Sony HDR-FX1

von Ben Wolf am , 00:00 Uhr

Pro
  • scharfe und dynamische HD-Bildaufzeichnung im 16:9 Format
  • HD-Videos können konvertiert werden
Con
  • kein XLR-Eingang oder unabhängige Audiopegeleinstellung
  • kein 24p
  • umständliche manuelle Focuseinstellung und –kontrolle
  • begrenzte HDV-Bearbeitungsmöglichkeiten
  • wenig Ausgabeformate
Hersteller: Sony Listenpreis: 5000
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,0 von 10 Punkte
Fazit:

Die hochauflösende Video-Handycam HDR-FX1 von Sony gehört zu den besten Geräten in dieser Preisklasse.

Bei der HDR-FX1 von Sony handelt es sich um eine hochauflösende Video-Handycam mit allerlei Extras. In dieser Preisklasse ist derzeit kein besseres Gerät zu finden.

Die HDR-FX1 ist die erste HDV-Kamera von Sony [1] und derzeit eine der wenigen Geräte dieser Art überhaupt. So ist es mit der Handycam möglich, hochauflösende Videos von extrem hoher Qualität aufzuzeichnen. Der Camcorder ist mit drei CCDs und einigen gut durchdachten Features ausgestattet, die ihn zum idealen Gerät für den Umstieg auf High Definition machen.

Die Sony HDR-FX1 ist ein zeitgemäßes Produkt, dennoch fehlen ihr progressive Bildbearbeitungsfunktionen und Audioanschlüsse. Auch gibt es derzeit nur wenige ausgereifte HDV-Bearbeitungsmöglichkeiten und Hochleistungs-DVDs für HD-Material, da sich diese noch in der Entwicklung befinden.

Mit einem Gewicht von zwei Kilogramm ist die HDR-FX1 so schwer und unhandlich, wie eine Handycam überhaupt nur sein kann. Für eine Einhandbedienung ist sie zu groß, aber mit beiden Händen lässt sie sich gut handhaben. Das Magnesiumgehäuse erscheint solide und gut verarbeitet und die silbergraue Lackierung sorgt für ein unaufdringliches, hochwertiges Aussehen.

Bei genauerer Betrachtung bemerkt man einen wesentlichen Unterschied zum Aufbau der klassischen Handycams von Sony: Der ausklappbare LCD-Bildschirm, der sich normalerweise auf der linken Seite der Kamera befindet, liegt vor dem Handgriff direkt hinter dem Mikrofon. Dadurch ist auf der linken Seite der Kamera mehr Platz für das Kassettenlaufwerk, das bislang auf der rechten Seite der Kamera anzutreffen war.

Auf dem gewonnenen Platz, der beim Aufklappen des Monitors sichtbar wird, befinden sich die Bedienelemente für die Videowiedergabe. Die hellblauen HDV/DV-Statusanzeigen unterstreichen die bemerkenswerteste Funktion der HDR-FX1: ihre Fähigkeit, sowohl 1080i-Aufnahmen (1.440 mal 1.080 Pixel), HDV-Aufnahmen mit 60 Feldern pro Sekunde und 480i-DV-Aufnahmen auf gewöhnlichen Mini-DV-Kassetten aufzuzeichnen. Die Umschaltung zwischen SD und HD erfolgt über eine einzige Menüoption.

Ansonsten ähnelt der Aufbau anderen Sony-Modellen: ein großer Objektiv-Tubus für den 12-fachen Vario-Sonar-Zoom von Zeiss, einem schwenkbaren Sucher über dem Akku am hinteren Teil der Kamera, den meisten mechanischen Kontrollen an der linken Seite, dem Handgriff, Zoomschalter und elektronischen Anschlüssen auf der rechten Seite und einem Stereomikrofon mit unabhängigen Zoom- und Aufnahmetasten oben auf dem Tragegriff.

Die neue Anordnung des 16:9-Swivel-Screen-LCDs mit 89 Millimetern (3,5 Zoll) erscheint etwas unvorteilhaft, macht aber eigentlich viel Sinn. Abgesehen davon, dass am Kameragehäuse viel Platz frei wird, wird der Monitor dadurch auf der Kamera nach vorne verschoben und liegt auf der gleichen Höhe wie der Sucher. Das ist genau die Stelle, wo er sein sollte, wenn man die Kamera auf der Schulter trägt. Auch wenn die HDR-FX1 an sich keine Schulterkamera ist, ist hierfür eine Reihe von Accessoires erhältlich, die sich vor allem für die Nutzung in Verbindung mit dem LCD-Monitor besonders gut eignen.

Mehrere Aspekte des mechanischen Designs der Kamera zeigen, dass Sony die Bedürfnisse der Nutzer in der Praxis berücksichtigt. Die Objektivabdeckung verfügt über manuell bedienbare Verschlüsse. Damit sind die Zeiten der verlorenen Objektivkappen vorbei. Brillenträger werden sich über die im Lieferumfang enthaltene gummierte Augenmuschel freuen. Und diejenigen, die bereits SD-Geräte von Sony besitzen, können sich darüber freuen, dass die HDR-FX1 die gleichen Akkus verwendet wie die Kameras der VX- und PD-Serien.

Die manuellen Bedienelemente der HDR-FX1 sind viel fortschrittlicher als die der Vorgängermodelle von Sony, die hauptsächlich auf automatische Nutzung ausgelegt waren. Diese Kamera verfügt über mehr und zudem besser positionierte manuelle Bedienelemente, vor allem über unabhängige Kippschalter für Gain (Verstärkung) und Weißabgleich, einem Drehknopf für die Audiokontrolle und drei individuell programmierbare Funktionstasten.

Die Objektiveinstellungen schaffen den Spagat zwischen Amateur- und Profiwelt. Die Fokussierung erfolgt manuell mit dem für einfache Kameras typischen unmarkierten, drehbaren Objektivring. Allerdings gibt es eine hilfreiche Anzeige der Brennweite im Sucher. Der Zoom erfolgt über einen Ring mit Markierungen für die Brennweite, es handelt sich aber immer noch um ein Regelsystem, dass nur schlecht auf Nutzereingaben reagiert. Die Einstellung des Zooms kann durch das Umlegen eines Schalters auf zwei Wippschalter übertragen werden.

Völlig deplatziert wirken auf einer Kamera mit der Ausstattung der HDR-FX1 eine Reihe von Verbraucher-orientierten Bedienelementen, wie die Backlight- und Spotlight-Taste. Auf der Oberseite der Kamera befinden sich drei Tasten für eine neue Shot-Transition-Funktion (Bildüberblendung), die ebenfalls sehr amateurhaft wirkt.

Die HDR-FX1 verfügt über die üblichen analogen und digitalen Anschlüsse, mit einigen wichtigen Zusätzen und Auslassungen. Das wichtigste Extra ist ein eigener rechteckiger HD-Ausgang zum Anschluss der Kamera an einen HD-Fernseher. Dieser Anschluss kann nicht als Eingang benutzt werden. Die einzige Möglichkeit, HD-Material auf die Kamera zu laden ist ein Firewire-Anschluss, der sowohl als DV-Eingang als auch -Ausgang dient.

Leider verfügt die HDR-FX1 nur über eine empfindliche Audio-Minibuchse und nicht über den robusten XLR-Anschluss professioneller Geräte. Es sind zwar Adapter für den Anschluss von XLR-Steckern an die Minibuchse der HDR-FX1 erhältlich, dennoch war es von Sony unüberlegt, dass keine wirklich progressiven Audio-Funktionen in die Standard-HDR-FX1 integriert worden sind.

Die Sony HDR-FX1 bietet hoch auflösende 1.080i-Videoaufnahmen mit 60 Feldern pro Sekunde über zwei wesentliche Komponenten: die Hardware der Kamera und die HD-Codec-Engine. Die Kamera verfügt über drei 1-Megapixel Super-HAD-CCDs mit 1/3 Zoll für das 16:9-Format. Die Codec-Engine ist ein Prozessor, der die detaillierten Aufnahmen der CCDs so komprimiert, dass sie nicht mehr Platz benötigen als reguläre DV-Aufnahmen.

Während DV nur Intraframe-Komprimierung nutzt, um jedes Bild einzeln zu komprimieren, wird bei HDV eine Interframe-Komprimierung eingesetzt, bei der nur die Unterschiede zwischen benachbarten Bildern komprimiert und gespeichert werden. In den meisten Videos entsprechen sich die Informationen von aufeinander folgenden Bildern zu einem großen Teil und da diese gemeinsame Information nicht mehr als ein Mal gespeichert werden muss, wird durch die reine Speicherung von Unterschieden viel Platz gewonnen.

Die MPEG-2-Komprimierung bei HDV ist der Komprimierung von Filmen zur Speicherung auf dem begrenzten Platz einer DVD sehr ähnlich. Genau wie bei DVDs können zu viele Details und Bewegungen das Komprimierungsschema überbeanspruchen, was zu sichtbaren Komprimierungsartefakten führen kann. Eine weitere Schwäche des HDV-Formats ist die Anfälligkeit für Aufnahmeausfälle. Während ein Ausfall bei einer DV-Aufnahme nur ein einziges Bild betrifft, dauert ein HDV-Ausfall eine halbe Sekunde. Sony empfiehlt Nutzern der HDR-FX1 daher die Verwendung der hochwertigen HD-DVC-Kassetten.

In einer Welt, in der HD-Fernseher noch selten sind, ist es bemerkenswert, dass die HDR-FX1 HD-Videos über ihre analogen Ausgänge und den DV-Anschluss in SD konvertieren kann. Außerdem übernimmt die Kamera die Verkleinerung bei der Betrachtung der 16:9-HD-Aufnahmen auf dem 4:3-Monitor.

Diese fortschrittlichen Konvertierungseigenschaften stellen sicher, dass man sich nicht nur HD-Aufnahmen auf normalen Fernsehern anschauen kann, sondern auch die Möglichkeit hat, sie mit herkömmlichen DV-Bearbeitungssystemen aufzubereiten. Der einzige Nachteil ist, dass die extrem hohe Auflösung der HD-Technologie durch die Konvertierung verloren geht. Während die Aufzeichnungen im HD-Modus immer im 16:9-Breitbildformat erfolgen, kann die Kamera im DV-Modus Aufzeichnungen im Format 16:9 oder 4:3 machen.

Wie es sich für einen semiprofessionellen Camcorder gehört, bietet die Kamera keine unübersichtliche Anzahl an automatischen Aufnahmeoptionen. Trotzdem sind alle Funktionen vollautomatisch und die Empfindlichkeit der Automatisierung kann über das Menü eingestellt werden. Blende, Verschlussgeschwindigkeit (1/4 bis 1/10.000 Sekunden) und Gain (0 bis 18 Dezibel) sind außerdem manuell einstellbar. Die einzige Einschränkung für die manuelle Steuerung ist der Kontrollschalter für den Audiopegel, der die unabhängige Einstellung der zwei Audiokanäle ermöglicht.

Das Vario-Sonnar-T-Objektiv von Carl Zeiss hat einen 12-fachen Zoom, das heißt es deckt einen Brennweitenbereich von 32,5 Millimeter bis 390 Millimeter einer 35-Millimeter-Kleinbild-Kamera ab. Dadurch wird ein Weitwinkeladapter eher zu einem Werkzeug für Spezialeffekte als zu einer Notwendigkeit. Das Objektiv verfügt über zwei integrierte neutrale Dichtefilter (2,5 und fünf Stopps) und den optischen Bildstabilisator Super Steadyshot, der eine gute Leistung bringt und dessen Feinjustierung über die Menüeinstellung erfolgt.

Der farbige Sucher im 16:9-Format und der LCD-Monitor haben einige spezielle Funktionen und Einschränkungen: Wenn das LCD aufgeklappt ist, schaltet sich der Sucher ab. Dies kann auch nicht umgangen werden. Genauso stehen zwei Zebramuster (einstellbar auf 70 bis 100 IRE) und eine nicht veränderbare Kantenanhebung (Peaking) zur Verfügung, die jedoch nur einzeln genutzt werden können. Dadurch werden diese beiden wichtigen Funktionen erheblich eingeschränkt. Da die Auflösung von Sucher und LCD-Monitor mit 250.000 Pixeln weniger als ein Viertel der Auflösung bei HD-Aufnahmen beträgt, steht eine Expanded-Focus-Funktion (Bildvergrößerung bei manuellem Fokus) zur Verfügung, mit der man das Zentrum des Bildes um das Vierfache vergrößern und die Fokussierung erleichtern kann. Leider arbeitet die Expanded-Focus-Funktion nicht, wenn die Kamera aufnimmt. Bei Aufnahmen im 4:3-DV-Modus erscheint das angepasste Bild im Sucher.

Mit der digitalen 14-Bit-Signalverarbeitung und den ausgereiften Menüs bietet die HDR-FX1 eine Reihe von Aufnahmeeinstellungen durch Variablen wie Farbtiefe, Farbphase, Schärfe, Hauttondetails und Weißabgleich. Die zwei zusätzlichen Menüoptionen Cinematone und Cineframe 24 und 30 schaffen eine filmähnliche Gamma- und Bewegungsqualität. Leider geht die pseudoprogressive Bewegung von Cineframe auf Kosten der halben vertikalen Auflösung. Dieser Kompromiss mag bei SD-Projekten Sinn machen, aber er ist keine Lösung bei Filmaufnahmen in HD-Qualität.

Bei den sechs Bildprofilen der HDR-FX1, die vom Benutzer individuell eingestellt werden können, handelt es sich im Wesentlichen um einen Klon der „Scene Files“ von Panasonic. Sie bieten eine sehr praktische Möglichkeit, verschiedene Einstellungen zu speichern und zwischen diesen umzuschalten. Zu den individuell einstellbaren Funktionen der HDR-FX1 gehören auch drei individuell belegbare Tasten und ein P-Menü. Dabei handelt es sich um eine Art Minimenü, in der der Nutzer die Funktionen speichern kann, auf die er am häufigsten zugreift.

Der Audiobereich ist definitiv der am schlechtesten entwickelte Aspekt der Kamera. So können die zwei Audiokanäle nicht unabhängig voneinander gesteuert werden. Außerdem gibt es keine integrierten XLR-Anschlüsse, keine Phantomspeisung und keine Möglichkeit, die Signale des integrierten Mikrofons an einen Kanal und die eines externen Mikrofons an einen anderen Kanal zu schicken. Sobald ein Mikrofon an die externe Minibuchse angeschlossen wird, kann man das interne Mikrofon vergessen.

Überraschenderweise kann der Minibuchsen-Eingang über eine Menüoption zwischen Mikrofon und Kabel umgeschaltet werden. Die HDR-FX1 hat außerdem keinen Steckplatz für einen Memory Stick und wird ohne jegliche Bearbeitungssoftware geliefert.

Die automatischen Funktionen der Sony HDR-FX1 – Fokus, Belichtungszeit, Weißabgleich und Audiosteuerung – arbeiten alle sehr genau und schnell, so gut wie automatische Funktionen eben arbeiten können. Für diejenigen, die einen Schritt weiter gehen wollen, bietet die Kamera die Möglichkeit, die Reaktionsgeschwindigkeit der automatischen Funktionen über das Menü einzustellen.

In Bezug auf Reaktionszeit entsprechen die manuellen Bedienelemente den Erwartungen. Die Kamera reagiert auf Eingaben unmittelbar und genau. Leider ist die Ergonomie der Bedienelemente zwar schon besser als bei den Vorgängermodellen von Sony, aber immer noch nicht so gut wie bei Konkurrenzmodellen. Zwar macht Sony mit der Einführung eines Kippschalters zur Auswahl des Weißabgleichs einen Schritt vorwärts, aber durch die Voreinstellung des Weißabgleichs über eine Menüfunktion gleichzeitig auch einen Schritt zurück.

Die manuelle Bedienung des Objektivs ist enttäuschend. So bieten die Servo-Fokus- und Zoomringe nur eine vage Simulation von mechanischer Verbindung zu den Objektivelementen. Die Informationen zur Brennweite, die im Sucher angezeigt werden, sind eine willkommene Hilfe bei der manuellen Fokussierung, aber der Fokusring ist viel zu empfindlich und macht Feineinstellungen bei der Fokussierung zu einer echten Herausforderung.

In Bezug auf den Zoom sind die Markierungen zur Brennweite auf dem Zoomring hilfreich. Auch der Zoomschalter ist bedienerfreundlich und ermöglicht weiche Zooms vom vollen Weitwinkel bis zum vollen Telewinkel in Zeiträumen von zwei Sekunden bis zu zwei Minuten.

