Die Sony HDR-FX1 bietet hoch auflösende 1.080i-Videoaufnahmen mit 60 Feldern pro Sekunde über zwei wesentliche Komponenten: die Hardware der Kamera und die HD-Codec-Engine. Die Kamera verfügt über drei 1-Megapixel Super-HAD-CCDs mit 1/3 Zoll für das 16:9-Format. Die Codec-Engine ist ein Prozessor, der die detaillierten Aufnahmen der CCDs so komprimiert, dass sie nicht mehr Platz benötigen als reguläre DV-Aufnahmen.

Während DV nur Intraframe-Komprimierung nutzt, um jedes Bild einzeln zu komprimieren, wird bei HDV eine Interframe-Komprimierung eingesetzt, bei der nur die Unterschiede zwischen benachbarten Bildern komprimiert und gespeichert werden. In den meisten Videos entsprechen sich die Informationen von aufeinander folgenden Bildern zu einem großen Teil und da diese gemeinsame Information nicht mehr als ein Mal gespeichert werden muss, wird durch die reine Speicherung von Unterschieden viel Platz gewonnen.

Die MPEG-2-Komprimierung bei HDV ist der Komprimierung von Filmen zur Speicherung auf dem begrenzten Platz einer DVD sehr ähnlich. Genau wie bei DVDs können zu viele Details und Bewegungen das Komprimierungsschema überbeanspruchen, was zu sichtbaren Komprimierungsartefakten führen kann. Eine weitere Schwäche des HDV-Formats ist die Anfälligkeit für Aufnahmeausfälle. Während ein Ausfall bei einer DV-Aufnahme nur ein einziges Bild betrifft, dauert ein HDV-Ausfall eine halbe Sekunde. Sony empfiehlt Nutzern der HDR-FX1 daher die Verwendung der hochwertigen HD-DVC-Kassetten.

In einer Welt, in der HD-Fernseher noch selten sind, ist es bemerkenswert, dass die HDR-FX1 HD-Videos über ihre analogen Ausgänge und den DV-Anschluss in SD konvertieren kann. Außerdem übernimmt die Kamera die Verkleinerung bei der Betrachtung der 16:9-HD-Aufnahmen auf dem 4:3-Monitor.

Diese fortschrittlichen Konvertierungseigenschaften stellen sicher, dass man sich nicht nur HD-Aufnahmen auf normalen Fernsehern anschauen kann, sondern auch die Möglichkeit hat, sie mit herkömmlichen DV-Bearbeitungssystemen aufzubereiten. Der einzige Nachteil ist, dass die extrem hohe Auflösung der HD-Technologie durch die Konvertierung verloren geht. Während die Aufzeichnungen im HD-Modus immer im 16:9-Breitbildformat erfolgen, kann die Kamera im DV-Modus Aufzeichnungen im Format 16:9 oder 4:3 machen.

Wie es sich für einen semiprofessionellen Camcorder gehört, bietet die Kamera keine unübersichtliche Anzahl an automatischen Aufnahmeoptionen. Trotzdem sind alle Funktionen vollautomatisch und die Empfindlichkeit der Automatisierung kann über das Menü eingestellt werden. Blende, Verschlussgeschwindigkeit (1/4 bis 1/10.000 Sekunden) und Gain (0 bis 18 Dezibel) sind außerdem manuell einstellbar. Die einzige Einschränkung für die manuelle Steuerung ist der Kontrollschalter für den Audiopegel, der die unabhängige Einstellung der zwei Audiokanäle ermöglicht.

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