Die Anordnung der Bedienelemente auf der 128 mal 93 mal 129 mm großen und 645 Gramm schweren Fujifilm Finepix S9500 ist der Aspekt, in dem sie einer Spiegelreflexkamera am nächsten ist, was bedeutet, dass sie mit Bedienelementen für zahllose Optionen übersät ist. Es befinden sich aber nicht alle häufig verwendeten Einstellungen darunter. So haben viele Kameras zum Beispiel eigene Tasten für den Weißabgleich, die Lichtempfindlichkeit, den Selbstauslöser und die Auflösung – um diese Einstellungen bei der S9500 vorzunehmen, muss man über das Menü gehen. Durch das Aufteilen der Einstellungen auf die Tasten Menu und Function werden einige Handgriffe eingespart, aber wenn man einfach nur ein paar Bilder im Rohdatenformat aufnehmen möchte, muss man mindestens zwölf Mal auf Tasten drücken.

Andere Funktionen der Fujifilm FinePix S9500 sind benutzerfreundlicher angelegt. Oben befindet sich ein Auswahlrad mit den bei Fotoamateuren beliebten Optionen Manuell, Zeitautomatik, Blendenautomatik und Programmautomatik sowie Film und Automatik plus fünf Szenenmodi, darunter Motivschärfe, Umgebungslicht, Porträt, Landschaft und Nachtaufnahme. Die Oberseite des Gehäuses wird von festen Tasten für Belichtungsausgleich, Blitz- und Serienbildfunktion bedeckt, die in Verbindung mit einem Bildschirmmenü und einem Auswahlrad verwendet werden, das sich gleich hinter den Tasten befindet.

Der Auslöser befindet sich auf dem gut zu fassenden Handgriff, um ihn herum liegt ein ringförmiger An-/Aus-/Aufnahme-/Wiedergabe-Schalter. Der Buckel, in dem sich bei einer Spiegelreflexkamera normalerweise das Pentaprisma befindet, beherbergt ein ausklappbares, elektronisches Blitzgerät und einen Anschlussschuh für ein externes Blitzgerät. Ein zweiter Blitzanschluss findet sich in Form eines handelsüblichen PC-Anschlusses (kurz für die Verschlussform Prontor-Compur, nicht für Personal Computer) an der Frontseite der S9500. Ebenfalls auf der Vorderseite befinden sich ein externer Autofokus-Sensor und eine strahlend grüne Autofokus-Hilfslampe.

Auf der linken Seite befinden sich die USB-, A/V- und Stromversorgungsanschlüsse, ein Auswahlrad, mit dem man zwischen einmaligem AF, kontinuierlichem AF und manueller Fokussierung wählt (mit einem Knopf zum Übergehen des Autofokus) und eine Taste zum Aktivieren des Makro- und Super-Makro-Modus. Eine Informationstaste ruft ein Histogramm und Informationen über die aktuellen Einstellungen auf, darunter jene für Weißabgleich, Kontrast und Blitzausgleich. Mit einer Disp-Taste auf der Rückseite der Kamera kann man weitere Statusinformationen, wie die Verschlussgeschwindigkeit, Blendeneinstellung, Lichtempfindlichkeit, ein Gitter für die Drittel-Regel (Bildaufbau) sowie weitere Daten aufrufen. Wer gern stets über die verwendete Compactflash- oder XD-Speicherkarte und andere Details im Bilde ist, wird diese Informationen schätzen. Im Test wurden diese Anzeigen eher als störend empfunden und blieben meist abgeschaltet.

Das mit zwei Scharnieren versehene 46-mm-LCD mit einer Auflösung von 118.000 Pixeln lässt sich zum Fotografieren aus der Hüfte oder über Kopf ausklappen. Im Test wurde jedoch der mit einer Dioptrienanpassung versehene elektronische Sucher vorgezogen, der über eine glatter anmutende Auflösung von 235.000 Pixeln verfügt. Beide LCDs zeigen annähernd 100 Prozent des Bildausschnitts. Rechts von den Function– und Disp-Tasten befindet sich ein Vier-Wege-Schalter mit integrierter Menü-/Bestätigungstaste. Mit Druck auf den Aufwärts- oder Abwärts-Pfeil aktiviert beziehungsweise deaktiviert man den zweifachen Digitalzoom. Mit einem anderen Auswahlrad schaltet man zwischen 256 Messfeldern, mittenbetonter Integralmessung und Spotmessung um. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören eine Belichtungszeit-Arretierung, ein Umschalter für LCD und EVF und eine praktische Taste, mit der man den mittleren Bereich des Bildes vergrößern kann, um das Scharfstellen zu erleichtern.

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