Abgesehen von der effektiven Pixelzahl von 340.000 des Bildsensors bietet der MV830i die gleichen Funktionen wie günstigere Camcorder auch. Die Aufnahme erfolgt im 16:9-Format, was heißt, dass das Gerät die volle Bandbreite des Sensors nutzt und keine Verzerrung und Interpolierung verwendet. Ferner ist er mit einem 20-fachen optischen Zoom, AD-Wandler, ein paar Szenen-Modi mit Belichtungsautomatik und dem üblichen Sammelsurium an Digitaleffekten ausgestattet.

Der Nachtmodus ist enttäuschend. Zwar werden dunkle Umgebungen gut ausgeleuchtet, man benötigt jedoch ein Stativ und man kann nur unbewegliche Objekte aufnehmen, will man ein akzeptables Ergebnis erzielen. Ansonsten entstehen wacklige und unbrauchbare Videos. Aber auch mit Stativ weisen bei wenig Licht aufgenommene Videos ein starkes Bildrauschen auf. Man sollte also nach Möglichkeit das Licht anlassen oder für zusätzliches Licht sorgen. Leider verfügt der MV830i auch über keine Möglichkeit, eine zusätzliche Lichtquelle anzuschließen.

Performance

Die Bildverarbeitung erfolgt beim MV830i über den Digic-DV-Prozessor von Canon, der scharfe und farbstarke Bilder liefert – vorausgesetzt die Lichtverhältnisse sind optimal. Die Zoomeinstellungen reagieren schnell, der Autofokus ist jedoch bei Fixierung einer Person in bewegten Szenen eher langsam. Beim Filmen im Freien wünscht man sich eine bessere Videoqualität.

Bei Standfotos werden die Farben genau wiedergegeben, dennoch wirken die Testfotos körnig und leicht verwaschen und an hellen Stellen überbelichtet. Bei einer Auflösung von 0,7 Megapixel ist dies jedoch nicht weiter verwunderlich – die Fotos eignen sich höchstens fürs Internet. Dasselbe gilt für die Motion-JPEG-Filmclips (320 mal 340 Pixel, 15 Bilder pro Sekunde), die durchweg wacklig wirken und obendrein eine schlechte Tonqualität besitzen.

Die durchschnittliche Aufnahmezeit für die mitgelieferten Akkus beträgt laut Hersteller knapp eine Stunde. Verwendet man ausschließlich den Sucher, kann man es auf beeindruckende 135 Minuten bringen. Diese Ergebnisse sind für einen Camcorder dieser Kategorie gar nicht schlecht, obwohl man für den Urlaub in jedem Fall Ersatzakkus einpacken sollte.

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