Die automatischen Funktionen der Sony HDR-FX1 – Fokus, Belichtungszeit, Weißabgleich und Audiosteuerung – arbeiten alle sehr genau und schnell, so gut wie automatische Funktionen eben arbeiten können. Für diejenigen, die einen Schritt weiter gehen wollen, bietet die Kamera die Möglichkeit, die Reaktionsgeschwindigkeit der automatischen Funktionen über das Menü einzustellen.

In Bezug auf Reaktionszeit entsprechen die manuellen Bedienelemente den Erwartungen. Die Kamera reagiert auf Eingaben unmittelbar und genau. Leider ist die Ergonomie der Bedienelemente zwar schon besser als bei den Vorgängermodellen von Sony, aber immer noch nicht so gut wie bei Konkurrenzmodellen. Zwar macht Sony mit der Einführung eines Kippschalters zur Auswahl des Weißabgleichs einen Schritt vorwärts, aber durch die Voreinstellung des Weißabgleichs über eine Menüfunktion gleichzeitig auch einen Schritt zurück.

Die manuelle Bedienung des Objektivs ist enttäuschend. So bieten die Servo-Fokus- und Zoomringe nur eine vage Simulation von mechanischer Verbindung zu den Objektivelementen. Die Informationen zur Brennweite, die im Sucher angezeigt werden, sind eine willkommene Hilfe bei der manuellen Fokussierung, aber der Fokusring ist viel zu empfindlich und macht Feineinstellungen bei der Fokussierung zu einer echten Herausforderung.

In Bezug auf den Zoom sind die Markierungen zur Brennweite auf dem Zoomring hilfreich. Auch der Zoomschalter ist bedienerfreundlich und ermöglicht weiche Zooms vom vollen Weitwinkel bis zum vollen Telewinkel in Zeiträumen von zwei Sekunden bis zu zwei Minuten.

Abgesehen von den mittelmäßigen Einstellungsringen, ist das Objektiv wirklich ein Glanzstück. Genau wie bei der Optik der DVX-Serie von Panasonic, verzichtet das scharfe und kontraststarke Zeiss-Objektiv zugunsten einer häufig genutzten praktischen Weitwinkelfunktion auf ein selten genutztes starkes Teleobjektiv. Der optische Bildstabilisator funktioniert gut und seine Empfindlichkeit kann über eine Menüeinstellung eingestellt werden.

Der Sucher und der LCD-Monitor gehören zu den besten bisher getesteten, auch wenn sie noch nicht ganz den neuen Herausforderungen der HD-Technologie entsprechen. Mit 250.000 Pixeln ist die Auflösung von Sucher und LCD-Monitor nicht einmal so hoch wie die bei SD, ganz zu schweigen von HD. Um dieser Schwäche entgegenzuwirken, hat Sony eine Peaking- und Expanded-Focus-Funktion integriert, die jedoch einen Sucher mit einer angemessenen Auflösung nicht ersetzen können. Der LCD-Monitor zeichnet sich durch seine extrem hohe Helligkeit dank Hybridtechnologie aus, die ein Ablesen auch bei vollem Tageslicht möglich macht.

Trotz der Einschränkungen durch das unprofessionelle Audiosystem der HDR-FX1, wirkt der Ton klar und frei von störendem Rauschen, unter dem frühere Sony-Camcorder häufig litten. Das eingebaute Mikrofon arbeitet zufrieden stellend. Außerdem ist es ausreichend gegen Kamerageräusche isoliert, aber nicht sehr gut ausgerichtet.

Die Info-Lithium-Akku-Technologie von Sony ist auch weiterhin die beste auf dem Markt. Die HDR-FX1 hält mehr als zwei Stunden mit dem sehr kleinen, im Lieferumfang enthaltenen Akku durch. Mit stärkeren Akkus soll eine Betriebszeit von einem ganzen Tag möglich sein. Besonders erwähnenswert ist, dass die Accupower-Funktion der Kamera die Restbetriebszeit auf die Minute genau anzeigt.

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