Preiswerter Business-PDA: HP Ipaq rx1950

von Brian Nadel am , 00:00 Uhr

Pro
  • integriertes WLAN
  • Windows Mobile 5
  • hervorragende Batterielebensdauer
Con
  • kein Bluetooth
  • wenig Onboard-Speicher
Hersteller: Hewlett Packard Listenpreis: 299 Euro
ZDNet TESTURTEIL: GUT 7,0 von 10 Punkte
Fazit:

Als leichter, dünner PDA für fast alle erdenklichen Geschäftsanwendungen geeignet, ist der HP Ipaq rx1950 ein Topgerät. Seine Schwächen sind jedoch fehlendes Bluetooth und geringer Speicherplatz.

Als leichter, dünner PDA für fast alle erdenklichen Geschäftsanwendungen geeignet, ist der HP Ipaq rx1950 ein Topgerät. Seine Schwächen sind jedoch fehlendes Bluetooth und geringer Speicherplatz.

HP erweitert seine Entry-Level-Linie mit dem HP Ipaq rx1950, einem schlanken und leichten PDA, der weder mit Performance noch mit Batterielebensdauer geizt und die besten Ergebnisse seiner Kategorie liefert. Der rx1950 hat, mit dem aktuellsten Windows Mobile 5-Betriebssystem ausgestattet, das Zeug zu einem guten Bürogerät für unterwegs, doch mangelt es ihm an einigen Funktionen, vor allem an Bluetooth. Mit 299 Euro kostet der rx1950 jedoch nur die Hälfte von High-End-PDAs für Geschäftszwecke. Wenn man also sparen will und Bluetooth nicht unbedingt benötigt, ist der Ipaq rx1950 ein überaus brauchbarer Handheld.

Design

Einer der größten Vorzüge des HP Ipaq rx1950 ist sein schlankes Design. Im Gegensatz zum anderen PDA-Einstiegsmodell des Unternehmens, dem Ipaq rz710, hat der rx1950 keinen kantigen, utilitaristischen Formfaktor, sondern wieder die klassischen und ansprechenden runden Kanten der älteren HP-Modelle, wie zum Beispiel beim Ipaq H1940 und beim Ipaq H4150. So wie beim Einstiegsmodell von Dell, dem Dell Axim X51, bewirkt die gewölbte Unterseite, dass der rx1950 einfacher in Hosentaschen und Taschen schlüpft. Hervorstechende Eigenschaften des PDA sind sein geringes Gewicht von 125 Gramm und Abmessungen von 7,1 mal 1,4 mal 11,4 Zentimetern. Damit ist er um einige Millimeter kleiner und einige Gramm leichter als der Axim X51, der HP Ipaq hx2790 oder der Palm TX. Der kleine Netzadapter und die Kabel machen den rx1950 zu einem praktischen Reisegerät.

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Schnelle Verwandlung: Einfach die Kalendertaste gedrückt halten und schon wechselt das Display vom Hoch- ins Querformat.

Wie andere Entry-Level-PDAs auch hat der Ipaq rx1950 einen QVGA-Bildschirm mit 3,5 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 240 mal 320 Pixeln – der Preis, den man für seine geringe Größe bezahlen muss – und nicht ein detailreiches 3,7-Zoll großes VGA-Display wie der Dell Axim X51v oder die neuesten 4-Zoll-Bildschirme. Immerhin zeigt der Bildschirm aber 65.536 Farben an und ist intensiv und hell genug für die meisten Anwendungen. Ein Umstand, der hervorstach, war, dass man mit dem Stylus stark auf das Display drücken musste, damit es funktioniert. Obwohl eine Kunststoffabdeckung zum Schutz des Bildschirms nützlich wäre, fällt positiv auf, dass man nur die Kalendertaste gedrückt halten muss, um zwischen Hoch- und Querformat zu wechseln. Diese Taste sowie drei andere konfigurierbare Direkttasten – standardmäßig Kontakt, Posteingang und WLAN – und der Navigations-Wippschalter sind unterhalb des Displays angeordnet. Über dem Display befindet sich ein Betriebsschalter, flankiert von zwei kleinen LEDS zur Anzeige von Alarmsignalen, Batteriestand und WLAN-Status.

Am oberen Rand des HP Ipaq rx1950 befinden sich eine standardmäßige 3,5-mm-Kopfhörerbuchse, ein Stylussteckplatz sowie ein SD-Kartensteckplatz. Der Rest ist standardmäßiges PDA-Design mit einer Sprachaufzeichnungstaste und einer versenkten Reset-Taste auf der linken Seite. Das Infrarotfenster befindet sich am unteren Rand neben dem Synchronisierungsanschluss, aber leider wurde hier stark gespart und das Gerät wird nur mit Lade- und Synchronisierungskabel, jedoch ohne Dock geliefert. HP verkauft ein Desktop-Dock zu 57 Euro, das jedoch keine zweite Batterie aufladen kann, wie etwa bei Dells Axim-X51-Serie. Ein weiches Schutzetui, eine Start-CD und eine Bedienungsanleitung sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