Abgesehen von den mittelmäßigen Einstellungsringen, ist das Objektiv wirklich ein Glanzstück. Genau wie bei der Optik der DVX-Serie von Panasonic, verzichtet das scharfe und kontraststarke Zeiss-Objektiv zugunsten einer häufig genutzten praktischen Weitwinkelfunktion auf ein selten genutztes starkes Teleobjektiv. Der optische Bildstabilisator funktioniert gut und seine Empfindlichkeit kann über eine Menüeinstellung eingestellt werden.

Der Sucher und der LCD-Monitor gehören zu den besten bisher getesteten, auch wenn sie noch nicht ganz den neuen Herausforderungen der HD-Technologie entsprechen. Mit 250.000 Pixeln ist die Auflösung von Sucher und LCD-Monitor nicht einmal so hoch wie die bei SD, ganz zu schweigen von HD. Um dieser Schwäche entgegenzuwirken, hat Sony eine Peaking- und Expanded-Focus-Funktion integriert, die jedoch einen Sucher mit einer angemessenen Auflösung nicht ersetzen können. Der LCD-Monitor zeichnet sich durch seine extrem hohe Helligkeit dank Hybridtechnologie aus, die ein Ablesen auch bei vollem Tageslicht möglich macht.

Trotz der Einschränkungen durch das unprofessionelle Audiosystem der HDR-FX1, wirkt der Ton klar und frei von störendem Rauschen, unter dem frühere Sony-Camcorder häufig litten. Das eingebaute Mikrofon arbeitet zufrieden stellend. Außerdem ist es ausreichend gegen Kamerageräusche isoliert, aber nicht sehr gut ausgerichtet.

Die Info-Lithium-Akku-Technologie von Sony ist auch weiterhin die beste auf dem Markt. Die HDR-FX1 hält mehr als zwei Stunden mit dem sehr kleinen, im Lieferumfang enthaltenen Akku durch. Mit stärkeren Akkus soll eine Betriebszeit von einem ganzen Tag möglich sein. Besonders erwähnenswert ist, dass die Accupower-Funktion der Kamera die Restbetriebszeit auf die Minute genau anzeigt.

Da die Sony HDR-FX1 sowohl HDV- als auch DV-Aufnahmen aufzeichnen kann, muss die Bildqualität für jeden Modus einzeln bewertet werden. Beim Abspielen auf einem Breitbild-HD-Fernseher entspricht die Bildqualität der HDR-FX1 den Erwartungen. Die Detailgenauigkeit ist sichtbar höher als die jedes SD-Videos und die Farben sind gesättigt und scharf. Theoretisch müssten die stark komprimierten HDV-Bilder bei extremen Details und Bewegungen verzerrt erscheinen, während der Tests können aber keine wesentlichen Störungen festgestellt werden.

Wenn es einen Nachteil bei der Bildqualität der HDR-FX1 gibt, dann die, dass sie auf den Videobereich beschränkt ist. Da die Kamera nur über Interlaced Video und aufgrund ihrer kleinen Chips nur über eine durchschnittliche Feldtiefe verfügt, eignet sich die HDR-FX1 nicht für Dokumentarfilmer, die sich ein Kinofilmerlebnis wünschen. Filme, die mit dieser Kamera aufgenommen werden, sehen eher aus wie Seifenopern. Die Kamera bietet einen Pseudo-24p-Modus, aber der damit einhergehende Verlust bei der Auflösung ist ein großes Opfer für eine Kamera, die extra für HD-Aufnahmen konzipiert wurde.

Im Standard-DV-Modus ist die Bildqualität der HDR-FX1 vergleichbar mit dem Interlaced Video der Panasonic DVX100A und der Canon XL2. Allerdings fehlen der HDR-FX1 die fortschrittlichen Modi und Aufnahmeeinstellungen ihrer Konkurrenzmodelle.

Sowohl im HDV- als auch im DV-Modus ist die Belichtungsbreite der HDR-FX1 oder ihre Fähigkeit, einen Helligkeitsbereich zu verarbeiten, ohne Details zu verschlucken, nur durchschnittlich. Auch ihre Fähigkeiten bei schwachem Licht sind alles andere als spektakulär. Dies liegt wahrscheinlich hauptsächlich an der sehr kleinen Pixelzahl – je mehr Pixel ein Chip hat, desto kleiner sind die einzelnen Pixel und je kleiner die Pixel sind, desto lichtunempfindlicher sind sie.

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