Natürlich ist ein LCD-TV nicht in erster Linie zur Darstellung von Computerbildern vorgesehen. Die meisten Anwender kaufen sich die Geräte für den TV-Genuss. Diesbezüglich braucht sich der Myrica VQ40-1 hinter den Mitbewerbern in dieser Preisklasse nicht zu verstecken.

Im Vergleich zu Fujitsus erster 40-Zoll-Variante VQ40 zeigt der VQ40-1 vor allem bei der Bewegungsdarstellung deutliche Verbesserungen. Besonders bei der Übertragung von Fußballspielen haben großformatige Fernseher mit LCD oder Plasma-Schirm ihre Schwächen. Die erste Gerätegeneration zeigt einen fliegenden Fußball eher als Komet, der einen Schweif hinter sich herzieht. Inzwischen bieten die neuesten Geräte eine akzeptable Bewegungsdarstellung.

Doch im Vergleich zu einem Röhrenfernseher hinken die schönen flachen Fernseher der alten Technik immer noch hinterher. So auch der Myrica VQ40-1: Die Bewegungsdarstellung ist zwar besser geworden, optimal ist sie aber nicht. Dieses Schicksal teilt sich der 40-Zöller jedoch mit den meisten anderen Geräten in dieser Klasse. Lediglich die kürzlich auf der IFA vorgestellten Neuentwicklungen mit 100-Hz-Technik sorgen für eine größtenteils scharfe Bewegungsdarstellung.

Auch beim Schwarzwert zeigt der Myrica die für LCDs typischen Schwächen. Schwarz ist nicht ganz schwarz, sondern eher ein sehr dunkles Grau. Das De-Interlacing bewältigt der Myrica VQ40-1 dank der Darstellung von Vollbildern (Progressive Scan) ohne Fehl und Tadel. Auch Kontrast und Farbverlauf geben keinerlei Anlass zu Kritik. Diese ist allerdings bei der Begutachtung der Soundqualität und der Ergonomie beim Anschluss des Geräts mehr als angebracht.

Der Klang der rückseitig angebrachten Boxen ist miserabel und erfüllt kaum die Ansprüche, die man aufgrund der insgesamt guten Bilddarstellung und der überragenden PC-Anbindung an das Gerät knüpft. Dies hat der Hersteller ebenfalls erkannt und sorgt beim VQ-46 für eine verbesserte Soundausstattung. Ebenso kritikwürdig ist der Anschluss der diversen Kabel wie DVI und HDMI: Die Schnittstellen verbergen sich nach unten ausgerichtet an der Rückseite des Geräts. Wird der Myrica VQ40-1 typischerweise in die Nähe einer Wand platziert, sind die Anschlüsse nur sehr mühsam zu erreichen. Positiv ist hingegen die Möglichkeit, den Myrica an der Wand aufzuhängen, ohne dass dafür eine teure Wandhalterung nötig ist. Das Gerät verfügt über entsprechende Vorrichtungen zur Wandmontage an der Rückseite.

Im Zeitalter digitaler TV-Empfangsmöglichkeiten werden sicher wenige Anwender die zwei analogen Tuner des Myrica VQ40-1 nutzen. Die beste Bildqualität zeigen Flachbildschirme generell nur bei digitaler Zuspielung über Kabel (DVB-C) oder Satellit (DVB-S). Die Anschaffung einer HDTV-Settop-Box wie der Humax PR-HD 1000 sollte man daher dringend in Betracht ziehen.

Alles in allem hinterlässt der Fujitsu Siemens Myrica VQ40-1 einen guten Gesamteindruck. Die komplett in gebürstetem Alu gehaltene Umrandung des LCDs bietet zwar keine so edle Optik, dafür kann der Myrica VQ40-1 mit seiner tadellosen Computer-Anbindung punkten. Kaum ein anderer Flachbildschirm ist für den Anschluss eines Home-Theater-PCs (HTPC) besser geeignet.

TV-Bild mit digitaler Einspeisung
Die beste Bildualität wird bei digitaler Zuspielung über DVB-C oder DVB-S erzielt.

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