Das übersichtliche Design der Wii erleichtert das Anschließen. An der Rückseite der Konsole befinden sich die Anschlüsse für das Netzgerät, für das spezielle AV-Kabel, für den Sensor-Bar sowie zwei USB-Anschlüsse für zukünftige Erweiterungen. Zunächst schließt man den Sensor-Bar an und platziert ihn entweder über oder unter dem Fernsehgerät. Danach muss man nur noch die AV-Kabel mit dem Fernseher verbinden und das Netzgerät mit Strom versorgen, und schon kann man mit der Einrichtung der Software beginnen.

Einstellungen wie Uhrzeit und Benutzername können einfach mit dem Zeiger der Fernbedienung ausgewählt werden. Die einzige im weiteren Sinne technische Prozedur, der sich die Nutzer stellen müssen, ist die Einrichtung der Netzwerkverbindung, wobei das Menüsystem den Nutzer praktisch Schritt für Schritt durch die Einrichtung führt.

Die Wi-Fi-Verbindung der Wii funktioniert auch innerhalb gesicherter Wi-Fi-Netzwerke mit WEP- und WPA-Verschlüsselung, man muss also nicht auf Netzwerksicherheit verzichten, nur um online spielen zu können. Im Test gibt es bei der Verbindung zum offenen Wireless-Router keine Probleme, allerdings kann die Netzwerkanbindung darüber hinaus nicht getestet werden.

Für diejenigen, die nicht über ein Wi-Fi-Netzwerk verfügen, will Nintendo angeblich einen Ethernet-Adapter anbieten, den man an einen der USB-Anschlüsse anschließt. Zum Zeitpunkt dieses Tests waren die Server von Nintendo allerdings noch nicht einsatzbereit, so dass diese Funktion nicht getestet werden konnte.

Wenn die Netzwerkeinstellungen der Wii durchgeführt sind, ist das System darauf ausgelegt, über den Wii-Connect-24-Dienst von Nintendo durchgehend online zu sein. Die Wii kann Wii Connect 24 verwenden, um automatische Systemupdates, weitere Spiele, oder auch Wetter- und Nachrichtenmeldungen aus dem Netz herunterzuladen.

Media- und Online-Funktionen

Die Navigation auf der Wii erfolgt über eine Reihe von „Wii Channels“ genannten Seiten, die sich die stehende Online-Anbindung der Wii zunutze machen. Unter den voreingestellten Channels der Wii befinden sich ein Kanal für Wettervorhersagen, ein Nachrichtenkanal, ein Messaging-Kanal, ein Foto-Kanal und der Kanal zum Erstellen der „Mii“ genannten Avatare. Die Channel-Hauptseite ist das Standard-Gateway des Systems und bietet auch Zugriff auf Wii- und Gamecube-Spiele, die sich auf Disc-Medien befinden, sowie auf Titel der Virtual Console.

Der Mii-Kanal erlaubt es den Anwendern, so genannte Miis zu erzeugen und zu verändern. Dabei handelt es sich um niedliche Avatare, die man wahlweise online oder bei bestimmten Spielen einsetzen kann. Die Miis sehen aus wie Comic-Figuren. Sie sind extrem einfach gehalten. Im Mii-Kanal findet man zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten, mit denen der Nutzer Miis schaffen kann, die wie er selbst, wie seine Freunde oder sogar wie Prominente aussehen. Miis sind wohl nicht überwältigend nützlich, aber man kann sie als Figuren in Spielen wie Wii Sports und als Avatare im Message-Kanal der Wii einsetzen.

Der Foto-Kanal erweist sich als überraschend nützlich, wenn auch der Name ein wenig in die Irre führt. Auf dem Kanal kann man Fotos anzeigen und bearbeiten. Den Angaben Nintendos zufolge kann die Wii auch MP3-Musikdateien und Quicktime-Videos abspielen, allerdings wirken diese Funktionen, als habe man erst nachträglich daran gedacht, sie überhaupt einzubauen. So können MP3s nur im Rahmen einer Diashow wiedergegeben werden, außerdem ist es offenbar nicht möglich, einen Quicktime-Film in die Wii zu laden.

Glücklicherweise liegt der Schwerpunkt beim Foto-Kanal eindeutig auf dem Betrachten und der Bearbeitung von Bildern. Man kann bis zu 1000 eigene Fotos über den SD-Steckplatz laden und sie danach einzeln betrachten, in einer Album-Ansicht oder als Diashow anzeigen lassen. Der Fotokanal enthält außerdem ein einfaches Bildbearbeitungsprogramm, das ganz offensichtlich mehr auf Vergnügen als auf ernsthafte Arbeit ausgerichtet ist. Mit seiner fröhlichen Hintergrundmusik und einigen niedlichen Bildoptionen erinnert das Bildbearbeitungsprogramm stark an den Super-Nintendo-Klassiker Mario Paint.

Hinsichtlich Medien ist noch bemerkenswert, dass die Wii keine Audio-CDs oder Video-DVDs abspielt, was ein wenig enttäuscht. Natürlich hat heutzutage jedermann einen DVD-Player, aber schließlich gehört die Wiedergabe von DVDs seit der letzten Spielkonsolen-Generation zum Standard. Es bleibt ein Rätsel, warum Nintendo diesmal darauf verzichtet hat. Das Unternehmen erklärte, dass man auf diese Weise den Preis niedrig halten wolle. Auch der Camecube könne keine DVDs abspielen. Nintendo hat auch keine Hinweise darauf gegeben, dass man einen Online-Shop zum Herunterladen von Musik oder Videos einrichten will. Angesichts der Tatsache, dass die Wii lediglich über eine kleine Festplatte verfügt, ist davon auszugehen, dass Nintendo auch in Zukunft auf solche Erweiterungen verzichtet.

Der Message-Kanal der Wii ist das Zentrum für Systemnachrichten und Online-Kommunikation. Von hier aus kann man über individuelle, so genannte „Friend Codes“ online Botschaften an andere Wii-Besitzer versenden. Über den Message-Kanal können die Nutzer auch zahlreiche Berichte über Veränderungen an den Systemeinstellungen der Wii, die mit den Spielen verbrachte Zeit oder andere interessante Informationen aufrufen.

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