Klein, aber oho: Die besten Handheld-Games im Überblick

Strategie meets Rollenspiel: „Fire Emblem“ bietet tolle Rundengeplänkel, garniert von einer spannenden Geschichte.
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Fire Emblem: The Sacred Stones (Nintendo, GBA, 40 Euro)

Strategen dürften Feuer und Flamme sein: Nintendos Hosentaschen-Geplänkel wirkt, als wäre der Hit „Advance Wars“ in einem Topf voll Fantasy-Farbe gefallen. GBA-Veteranen wissen, was sie erwartet: rundenbasierte Schlachten, taktisches Vorgehen und ein Schwierigkeitsgrad, der sich gewaschen hat. Dabei ist das Grundprinzip grandios simpel. Der Spieler dirigiert in der Rolle eines namenlosen Strategen die Königskinder Eirika und Epharim mitsamt ihrer Gefolgschaft durch 20 Kapitel einer tragischen Geschichte. Während die ersten Missionen in bester Tutorial-Manier mit der Steuerung, den Stärken und Schwächen bestimmter Einheiten sowie dem dominierenden Stein-Schere-Papier-Prinzip vertraut machen, will im eigentlichen Abenteuer jeder Zug genau ausgetüftelt werden. Denn lässt einer der Blaublüterder auf den hübsch gestalteten 2-D-Schlachtfeldern des Königreiches Renais sein virtuelles Leben, heißt’s „Game Over“. Segnet dagegen einer der über 30 anderen Charaktere (Magier, Ritter, Axtkämpfer, Schützen) das Zeitliche, werden seine Dienste bis zum Ende des Abenteuers schmerzlich vermisst. Dennoch ist „The Sacred Stones“ im Vergleich zu seinem herausragenden Vorgänger leichter ausgefallen. Schwächliche Charaktere lassen sich in einer Arena auf der Oberwelt trainieren und Rollenspiel-typisch zu Spezialisten heranziehen. Unliebsame Überraschungen wie plötzlich auftretende Feindverstärkung wurden auf ein erträgliches Maß reduziert, und überhaupt ist die Spielzeit mit rund 20 Stunden deutlich kürzer ausgefallen – trotz der teils ausufernden Dialoge, die die Geschichte vorantreiben. Apropos: An einem bestimmten Punkt trennen sich die Wege von Eirika und Epharim. Um beide Handlungsstränge zu sehen, muss „Fire Emblem“ von dort an ein zweites Mal durchgezockt werden, was noch einmal fünf bis acht Stunden in Anspruch nehmen dürfte. Wer dann noch nicht genug hat, stürzt sich mit einem Kumpel in den Multiplayer-Modus. Wohl dem, der einen GBA SP, ein Netzkabel und viel Zeit besitzt. Am Rande: Mit „Path of Radiance“ veröffentlicht Nintendo dieser Tage auch einen „Fire Emblem“-Ableger für den GameCube.


„Meteos“ ist ein bonbonbunter „Tetris“-Klon, der zuweilen etwas hektisch ist.
Bild von: Nintendo

Meteos (Nintendo, NDS, 40 Euro)

Vorsicht, interstellarer Steinschlag! Nachdem es den Planeten Meteos in seine Einzelteile zerlegt hat und diese nun unkontrolliert durchs All sausen, droht anderen Welten der Totalschaden. Um dies zu verhindern, haben die Entwickler von Q? Entertainment („Lumines“) dem Spiel eine mächtige Waffe in die Hand gegeben: den Stylus des DS. Mit dem Stiftchen sollen herabsausende Gesteinsblöcke so sortiert werden, dass sie eine gleichfarbige Dreierreihe bilden. Dann werden die Brocken wieder ins All zurück katapultiert. Klingt eigentlich easy, ist es aber nicht: Einerseits lassen sich die Trümmer sich nur vertikal verschieben. Andererseits holen sie Schwerkraft und nachfallende Steine wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Dennoch ist die Lernkurve enorm: Das anfangs ebenso panische wie planlose Rubbeln des Touchscreens weicht schnell echter Logik. Wer clever kombiniert, kann den halben Bildschirm gen Himmel schicken und in herabsinkenden Stapeln neue Boosts zünden. Für Langzeitmotivation sorgen unterschiedliche Gravitationsverhältnisse, Grafik-Sets, freischaltbare Planeten, diverse Spielmodi und Multiplayer-Duelle, an denen bis zu vier „Meteos“-Zocker teilnehmen können. Ein würdiger, wenngleich hektischer „Tetris“-Nachfolger.


Für Sammelwütige und Monsterfans: die „Smaragd“-Edition von „Pokémon“.
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Pokémon Smaragd (Nintendo, GBA, 40 Euro)

Wenn Namen wie Pikachu, Enton oder Vulpix fallen, leuchten Kinderaugen. Ganz klar: die ersten Symptome vom „Pokémon“-Fieber, das seit über einem Jahrzehnt grassiert. Nun droht abermals eine Epidemie auszubrechen: Nachdem sich die beiden GBA-Editionen „Rubin“ und „Saphir“ im Vorjahr alleine in Europa mehrere Millionen Mal verkauft haben, veröffentlicht Nintendo nun ein weiteres Abenteuer mit den niedlichen Taschenmonstern. Bis auf die Verpackung des Games, die diesmal in „Smaragd“-Grün leuchtet, hat sich allerdings nicht viel getan. Abermals schlüpft der Spieler in die Haut eines jungen Pokémon-Trainers, der nicht nur der beste seiner Zunft werden will, sondern sich auch noch mit den Anhängern der fiesen Teams Magma und Aqua herumschlagen darf. Neu: In der „Smaragd“-Edition sind nun auch Kämpfe gegen zwei gegnerische Trainer gleichzeitig möglich. Zudem können dank Wireless-Adapter-Support fleißig Kreaturen getauscht werden. Und wer sich bei seinen Streifzügen durch die riesige Rollenspielwelt Hoenn und bei Duellen in den Arenen der Städte besonders geschickt anstellt, darf mit Groudon, Kyogre und Rayquaza ein paar besonders mächtige Monster freischalten, die bislang nur wenige Pokémaniacs zu Gesicht bekommen haben. Für Sammler ist das Game ein Muss, für GameCube-Besitzer, die auf den Release von „Pokémon XD: Der dunkle Sturm“ warten, auch. Die beiden Titel sind zueinander kompatibel.

Eine Verschnaufpause gönnen die Hersteller dem Kunden nicht: Mit „Pursuit Force“ (Sony, PSP), „Grand Theft Auto: Liberty City Stories“ (Take2, PSP) und „Mario Kart DS“ (Nintendo, NDS) stehen bereits die nächsten Handheld-Kracher in den Startlöchern.

Weitere Infos unter:
Homepage Nintendo
Homepage EA
Homepage Konami


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