Der größte Reiz der Wii liegt zweifellos in der Möglichkeit, beim Spielen von für die Wii konzipierten Titeln die mit Bewegungssensoren ausgestattete Steuerung zu verwenden. Zu den ersten Spielen für die Wii zählen das mit Spannung erwartete Legend of Zelda: Twilight Princess, das ansteckende Partyspiel Wii Sports, das der Konsole beigelegt ist, sowie verschiedene herkömmlichere Titel von Drittanbietern, von denen viele überarbeitet wurden, sodass man sie auch mit der neuen Wiimote spielen kann.

Es gibt schon jetzt genug Spiele, die auf der neuen Wii laufen. Man muss also nicht erst auf neue, innovative Titel warten, um in den Genuss der neuen Funktionen und Steuergeräte zu kommen. Die Wii ist außerdem vollständig abwärts kompatibel zum Nintendo Gamecube und verfügt über vier eingebaute Anschlüsse für Gamecube-Steuerungen und zwei Steckplätze für Gamecube-Speicherkarten. Auf diese Weise können Anwender auch ihre alten Spiele weiterhin nutzen.

Daneben hält die Wii außerdem noch die Virtual Console von Nintendo bereit, eine Bibliothek mit Spielen für die Konsolen Nintendo Entertainment System (NES), Super NES, Nintendo 64, Sega Genesis und Turbografix-16. Die Spiele können im Wii Store von Nintendo online erworben und heruntergeladen werden, um dann im Systemspeicher der Wii oder auf einer externen SD-Karte gespeichert zu werden.

Die erworbenen Spiele für die Virtual Console sind an die Netzwerk-ID der Wii gebunden, man kann sie also nicht auf eine SD-Karte überspielen und auf der Wii eines Freundes erneut abspielen. