Gelungene Überarbeitung: Ipod Nano 2. Generation

von James Kim und Kai Schmerer am , 15:29 Uhr

Pro
  • kratzfestes Aluminiumgehäuse
  • in verschiedene Farben verfügbar
  • Darstellung von Fotos und Alben-Covern
  • hervorragender Klang
Con
  • spielt keine Videos ab
  • kein Radio
  • keine Aufzeichnungsmöglichkeit
  • Farben nicht für jedes Modell erhältlich
Hersteller: Apple Listenpreis: 149 - 249 Euro
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,3 von 10 Punkte
Fazit:

Die zweite Generation des Ipod Nano von Apple wirkt wie eine gelungene Kombination aus dem Ipod Mini und der ersten Baureihe des Ipod Nano. Er ist klein, elegant und leicht bedienbar. Und er hat einen wettbewerbsfähigen Preis – ein rundum hervorragender Player für viele Nutzergruppen.

Das Ipod-Update ist Hersteller Apple gut gelungen: Peppige Farben, hervorragender Klang, eine doppelt so lange Akkulaufzeit und ein konkurrenzfähiger Preis lassen die kleinen Ipods zu fast idealen MP3-Playern avancieren.

Nur ein Jahr, nachdem Steve Jobs die Presse und einen großen Teil der interessierten Öffentlichkeit mit der ultraflachen Eleganz des ersten Ipod Nano in Erstaunen versetzte, hat Apple [1] nun die neue Version des Nano herausgebracht.

Abgesehen von einem radikal anderen Gehäuse, das an den Ipod Mini erinnert, und einer erheblich besseren Akkulaufzeit unterscheidet sich der neue Nano nicht wesentlich von seinem Vorgänger. Apple hat sich vom 1-GByte-Modell verabschiedet und bietet stattdessen eine 8-GByte-Version für 249 Euro an. Die Preise für die 2-GByte- und 4-GByte-Versionen senkte der Hersteller auf jetzt 149 beziehungsweise 199 Euro.

Die zweite Generation (2G) des Ipod Nano hat das einfache Weiß abgelegt und zeigt sich nun in metallischer Farbvielfalt. Ein glänzender Silberton ist für das 2-GByte- und das 4-GByte-Modell erhältlich, hellrosa, grün und blau für die 4-GByte-Variante, während das 8-GByte-Gerät tiefschwarz gehalten ist. Das Gehäuse selbst entspricht in etwa einem verkleinerten Ipod Mini und besteht aus nahtlosem, eloxiertem Aluminium, wodurch der 2G-Nano nicht nur kratzfester ist als sein Vorgänger, sondern auch insgesamt stabiler.

Wie der alte Nano besitzt auch der 2G ein Clickwheel als einziges Bedienelement (abgesehen vom Schalter für die Tastensperre an der Oberkante). Über dem Clickwheel befindet sich der recht kleine Farbbildschirm (1,5 Zoll), der 40 Prozent heller ist als der des Vorgängergeräts, und an der Unterseite des Players sitzen Anschlüsse für Kopfhörer und Dock. Ein größerer Bildschirm wäre eine willkommene Verbesserung gewesen, ein Vorteil ist jedoch die Übereinstimmung der Abmessungen (der 2G ist mit 90 mal 40 mal 6,5 Millimetern nur etwas dünner und länger als der alte Nano): Alle Nano-Accessoires dürften auch für das neue Modell passen.

Ipod Nano 2. Generation
Die neuen Ipod Nanos sind in verschiedenen Farben erhältlich. Darüber hinaus hat Apple die Akkulaufzeit verdoppelt.

Wie auf den anderen Ipods auch findet man sich auf dem 2G-Nano einfach zurecht, allerdings muss man sich unter Umständen erst einmal an das Clickwheel gewöhnen, besonders, wenn man zuvor einen MP3-Player mit anderen Bedienelementen benutzt hat. Das Hauptmenü enthält die Optionen Musik, Fotos, Extras, Einstellungen und Zufallswiedergabe – besonders die letztgenannte Option ist praktisch. Die Musikstücke werden komfortabel nach Wiedergabelisten, Interpreten, Alben und so fort geordnet. Wenn man sich nicht erinnern kann, welcher Interpret ein bestimmtes Stück oder ein bestimmtes Album herausgebracht hat, kann man die neue Suchfunktion verwenden, die sich im Untermenü Musik befindet.

