Der 2G-Nano hat nicht viele Extras zu bieten, auch wenn sich in der handlichen, hervorragend gestalteten Packung alles befindet, was man für den alltäglichen Gebrauch benötigt: ein Dock-Adapter, ein USB-Kabel für die Datenübertragung und zum Aufladen, ein weißer Ohrhörer und eine Kurzanleitung. Itunes muss man sich aus dem Web herunterladen, da Apple dem Player keine CD beilegt – was verzeihlich ist, schließlich fällt so weniger Verpackungsmaterial an.

Wenn man mit dem Nano Radio hören möchte, muss man sich für 55 Euro die Radio-Remote von Apple oder ein ähnliches Gerät kaufen. Auch die Aufnahme gelingt nur mit separatem Zubehör, zum Beispiel Tunetalk von Belkin. Zu den Funktionen, die der Ipod von sich aus mitbringt, zählen Fotobetrachtung (inklusive einer Drei-mal-drei-Vorschaudarstellung mit Miniaturbildern) und die Darstellung von Albumcovern. Videos spielt auch der neue Nano nicht ab, obwohl diese Funktion von vielen Konkurrenten angeboten wird (etwa Creative Zen V Plus, Iriver Clix, und Sandisk Sansa e200 Series). Andererseits will man sich auf dem kleinen Bildschirm wahrscheinlich ohnehin keine Videos ansehen. Der 2G-Nano kann Musikstücke ohne Pause abspielen (endlich!), was man aber in Itunes 7 gesondert einstellen muss.

Die Benutzerfreundlichkeit ist dank Itunes auch beim neuen Modell weiterhin hervorragend. Solange diese Software installiert ist, braucht man den Nano einfach nur an den Computer anzuschließen und kann einfach loslegen. Man kann wählen, ob man einen automatischen oder einen manuellen Datenabgleich vornehmen möchte, wobei man den automatischen verwenden muss, wenn man mehr als eine Bibliothek abgleichen will. Natürlich spielt der Nano geschützte ACC-Musikdateien ab, wie sie im Itunes-Store erhältlich sind. Außerdem gibt er auch Dateien in den Formaten MP3, AAC losless, AIFF, WAV und Audible wieder.

Erfreulicherweise konnte Apple beim neuen Nano die Akkulaufzeit deutlich steigern. Statt der mit zwölf Stunden etwas dürftige Akkulaufzeit des ersten Nano beträgt die von Apple angegebene Betriebsdauer nun respektable 24 Stunden. Der Test bestätigt die Angaben: Im CNET-Labor hält der Player 24,5 Stunden durch. Was die Klangqualität betrifft, ist kein Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Nano festzustellen: Sie ist bei fast allen Musik-Genres noch immer hervorragend. Die Bassreaktion könnte etwas kompakter ausfallen, und die im Paket enthaltenen Ohrhörer sind zwar nicht die allerbesten, klingen aber immerhin passabel. Bei der Wiedergabe ohne Pausen zwischen den Stücken bleiben die Ergebnisse uneinheitlich – bei Alben, die von einem Windows-Rechner überspielt worden waren, werden noch immer mit kleinen Aussetzern abgespielt, während von einem Mac überspielte Stücke nahtlos ineinander übergehen. Dies Problem ist jedoch höchstwahrscheinlich eher Itunes zuzuschreiben als dem Nano. Dank des schnellen Prozessors kann man sehr schnell navigieren. Auch Fotos lassen sich schnell laden.

Der 2G-Nano bringt keine größeren Neuerungen in die schnelllebige Welt der MP3-Abspielgeräte, weist jedoch gegenüber der Vorgängerversion willkommene Verbesserungen auf. Dieser Player ist für Einsteiger geradezu ideal. Man sollte lediglich bedenken, dass man für die 249 Euro, die der 8-GByte-Nano kostet, auch einen 30-GByte-Ipod bekommen kann, der zwar größer ist, dafür aber auch Videos abspielen kann. Das Einstiegsmodell mit 2 GByte ist bereits ab 149 Euro erhältlich.

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