Solides Arbeitsgerät: HP Ipaq hx2790

von Brian Nadel am , 00:00 Uhr

Pro
  • Windows Mobile 5
  • Wi-Fi und Bluetooth
  • Fingerabdruckleser
Con
  • klobig und schwer
  • Bildschirm hat relativ niedrige Auflösung
  • ist recht teuer
Hersteller: Hewlett Packard Listenpreis: 549 Euro
ZDNet TESTURTEIL: GUT 7,3 von 10 Punkte
Fazit:

Der HP Ipaq hx2790 ist ein PDA für diejenigen, die bei einem Handheld besonderen Wert auf Sicherheitsausstattung und die Erfahrung eines traditionellen Computerherstellers legen und obendrein bereit sind, dafür etwas mehr zu zahlen.

Der HP Ipaq hx2790 ist ein PDA für diejenigen, die bei einem Handheld besonderen Wert auf Sicherheitsausstattung und die Erfahrung eines traditionellen Computerherstellers legen und obendrein bereit sind, dafür etwas mehr zu zahlen.

Während sich die Grenzen zwischen PDAs und Handys immer weiter verwischen, zeichnet sich der HP Ipaq hx2790 dadurch aus, dass er auf dieses technische Experiment verzichtet. Er konzentriert sich auf das Wesentliche und bietet damit insgesamt eine recht gute Mischung, die neben den Business-Funktionen gerade ausreichend genug Unterhaltungsprogramm enthält, um auch Geschäftsleute zufrieden zu stellen.

Darüber hinaus bietet die Funktionspalette von Windows Mobile 5 noch weitere Werkzeuge, um Geschäfte von unterwegs abzuschließen. Andererseits fehlt diesem PDA der hochauflösende Bildschirm ähnlicher Produkte, wie etwa beim Dell Axim X51v oder Palm TX, sodass Bilder und Videos nicht angemessen dargestellt werden. Der hx2790 ist mit einem Gewicht von 164 Gramm relativ schwer und klobig. Bei mit einem Preis von 549 Euro gehört er zu den teueren PDAs auf dem Markt.

Hat jedoch Sicherheit die höchste Priorität, dann ist der Ipaq hx2790 dank seines biometrischen Fingerabdrucklesers unschlagbar. Ebenfalls erwähnenswert: Für Besitzer älterer Geräte aus der hx2000-Serie bietet HP im Frühjahr 2006 für etwa 39,99 Dollar zuzüglich Versand- und Bearbeitungskosten ein Upgrade auf Windows Mobile 5 an. Der Preis ist von Land zu Land unterschiedlich und hängt sowohl vom Wechselkurs als auch von der Höhe der Versand- und Bearbeitungskosten ab.

Der HP Ipaq hx2790 setzt da an, wo der hx2750 aufgehört hat, neue Designfeatures wurden nicht entwickelt. Mit seinem stabilen Rahmen und Gehäuse und den abgerundeten Ecken kann er raue Behandlung verkraften, und die gummierten Seitenflächen bieten extra guten Griff. Mit Abmessungen von 7,7 mal 11,9 mal 1,6 Zentimetern und einen Gewicht von 164 Gramm liegt das grau-silberne Gerät gut in der Hand, ist aber ein bisschen länger und schwerer als ähnliche Geräte aus der Axim-X51-Serie von Dell. Die getönte Plastikschutzhülle des Ipaq erhöht zwar das Gewicht um weitere 15 Gramm, ist aber sehr praktisch. Wenn man sie nach hinten klappt, kann die Schutzhülle als Stütze das Gerät aufrecht halten.

Der Bildschirm des HP Ipaq hx2790 misst 3,5 Zoll und kann 65.536 Farben darstellen. Aber die QVGA-Auflösung (240 mal 320 Pixel) kann nicht mit den neueren VGA-Modellen (480 mal 640) konkurrieren – wie Dells Axim X51v -, die mehr als viermal so viele Pixel darstellen. Dennoch wirkt der Bildschirm hell und gesättigt genug für die meisten Ansprüche.

Für Eilige bietet der PDA direkt unter dem Bildschirm vier Direktaufruftasten. Mit einem Fingerabdruckleser zum Daten- und Systemzugriffschutz soll den Benutzern genüge getan werden, die besonderen Wert auf die Sicherheit ihrer Daten legen. Beim Test der Sicherheitsfunktionen hat das Fingerprintsystem zwar nie dem falschen Finger Zugriff gewährt, aber dem richtigen des Öfteren Schwierigkeiten bereitet und den Zugriff nur widerstrebend erlaubt.

In Sachen Flash-Speicher ist man mit diesem PDA sehr gut gerüstet. Erweiterungssteckplätze sowohl für Secure-Digital- als auch Compactflash-Karten (an der Oberseite des Geräts), welche sogar die etwas dickeren Compactflash-Festplatten aufnehmen, runden das Angebot ab. Eine Standardbuchse für Kopfhörer befindet sich neben den Steckplätzen, sodass man mit diesem PDA auch unterwegs Musik hören kann. Schließlich gibt es auf der linken Seite noch einen Schalter für die Diktiergerätfunktion. Neben der bereits erwähnten klappbaren Plastikabdeckung wird der HP hx2790 mit einem Netzteil und einer Docking-Station ausgeliefert.

Ipaq hx2790
Man kann PDA und PC über die Docking-Station synchronisieren, aber dazu muss erst die aktuelle Version von ActiveSync 4.1 geladen werden.

Betrieben wird der Ipaq hx2790 mit einem schnellen Intel Xscale-Prozessor (624 MHz) und 256 MByte Arbeitsspeicher, davon 192 MByte ROM und 64 MByte SDRAM. Das Gerät verfügt über 144 MByte im permanenten Ipaq-Benutzerspeicher. Dies ist weder bahnbrechend noch neu im Vergleich zum Ipaq hx2750, aber auch kein Nachteil. Diese Komponenten sind für die anfallenden Arbeiten durchaus ausreichend.

Die bedeutendste Verbesserung liegt in der Integration von Microsoft [1] Windows Mobile 5, einer Weiterentwicklung von Windows Mobile 2003 Second Edition, die im Modell hx2750 eingesetzt wurde. Zusätzlich zu den Verbesserungen der mobilen Versionen von Word, Excel, Internet Explorer und Outlook verfügt das Gerät über einen praktischen Powerpoint-Viewer. Damit kann der PDA in ein Präsentationsgerät für Einzelgespräche verwandelt werden. Man muss nur die Bildschirmausrichtung auf Querformat umstellen. Darüber hinaus zeigt das Programm Image Zone nicht nur Bilder an, sondern verfügt auch über Funktionen für Balkendiagramme und eine Diapräsentation.

Wie viele andere PDAs wird der hx2790 sowohl mit Wi-Fi (nur 802.11b) als auch mit Bluetooth ausgeliefert und sichert damit maximale Datenflexibilität. Die Trennung der Einrichtungsfenster in die Abschnitte Manager und Einstellungen wirkt ein wenig verwirrend. Die Software findet an jedem Hotspot einen Zugang, sei es zu Hause, im Büro oder im Cafe um die Ecke. Die Software zum Anschluss eines Bluetooth-Telefons ist sehr gut und leicht zu bedienen.

Datensynchronisation mit einem Host-PC funktioniert gut über die mitgelieferte Docking-Station, doch der Host erkennt den hx2790 nicht, wenn er über einen USB-Hub angeschlossen ist. Windows Mobile 5 enthält eine aktualisierte Version von Activesync 4, die einfachere und schnellere Synchronisierung mit dem PC verspricht, doch es wurden vielfach Anschlussprobleme mit Version 4 berichtet. Mittlerweile hat Microsoft Activesync 4.1 herausgebracht, das dieses Problem behebt. Diese Version kann von der Microsoft-Website heruntergeladen werden.

Ipaq hx2790
Der HP Ipaq hx2790 enthält einen austauschbaren Akku, so dass im Notfall mit einem Ersatzakku weitergearbeitet werden kann.

Akkudauer und Leistung sind solide. Im Test wurde ein Videoclip in einer Endlosschleife abgespielt. Dabei waren alle Funkverbindungen deaktiviert und die Hintergrundbeleuchtung auf mittleres Niveau eingestellt. Der Lithium-Ionen-Akku (1440 mAh) des Ipaq hx2790 hielt dabei 5 Stunden und 22 Minuten im Dauerbetrieb, etwa eine Stunde länger als der hx2750 und der Dell Axim X51v und nur 5 Minuten weniger lang als sein naher Verwandter, der Ipaq hx4700. Das sollte ausreichen für einen kompletten Arbeitstag, an dem das Gerät nicht permanent im Einsatz ist. Mit einem Akkusatz mit doppelter Kapazität kann bei einer Übernachtung das Netzteil zu Hause bleiben, doch erhöht dies das bereits beträchtliche Gewicht des hx2790 um weitere 30 Gramm. Zwar gab es vereinzelte Verzögerungen bei der Befehlseingabe, doch im allgemeinen funktionierte der hx2790 gut bei seinen Einsätzen, sei es mit E-Mails, als Ipod-Ersatz oder beim Video ansehen.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Microsoft: http://www.cnet.de/unternehmen/microsoft/