Da er unter dem neuesten Windows-Mobile-5-Betriebssystem läuft, hat der Ipaq rx1950 viele Merkmale größerer und teurerer PDAs, darunter Updates von Microsofts mobilen Versionen von Word, Outlook, Excel, Internet Explorer und Powerpoint. Der rx1950 kann daher mit Word-Dokumenten arbeiten, die Tabellen und Abbildungen enthalten, und Präsentationen können als Vorschau angezeigt werden. Es ist aber nicht möglich, die Präsentation zu überarbeiten oder Powerpoints eingebettete Audio- und Videoclips wiederzugeben. Dank Activesync 4 und Windows Media Player 10 Mobile lässt sich der rx1950 einfach mit einem PC synchronisieren und beherrscht alle wichtigen Audio- und Videodateiformate, darunter MP3, WMA und WMV. Ein kleines Manko ist hingegen, dass dieser PDA nicht mit den zusätzlichen Spielen geliefert wird, wie sie zum Beispiel Dell auf seine PDAs lädt. Gefallen fand aber HPs Image-Zone-Software, die nicht nur Bilder anzeigen und Diashows erstellen kann, sondern auch ein Farbhistogramm hat. HP legt einige zusätzliche Utilities bei, zum Beispiel einen Selbstdiagnosetest und Pocket Panel Lite, mit dem die Lebensdauer der PDA-Batterie, der freie Speicherplatz und die Einstellungen der Hintergrundbeleuchtung direkt im Bildschirm „Today“ geprüft werden können.

Der Ipaq rx1950 wurde um den neuen ARM-basierten SC32442-Prozessor von Samsung herum konstruiert und ist von den Spezifikationen her langsamer als nahezu alle aktuellen PDAs. Die 300-MHz-Taktrate täuscht jedoch. Das System ist leistungsstark und kann es mit schnelleren Intel-basierten PDAs aufnehmen. Die CPU ist kaum so groß wie ein Daumennagel, hat versteckte Extras wie einen Flash-Memory-Controller und fasst alle wichtigen Komponenten zu einer Einheit zusammen, um die Verzögerungszeit zu reduzieren. Onboard sind 96 MByte Benutzerspeicher verfügbar – 64 MByte ROM und 32 MByte SDRAM – und 33 MByte an Schlüsseldaten können im Permanentspeicher untergebracht werden, der gegen Batterieausfall immun ist. Insgesamt ist dies recht wenig Speicherplatz für so ein Gerät und man sollte sich daher auf jeden Fall ein paar SD-Karten zulegen.

Screenshot
Der HP Ipaq rx1950 hat wenig internen Speicherplatz, man sollte daher in Speicherkarten investieren.

Zur drahtlosen Verbindung ist der Handheld mit integriertem WLAN (802.11b) ausgestattet, mit dem man daheim, im Büro oder an einem Hotspot online gehen kann. Positiv ist, dass die Verbindungssoftware des rx1950 schneller und einfacher zu verwenden ist als das Setup des Ipaq hx2790. Doch gab es im Test manchmal Probleme beim Aufbau einer Online-Verbindung, was Neustarts notwendig machte. Nach dem Verbindungsaufbau daheim, im Büro und an einem Hotspot stellte sich heraus, dass der PDA eine WLAN-Reichweite von nur 21 Metern hatte, ungefähr die Hälfte der Reichweite einiger Mitbewerber. Doch noch enttäuschender als die geringe WLAN-Reichweite ist das Fehlen von Bluetooth. Modelle derselben Preiskategorie, wie der Palm TX und der Dell Axim X51, sind mit beiden Techniken ausgestattet und es wäre schön, diese Option auch beim Ipaq rx1950 zu haben.

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