Das Vario-Sonnar-T-Objektiv von Carl Zeiss hat einen 12-fachen Zoom, das heißt es deckt einen Brennweitenbereich von 32,5 Millimeter bis 390 Millimeter einer 35-Millimeter-Kleinbild-Kamera ab. Dadurch wird ein Weitwinkeladapter eher zu einem Werkzeug für Spezialeffekte als zu einer Notwendigkeit. Das Objektiv verfügt über zwei integrierte neutrale Dichtefilter (2,5 und fünf Stopps) und den optischen Bildstabilisator Super Steadyshot, der eine gute Leistung bringt und dessen Feinjustierung über die Menüeinstellung erfolgt.

Der farbige Sucher im 16:9-Format und der LCD-Monitor haben einige spezielle Funktionen und Einschränkungen: Wenn das LCD aufgeklappt ist, schaltet sich der Sucher ab. Dies kann auch nicht umgangen werden. Genauso stehen zwei Zebramuster (einstellbar auf 70 bis 100 IRE) und eine nicht veränderbare Kantenanhebung (Peaking) zur Verfügung, die jedoch nur einzeln genutzt werden können. Dadurch werden diese beiden wichtigen Funktionen erheblich eingeschränkt. Da die Auflösung von Sucher und LCD-Monitor mit 250.000 Pixeln weniger als ein Viertel der Auflösung bei HD-Aufnahmen beträgt, steht eine Expanded-Focus-Funktion (Bildvergrößerung bei manuellem Fokus) zur Verfügung, mit der man das Zentrum des Bildes um das Vierfache vergrößern und die Fokussierung erleichtern kann. Leider arbeitet die Expanded-Focus-Funktion nicht, wenn die Kamera aufnimmt. Bei Aufnahmen im 4:3-DV-Modus erscheint das angepasste Bild im Sucher.

Mit der digitalen 14-Bit-Signalverarbeitung und den ausgereiften Menüs bietet die HDR-FX1 eine Reihe von Aufnahmeeinstellungen durch Variablen wie Farbtiefe, Farbphase, Schärfe, Hauttondetails und Weißabgleich. Die zwei zusätzlichen Menüoptionen Cinematone und Cineframe 24 und 30 schaffen eine filmähnliche Gamma- und Bewegungsqualität. Leider geht die pseudoprogressive Bewegung von Cineframe auf Kosten der halben vertikalen Auflösung. Dieser Kompromiss mag bei SD-Projekten Sinn machen, aber er ist keine Lösung bei Filmaufnahmen in HD-Qualität.

Bei den sechs Bildprofilen der HDR-FX1, die vom Benutzer individuell eingestellt werden können, handelt es sich im Wesentlichen um einen Klon der „Scene Files“ von Panasonic. Sie bieten eine sehr praktische Möglichkeit, verschiedene Einstellungen zu speichern und zwischen diesen umzuschalten. Zu den individuell einstellbaren Funktionen der HDR-FX1 gehören auch drei individuell belegbare Tasten und ein P-Menü. Dabei handelt es sich um eine Art Minimenü, in der der Nutzer die Funktionen speichern kann, auf die er am häufigsten zugreift.

Der Audiobereich ist definitiv der am schlechtesten entwickelte Aspekt der Kamera. So können die zwei Audiokanäle nicht unabhängig voneinander gesteuert werden. Außerdem gibt es keine integrierten XLR-Anschlüsse, keine Phantomspeisung und keine Möglichkeit, die Signale des integrierten Mikrofons an einen Kanal und die eines externen Mikrofons an einen anderen Kanal zu schicken. Sobald ein Mikrofon an die externe Minibuchse angeschlossen wird, kann man das interne Mikrofon vergessen.

Überraschenderweise kann der Minibuchsen-Eingang über eine Menüoption zwischen Mikrofon und Kabel umgeschaltet werden. Die HDR-FX1 hat außerdem keinen Steckplatz für einen Memory Stick und wird ohne jegliche Bearbeitungssoftware geliefert.

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