Automatisch ordentliche Bilder: Kodak Easyshare Z700

von David D. Busch am , 18:36 Uhr

Pro
  • 5-fach-Zoom
  • flexible Belichtungssteuerung
  • solide Bildqualität
Con
  • LCD-Ausfall zwischen den Aufnahmen
  • Ghosting-Effekte am LCD
  • übermäßiges Bildrauschen
Hersteller: Kodak Listenpreis: 269 Euro
ZDNet TESTURTEIL: BEFRIEDIGEND 5,8 von 10 Punkte
Fazit:

Die Kodak Easyshare Z700 ist eine günstige 4-Megapixel-Kamera , die sich vor allem für Neueinsteiger gut eignet. Postitiv sind das fünffache Zoomobjektiv und die große Anzahl an automatischen Funktionen.

Bei der Kodak Easyshare Z700 handelt es sich um eine günstige Einsteigerkamera mit vier Megapixeln. Vor allem die große Anzahl an automatischen Funktionen, aber auch das fünffache Zoomobjektiv und die Blenden- und Verschlussprioritätsmodi zeichnen dieses Gerät aus.

Für Neulinge im Bereich der Digitalfotografie bietet die Z700 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit willkommenen Feinheiten wie beispielsweise der Dioptrienkorrektur für den Sucher, Kodaks „One Touch“-Funktionen zum Versenden und Ausdrucken der Bilder und einem Serienaufnahme-Modus, der fünf in Serie gemachte Aufnahmen speichert, bevor man den Finger vom Auslöser nimmt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis scheint sogar noch überzeugender, wenn man sich die Kodak Easyshare Druckerstation Serie 3 ansieht: Ein praktischer Begleiter für diese Kamera, der den Akku auflädt und das Ansehen, Ausdrucken und Versenden von Fotos ermöglicht. Allerdings ist der interne Speicher der Z700 auf 16 MByte beschränkt, weswegen man zusätzlich noch eine SD/MMC-Karte auf die Einkaufsliste setzen sollte.

Die etwas dürftig ausgefallenen Sucheroptionen der Kodak Easyshare Z700 sind nicht besonders beeindruckend. Bei einem Sucher handelt es sich um einen optischen Sucher mit geringer Vergrößerung, der lediglich 80 Prozent des Bildes zeigt. Der andere ist ein grobkörniges, 41- Millimeter-LCD-Display (1,6 Zoll) mit 72.000 Pixeln, das zwischen den Aufnahmen ausfällt und bei Bewegungen der Kamera oder des Objekts gewaltige Ghosting-Effekte anzeigt. Diese sucherbezogenen Probleme werden noch verschärft durch das zu helle Licht der LED-Anzeige neben dem optischen Sucher.

Abgesehen von dem störenden LED-Licht gefällt die Ergonomie der Z700. So ist es möglich, ihren stämmigen, 280 Gramm schweren Körper mit einer Hand zu halten und dann, mit dem Zeigefinger auf dem Auslöser und dem Daumen am Zoom-Einsteller, nach Herzenslust zu fotografieren. Auf der Oberseite der Digicam befinden sich separate Knöpfe für die Blitzoptionen sowie für den Selbstauslöser und den Serienaufnahme-Modus.

Auf dem geriffelten Modus-Einstellrad finden sich Positionen zur direkten Einstellung der Programm-, Blenden- und Verschlussprioritätsmodi sowie der Nahaufnahme-, Landschaft- und Videooptionen. Auch eine Einstellung zur Betrachtung von Bildern, die zuvor als Favoriten gekennzeichnet wurden, ist vorhanden. Dreht man das Rad auf die Einstellung „SCN“, lassen sich weitere 13 Motivmodi aussuchen: Strand, Blumen, Feuerwerk, Schnee, Hintergrundlicht, Nachtporträt, Nachtlandschaft, Museum, Text, Selbstporträt, Kinder, Party und Porträt.

Auf der Rückseite sind Tasten für Anzeige- und Fotoinformationsoptionen zu finden, sowie ein Vier-Wege-Cursorpad mit einer mittig gelegenen „OK“-Taste, „Delete“-, „Menu“- und „Review“-Tasten sowie eine rote „Share“-Taste, mit der Kodaks flexibles Menü zur Übertragung, zum Drucken, E-Mailen und für den Zugriff auf Favoriten aufgerufen werden kann.

Der fünffache Zoom reicht von 35 Millimeter bis hin zu 175 Millimeter, einem für Sport- und Naturaufnahmen sehr günstigen Format, und kann auf bis zu 50 Millimeter im Nahaufnahmemodus fokussieren. Im PAS-Modus bietet die Belichtungsautomatik die Optionen „Mehrfeld“, „Mittenbetont“ und „Spot“ zur Auswahl.

Die Verschlusszeiten betragen 1/8 bis 1/400 Sekunden im automatischen Modus beziehungsweise 8 bis 1/1.000 Sekunden im Verschlussprioritätsmodus. Die Kamera stellt den ISO-Wert zwar automatisch auf 80 bis 160 ein, doch kann man die Empfindlichkeit auch manuell auf bis zu ISO 400 anpassen. Bei einem ISO-Wert von 140 soll die Reichweite des Blitzes bis zu vier Meter betragen; die Tests deuten allerdings darauf hin, dass diese Angabe etwas ehrgeizig ist.

Leistung

Die offiziellen Leistungstests der Kodak Easyshare Z700 stellen sich in mancher Beziehung als frustrierend heraus. So ist die Kamera endlich 4,18 Sekunden nach dem Einschalten einsatzbereit, können Bilder alle 1,65 Sekunden (beziehungsweise alle 2,35 Sekunden mit Blitz) gemacht werden. Allerdings schaltet sich zwischen den Aufnahmen immer wieder das Display ein, was zu weiteren Verzögerungen führt. Diese Ausfälle treten auch im Serienbildmodus auf.

Der unbeeindruckende und nicht durch eine Lampe unterstützte Autofokus schafft Verschlussverzögerungszeiten von 0,9 Sekunden bei kontrastreicher Beleuchtung beziehungsweise 1,4 Sekunden bei kontrastarmem Licht.

Für eine Kamera ihrer Klasse bietet die Z700 eine gute Bildqualität. Die Fotos sind sowohl in den Highlights als auch in den Schattenbereichen gestochen scharf und sehr detailreich, doch neigen sie dazu, unterbelichtet zu sein. Farbfehler, hauptsächlich lilafarbene Farbsäume (das so genannte „Purple Fringing“), sind besonders bei großen Telebrennweiten sichtbar. Die Farben tendieren dazu, gedämpft und nicht ganz gesättigt zu sein.

Die Funktion der Kamera zur Verminderung des Rote-Augen-Effekts ist nur mäßig effektiv: In vielen Porträts sind matt glühende rote Augen zu erkennen. Mehrfarbige Bildflecken sind bei allen Empfindlichkeitseinstellungen ein Problem – sie sind bei ISO 80 erkennbar und bei ISO 400 ziemlich ausgeprägt.

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