Da er unter dem neuesten Windows-Mobile-5-Betriebssystem läuft, hat der Ipaq rx1950 viele Merkmale größerer und teurerer PDAs, darunter Updates von Microsofts mobilen Versionen von Word, Outlook, Excel, Internet Explorer und Powerpoint. Der rx1950 kann daher mit Word-Dokumenten arbeiten, die Tabellen und Abbildungen enthalten, und Präsentationen können als Vorschau angezeigt werden. Es ist aber nicht möglich, die Präsentation zu überarbeiten oder Powerpoints eingebettete Audio- und Videoclips wiederzugeben. Dank Activesync 4 und Windows Media Player 10 Mobile lässt sich der rx1950 einfach mit einem PC synchronisieren und beherrscht alle wichtigen Audio- und Videodateiformate, darunter MP3, WMA und WMV. Ein kleines Manko ist hingegen, dass dieser PDA nicht mit den zusätzlichen Spielen geliefert wird, wie sie zum Beispiel Dell auf seine PDAs lädt. Gefallen fand aber HPs Image-Zone-Software, die nicht nur Bilder anzeigen und Diashows erstellen kann, sondern auch ein Farbhistogramm hat. HP legt einige zusätzliche Utilities bei, zum Beispiel einen Selbstdiagnosetest und Pocket Panel Lite, mit dem die Lebensdauer der PDA-Batterie, der freie Speicherplatz und die Einstellungen der Hintergrundbeleuchtung direkt im Bildschirm „Today“ geprüft werden können.

Der Ipaq rx1950 wurde um den neuen ARM-basierten SC32442-Prozessor von Samsung [1] herum konstruiert und ist von den Spezifikationen her langsamer als nahezu alle aktuellen PDAs. Die 300-MHz-Taktrate täuscht jedoch. Das System ist leistungsstark und kann es mit schnelleren Intel-basierten PDAs aufnehmen. Die CPU ist kaum so groß wie ein Daumennagel, hat versteckte Extras wie einen Flash-Memory-Controller und fasst alle wichtigen Komponenten zu einer Einheit zusammen, um die Verzögerungszeit zu reduzieren. Onboard sind 96 MByte Benutzerspeicher verfügbar – 64 MByte ROM und 32 MByte SDRAM – und 33 MByte an Schlüsseldaten können im Permanentspeicher untergebracht werden, der gegen Batterieausfall immun ist. Insgesamt ist dies recht wenig Speicherplatz für so ein Gerät und man sollte sich daher auf jeden Fall ein paar SD-Karten zulegen.

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Der HP Ipaq rx1950 hat wenig internen Speicherplatz, man sollte daher in Speicherkarten investieren.

Zur drahtlosen Verbindung ist der Handheld mit integriertem WLAN (802.11b) ausgestattet, mit dem man daheim, im Büro oder an einem Hotspot online gehen kann. Positiv ist, dass die Verbindungssoftware des rx1950 schneller und einfacher zu verwenden ist als das Setup des Ipaq hx2790. Doch gab es im Test manchmal Probleme beim Aufbau einer Online-Verbindung, was Neustarts notwendig machte. Nach dem Verbindungsaufbau daheim, im Büro und an einem Hotspot stellte sich heraus, dass der PDA eine WLAN-Reichweite von nur 21 Metern hatte, ungefähr die Hälfte der Reichweite einiger Mitbewerber. Doch noch enttäuschender als die geringe WLAN-Reichweite ist das Fehlen von Bluetooth. Modelle derselben Preiskategorie, wie der Palm TX und der Dell Axim X51, sind mit beiden Techniken ausgestattet und es wäre schön, diese Option auch beim Ipaq rx1950 zu haben.

Obwohl der HP Ipaq rx1950 von der angegebenen Taktfrequenz her einer der langsamsten PDAs auf dem Markt ist, macht ihn die Leistung des Samsung 300-MHz-Prozessors zu einem der schnellsten Geräte seiner Art. Der rx1950 mag mit 300 MHz getaktet sein und der Xscale PXA270 von Intel mit 624 MHz, aber pure Geschwindigkeit ist nicht alles, denn der rx1950 synchronisierte sich schneller mit einem Hostcomputer als der größere und viel teurere HP Ipaq hx2790. Er kann Daten genauso schnell verarbeiten wie andere PDAs mit Windows Mobile 5, die das Doppelte kosten, egal, ob es darum geht, ein Excel-Tabellenblatt zu verarbeiten, E-Mails zu lesen oder eine Präsentation anzuzeigen. Beim täglichen Arbeitseinsatz zeigte der PDA eine Woche lang beste Leistung und wurde im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten niemals heiß. Musik, Videodateien und Bilder wurden ohne Verzögerung wiedergegeben, das rudimentäre Soundsystem war jedoch schnell überlastet und verzerrte schon bei mittlerer Lautstärke.

Die Batterielebensdauer war hervorragend. In den Labortests, bei denen eine Videoclip-Schleife bei ausgeschalteten Drahtlosfunktionen und mittelstarker Hintergrundbeleuchtung abgespielt wurde, lief der HP Ipaq rx1950 mit dem 1100mAh starken Lithium-Ion-Akku bei konstanter Nutzung erstaunliche 9 Stunden und 40 Minuten lang. Dies ist fast die doppelte Batterielebensdauer des Dell Axim X51 oder des HP Ipaq hx4700. Wem das nicht reicht, der kann mit dem schweren Powerpack (optional erhältlich) eine Laufzeit von bis zu 15 Stunden erreichen.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/