Der 2G-Nano hat nicht viele Extras zu bieten, auch wenn sich in der handlichen, hervorragend gestalteten Packung alles befindet, was man für den alltäglichen Gebrauch benötigt: ein Dock-Adapter, ein USB-Kabel für die Datenübertragung und zum Aufladen, ein weißer Ohrhörer und eine Kurzanleitung. Itunes muss man sich aus dem Web herunterladen, da Apple dem Player keine CD beilegt – was verzeihlich ist, schließlich fällt so weniger Verpackungsmaterial an.

Wenn man mit dem Nano Radio hören möchte, muss man sich für 55 Euro die Radio-Remote von Apple oder ein ähnliches Gerät kaufen. Auch die Aufnahme gelingt nur mit separatem Zubehör, zum Beispiel Tunetalk von Belkin. Zu den Funktionen, die der Ipod von sich aus mitbringt, zählen Fotobetrachtung (inklusive einer Drei-mal-drei-Vorschaudarstellung mit Miniaturbildern) und die Darstellung von Albumcovern. Videos spielt auch der neue Nano nicht ab, obwohl diese Funktion von vielen Konkurrenten angeboten wird (etwa Creative Zen V Plus, Iriver Clix, und Sandisk Sansa e200 Series). Andererseits will man sich auf dem kleinen Bildschirm wahrscheinlich ohnehin keine Videos ansehen. Der 2G-Nano kann Musikstücke ohne Pause abspielen (endlich!), was man aber in Itunes 7 gesondert einstellen muss.

Die Benutzerfreundlichkeit ist dank Itunes auch beim neuen Modell weiterhin hervorragend. Solange diese Software installiert ist, braucht man den Nano einfach nur an den Computer anzuschließen und kann einfach loslegen. Man kann wählen, ob man einen automatischen oder einen manuellen Datenabgleich vornehmen möchte, wobei man den automatischen verwenden muss, wenn man mehr als eine Bibliothek abgleichen will. Natürlich spielt der Nano geschützte ACC-Musikdateien ab, wie sie im Itunes-Store erhältlich sind. Außerdem gibt er auch Dateien in den Formaten MP3, AAC losless, AIFF, WAV und Audible wieder.

Erfreulicherweise konnte Apple beim neuen Nano die Akkulaufzeit deutlich steigern. Statt der mit zwölf Stunden etwas dürftige Akkulaufzeit des ersten Nano beträgt die von Apple angegebene Betriebsdauer nun respektable 24 Stunden. Der Test bestätigt die Angaben: Im CNET-Labor hält der Player 24,5 Stunden durch. Was die Klangqualität betrifft, ist kein Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Nano festzustellen: Sie ist bei fast allen Musik-Genres noch immer hervorragend. Die Bassreaktion könnte etwas kompakter ausfallen, und die im Paket enthaltenen Ohrhörer sind zwar nicht die allerbesten, klingen aber immerhin passabel. Bei der Wiedergabe ohne Pausen zwischen den Stücken bleiben die Ergebnisse uneinheitlich – bei Alben, die von einem Windows-Rechner überspielt worden waren, werden noch immer mit kleinen Aussetzern abgespielt, während von einem Mac überspielte Stücke nahtlos ineinander übergehen. Dies Problem ist jedoch höchstwahrscheinlich eher Itunes zuzuschreiben als dem Nano. Dank des schnellen Prozessors kann man sehr schnell navigieren. Auch Fotos lassen sich schnell laden.

Der 2G-Nano bringt keine größeren Neuerungen in die schnelllebige Welt der MP3-Abspielgeräte, weist jedoch gegenüber der Vorgängerversion willkommene Verbesserungen auf. Dieser Player ist für Einsteiger geradezu ideal. Man sollte lediglich bedenken, dass man für die 249 Euro, die der 8-GByte-Nano kostet, auch einen 30-GByte-Ipod bekommen kann, der zwar größer ist, dafür aber auch Videos abspielen kann. Das Einstiegsmodell mit 2 GByte ist bereits ab 149 Euro erhältlich.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/39148333/gelungene-ueberarbeitung-ipod-nano-2-generation/

URLs in this post:

[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[2] Weitere Bilder: https://www.cnet.de/digital-lifestyle/galerie/0,39034684,39147372-1,00/der+neue+ipod+nano+page+1.htm