Etwa ein Jahr nach Systemeinführung hat Nintendo seine Handhelds mit WLAN-Technologie ausgestattet, die überraschend zuverlässig funktioniert, wenn man bedenkt, dass es sich um einen freien Dienst handelt, der von einem Unternehmen mit einer bekannten Aversion gegen Online-Gaming genutzt wird. Ob beim DS oder beim DS Lite, das WLAN-Setup ist einfach, da die Konsole die meisten WLAN-Spots automatisch erkennt. Gibt es in der Nähe keinen WLAN-Spot, so kann der Internet-PC mit einem Nintendo USB-WLAN-Modul verbunden werden.

Allerdings ist es nicht ganz einfach, ohne ein externes Online-Netzwerk wie beispielsweise Xbox Live mit Freunden zu spielen – für jedes Spiel, für das eine Teilnehmerliste erstellt werden soll, müssen 12-stellige „Freund-Codes“ eingegeben werden. Gegen Unbekannte kann man nur auf gut Glück spielen, da es schwierig ist, so schnell wie auf einer Spielekonsole ein Game zum Mitspielen zu finden. Aber wenn man lange genug mit einem beliebten Spiel online ist, sollten sich Mitspieler finden lassen. Während des Tests finden sich in den frühen Abendstunden mehrere Gegner für Tetris DS. Das Mikrofon lädt zum Chatten ein, aber man kann sich nur bei „Metroid Prime Hunters“ zwischen den einzelnen Spielen unterhalten.

Örtliche WLANs sind natürlich viel zuverlässiger, außerdem kann mit einem einzigen Spielemodul im Multiplayer-Modus gespielt werden. GBA-Multiplayer-Games können nicht Kopf an Kopf über WLAN gespielt werden. Da ein Steckplatz für ein Verbindungskabel fehlt, bedeutet das, dass man ältere GBAs oder Nintendo Game Cubes nicht verbinden kann, bevor Nintendo nicht noch einen Adapter zur Verfügung stellt, der sich mit der Netzbuchse am DS Lite verbinden lässt.

Die grafische Qualität der DS-Lite-Spiele ist ganz ordentlich – ein bisschen besser als beim PS1/N64, allerdings weit weg von den Xbox/PS2/Game Cube-Standards. Auch die Spiele für den PSP schneiden besser ab. Jedoch sticht DS Lite mit der innovativen Qualität seiner Bildschirme hervor. Für jeden Nintendo-Hit, wie z. B. Nintendogs, gibt es mehrere aktualisierte GBAs oder downgegradete PSP Ports, von denen keines die neue Dual- und Touchscreen-Technik nutzt.

Bis zum Erscheinen von Nintendos nächster Spielekonsole für Zuhause scheint sich das Unternehmen vornehmlich auf Neuentwicklungen für den DS und nicht für das scheinbare Auslaufmodell Gamecube zu konzentrieren; gegen Ende des Jahres wird es wohl auch Multimediaanwendungen geben (Internetbrowser, TV-Tuner). Wenn man sich einen Spiele-Handheld zulegen möchte, so lohnt es sich, auf den DS Lite zu warten, da er immer mehr eigene und originelle Spiele zu bieten hat.

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