Bessere Digitalfotos

Nahaufnahmen üben auf den ambitionierten Fotoliebhaber eine große Faszination aus. Die meisten Digitalkameras verfügen über einen Makromodus, mit dem man sehr nahe an ein Motiv herangehen kann. Manchmal heißt dieser Modus einfach „Nahaufnahme“ und ist dann mit einem Blumensymbol auf der Kamera gekennzeichnet. Je nach Kamera definiert sich „nah“ irgendwo zwischen 15 und 45 Zentimeter.

Im Folgenden werden einige Möglichkeiten vorgestellt, solche verblüffende Aufnahmen zu erzielen.

  • Die erste Möglichkeit besteht darin, ein Makroobjektiv zu erwerben. Leider sind diese Objektive häufig recht teuer.
  • Eine zweite Möglichkeit für digitale Spiegelreflexkameras bieten Verlängerungstuben. Ein Verlängerungstubus ist eine lichtdichte Röhre, die den Abstand zwischen Kameragehäuse und Objektiv verlängert und dadurch den Vergrößerungsfaktor erhöht – je größer der Abstand, desto mehr Vergrößerung.
  • Die dritte und preisgünstigste Möglichkeit ist der Kauf einer Vorsatzlinse, die wie ein Filter auf das Objektiv gesteckt wird. Einige Kameras sind mit Adaptern für solche Hilfslinsen ausgestattet. Für diejenigen Kameras, die nicht über eine solche Einrichtung verfügen, haben Hersteller wie zum Beispiel Raynox pfiffige Hilfskonstruktionen entwickelt, mit denen fast jede Digitalkamera Filter und Vorsatzlinsen verwenden kann. Der Vorteil liegt darin, dass man nicht gleich ein neues Objektiv kaufen muss und man den Vorsatzfilter an jeder Kamera (auch an Spiegelreflexkameras!) verwenden kann.

Nahaufnahme


Hierzu ein paar Anmerkungen:

  • Ein Motiv aus cirka 2,5 Zentimeter Abstand zu fotografieren ist knifflig, da das Objektiv in diesem Bereich nur eine geringe Tiefenschärfe ermöglicht. Wenn man den Tiefenschärfebereich verlässt, wird das Motiv schnell unscharf. Um wirklich gute Aufnahmen zu erzielen, muss man die Kamera also auf ein Stativ stellen.

  • Einen guten Ort für das Motiv finden. Das Motiv kann auf einen Tisch mit weißem Hintergrund aus Stoff oder Papier gestellt werden. Im Idealfall steht die Kamera dem Motiv genau gegenüber. Man nimmt sich also einen Stuhl und setzt sich vor die Kamera.

  • Ein Vorteil bei der Aufnahme mit einem Stativ liegt darin, dass man mit langen Belichtungszeiten arbeiten kann, ohne sich Sorgen über ein Verwackeln machen zu müssen. Um ganz sicher zu gehen, kann man einen Drahtauslöser, oder, falls die Kamera eine solche Möglichkeit aufweist, den eingebauten Selbstauslöser der Kamera verwenden – denn selbst die Erschütterung durch den Druck auf den Auslöser kann bei solchen Makro-Aufnahmen zu einem verwackelten Bild führen.

  • Bevor man ein Bild aufnimmt, sollte man einen Weißabgleich durchführen und die Kamera entsprechend einstellen. Das erspart später viel Zeit, wenn man in Photoshop die Farbbalance justiert. Bei den meisten Digitalkameras wählt man die Weißabgleichsfunktion an der Kamera und drückt den Auslöser halb herunter. Die Kamera misst dann die Lichtverhältnisse im Bild und passt den Weißabgleich der jeweiligen Beleuchtungssituation an. Wenn man den Weißabgleich nicht manuell einstellen kann, bieten die meisten Kameras eine Reihe von Voreinstellungen: Glühlampe, Neonbeleuchtung Tageslicht etc. Man sollte die entsprechenden Einstellungen verwenden, um die bestmögliche Farbbalance zu erreichen.

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