Auf dem Test-XPS ist die aktuelle Version von Windows XP Professional (32 Bit) vorinstalliert, die also den 64-Bit-Prozessor nicht nutzt. In diesem Fall nutzte sie erst einmal überhaupt nichts – Windows fuhr zunächst nicht hoch und musste neu installiert werden. Man sollte Dell zugute halten, dass es sehr einfach ist, Windows neu zu installieren, und dass die Systemsoftware und die Treiber auf klar gekennzeichneten CDs beigelegt sind. Nach der Neuinstallation gab es mit dem Rechner keinerlei Probleme mehr; man darf also annehmen, dass es sich zunächst um ein Problem der ursprünglichen Windows-Installation gehandelt hat.

Im Testgerät befindet sich ein auf 3,20 GHz getakteter Intel Extreme Edition 840 mit 800-MHz-Frontside-Bus und 2 MByte Cache. Mit anderen Worten: ein heißer Ofen.

Mit der Grafik-Konfiguration des XPS 600 kann man sich ziemlich groß tun. Zwei Nvidia-Geforce-7800GTX-Karten werden mit allem fertig, was aktuelle Spiele ihnen abverlangen. Die Karte ist hervorragend gewählt – die GTX hat acht Vertex-Einheiten und unterstützt die Decodierung von DVD- und HDTV-Signalen bis zu einer Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln. Die Begriffe mögen verwirrend klingen, aber einfach ausgedrückt heißt dies, dass die Chips auf diesen Nvidia-Karten Spiele und Videos schnell wiedergeben. Sehr schnell.

Wenn man den Gipfel fast erreicht hat, warum nicht ganz nach oben gehen? Das hat man sich wahrscheinlich auch bei Dell gedacht, als man die Festplatte des Testgeräts installierte. Sie hat ein Terabyte (1 TByte oder 1000 GByte). Physisch verfügt der Rechner über zwei Laufwerke mit je 500 GByte, diese sind jedoch in einer RAID-0-Stripe-Konfiguration geschaltet, was eine logische Festplatte von 1 TByte ergibt. Diese Konstellation verbessert die Ansprechzeit der Laufwerke erheblich. Anstatt, dass ein Laufwerkmechanismus suchen und schreiben muss, arbeiten bei einem RAID-0-System zwei Laufwerke zusammen. Alternativ können paranoide Nutzer die beiden 500-GByte-Laufwerke auch in einer Spiegelkonfiguration (RAID 1) schalten, sodass die Daten des einen Laufwerks automatisch auf dem zweiten gespiegelt werden. Allerdings reduziert sich der effektiv nutzbare Festplattenspeicher bei diesem Ansatz auf 500 GByte.

Die Grafikkarte auf dem Test-XPS bietet nur DVI-Anschlüsse. Wer einen Monitor sucht, den er an den Rechner anschließen kann (den gibt es für 4699 Euro nicht dazu), sollte ein DVI-Modell nehmen. Das scharfe Bild und die klaren Farben der neuen Digitalbildschirme sind nicht zu schlagen. Wer mit einem alten VGA-Monitor vorlieb nehmen muss, kann in den meisten Elektronik-Geschäften einen DVI-auf-VGA-Adapter kaufen; das ist ein kleiner, relativ preiswerter Kabeladapter.

Wie bei den meisten modernen Tower-PCs können Festplatten, Hauptplatinen und PCI-Karten durch Öffnen des Gehäuses des XPS ausgewechselt werden. Zumindest im Moment dürfte es aber schwierig sein, ein Upgrade für den XPS 600 zu finden – ganz einfach deshalb, weil die verbauten Komponenten die schnellsten derzeit erhältlichen sind. Wer diesen Rechner schneller machen will, könnte Übertakten und zusätzliche Kühlung erwägen, aber die mit dergleichen einhergehenden Komplikationen und Kosten lassen dies nicht wirklich sinnvoll erscheinen. Der XPS ist bereits so schnell, dass selbst die anspruchsvolleren aktuellen Spiele ihm keinerlei Schwierigkeiten machen können.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Monströser Spiele-PC: Dell Dimension XPS 600 Extreme

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *