenzt wird, die allerdings nicht zum Lieferumfang der Kamera gehört. Außerdem können bis zu 60 Sekunden lange Clips mit einer Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten und einer Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen.

Auch die Leistung ist dank des neuen Digic-II-Signalprozessors ein großer Pluspunkt. Die Ixus 40 ist bereits zwei Sekunden nach dem Einschalten bereit zur Aufnahme und kann danach alle 1,2 Sekunden ein Bild aufnehmen (alle 4,6 Sekunden mit Blitz). Mit der Serienbildfunktion können in nur wenig mehr als zwei Sekunden sechs Aufnahmen mit voller Auflösung und geringster Komprimierungsrate geschossen werden. Wer bereit ist, bei der Bildqualität minimale Abstriche hinzunehmen, der kann bei der Komprimierung von Super Fine auf Fine umschalten und mit 2,4 Bildern pro Sekunde fotografieren, bis die Speicherkarte voll ist.

Die Auslöseverzögerung ist mit nur 0,7 Sekunden bei kontrastreichen Lichtverhältnissen und dank des eingebauten Autofokus-Hilfslichts auf nur 0,9 Sekunden bei kontrastarmer Beleuchtung gering. Der Akku hielt beeindruckende 692 Aufnahmen lang durch, wobei 50 Prozent mit Blitz aufgenommen wurden, das Zoom häufig verwendet und die Speicherkarte mehrfach formatiert wurde. Allerdings warnt die Ixus 40 nur sehr zurückhaltend vor dem bevorstehenden Ende des Akkus: Die einzige Warnmeldung erscheint etwa 40 Aufnahmen, bevor die Energieversorgung zusammenbricht.
Der LCD-Sucher arbeitet auch unter den hellsten Lichtbedingungen bei Außenaufnahmen sehr gut, zeigt allerdings leichte Bildschatten bei Bewegungen des Motivs oder der Kamera. Auf jeden Fall ist das LCD dem klein ausgefallenen optischen Sucher vorzuziehen, der auch nur etwa 82 Prozent des Bildes wiedergibt.

Die Qualität der Aufnahmen ist für eine 4-Megapixel-Schnappschuss-Kamera recht gut. Der in den hellen und dunklen Bildbereichen wiedergegebene Detailumfang ist hinreichend, die Farbsättigung schön, lediglich bei den Hauttönen gibt es einen leichten Gelbstich. Allerdings sind die Bilder nicht besonders scharf, und beim Vergrößern zeigen sich JPEG-Artefakte. Im Gegenlicht zeigen sich deutliche Farbabweichungen in Form von violetten Rändern. Bei den niedrigeren Empfindlichkeitseinstellungen gibt es kein wahrnehmbares Bildrauschen, auch bei ISO 400 fällt das Rauschen kaum auf. Der automatische Rauschfilter, der bei Belichtungen von 1,3 Sekunden oder mehr zugeschaltet wird, hilft hier.

Bei der Schnappschuss-Gemeinde wird die Canon Ixus 40 mit ihren im Allgemeinen herausragenden Leistungsdaten, ihrer langen Akku-Lebensdauer und ihrem ultrakompakten Design sicher Anklang finden; das Fehlen manueller Einstellmöglichkeiten, die beschränkte Auswahl an Szenen-Modi und der schwachbrüstige Blitz beeinträchtigen allerdings die Vielseitigkeit dieses Ixus-Modells. Die Fans von Mini-Filmen wird es freuen, dass die Aufnahme hochwertiger Clips nur durch die Kapazität der Speicherkarte beschränkt wird, auch der ungewöhnliche Zeitlupenmodus mit 60 Bildern pro Sekunde wird seine Freunde finden.

Zusammenfassung
Pro Extrem kompakt; solide Akkulebensdauer; hervorragende Serienbild-Funktion; geringe Auslöseverzögerung; vielseitiger Film-Modus
Contra Wenige manuelle Einstellmöglichkeiten oder Motivprogramme; ungenauer Sucher ohne Dioptrien-Anpassung
Einsatzgebiete Aufnahmen, die bis zu einer Größe von 18 x 20 cm ausgedruckt werden können; VGA-Videoclips (640×480 Pixel)
Nutzerkreis Schnappschuss-Fotografen
Erforderliches Zubehör Schnelle SD-Karte mit einer Speicherkapazität von mindestens 256 MByte
Fazit Die Ixus 40 bietet eine hervorragende Leistung in extrem kompaktem Gewand und dürfte sich für Fotografen eignen, die keinen gesteigerten Wert auf manuelle Einstellmöglichkeiten oder Motivprogramme legen

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