Das schlichte, coole Design dieses Players überzeugt, sodass man ihn im Wohnzimmer auch nicht zu verstecken braucht. Das Gehäuse ist silber- und graphitfarben, wobei ein paar blaue Lämpchen die Vorderseite verzieren. Das Gerät wirkt attraktiv, ohne zu aufdringlich zu sein, selbst wenn die Vorderseite mit den vielen Aufklebern und Logos etwas zugepflastert wirkt. Es ist nicht zu sperrig oder schwer und bleibt im Betrieb unheimlich leise, selbst wenn man auf die Festplatte oder eine DVD zugreift.

Die Anschlussmöglichkeiten sind angemessen, mehr aber auch nicht. Zuerst die gute Nachricht: Die Component-Ausgänge sind vollständig zu PAL Progressive-Scan kompatibel, worüber sich Besitzer eines Flachbildschirms freuen werden. Der Rest ist Standard: Antennenein- und ausgang plus S-Video- bewiehungsweise RGB-Scartausgänge zum Anschluss an den Fernseher. Wenn man sich für den Component- oder S-Video-Ausgang entscheidet, kann man den zweiten Scartanschluss ebenfalls als Eingang nutzen, wobei sich der Sinn dieser Maßnahme nicht gleich erschließt. Vielleicht kann man seine Xbox anschließen und einen besonders tollen Sprung mit einem Warthog in Halo 2 aufnehmen, aber zumindest ist diese Option gegeben. Was Audio betrifft, kann man entweder per Koaxial- oder optischem Kabel ein digitales Signal an einen Receiver schicken, und der Player unterstützt Dolby Digital sowie DTS.

Doch nun zu den schlechten Nachrichten. Die AV-Eingänge an der Vorderseite (einschließlich Firewire) sind zwar ideal zum Anschluss eines Camcorders, ohne dass man an der Rückseite herumfummeln muss. Aber der Haupt-AV-Eingang ist nicht RGB-Video-kompatibel. Das bedeutet, dass man bei Aufnahmen von Sky oder Freeview auf eine brillante RGB-Wiedergabe verzichten muss, was bei einem Rekorder für 799 Euro Preisempfehlung eigentlich nicht der Fall sein sollte – mehr dazu weiter unten.

Da dies ein Spitzenrekorder ist, gehört auch ein Infrarotsender zum Lieferumfang, was es dem DR-MH50 ermöglicht, direkt den Satellitenempfänger zu steuern. Das funktioniert so, dass man das eine Ende des Senders hinten am Rekorder anschließt, während das andere Ende auf den Infrarotempfänger des Satellitenempfängers zeigt. So kann der JVC, wenn man in den Urlaub fährt oder Aufnahmen von mehreren Kanälen vorprogrammiert, die Kanäle wechseln, indem er dem Satellitenempfänger ein entsprechendes Signal sendet. Man muss nur über einen einfachen Code angeben, um welche Marke es sich handelt.

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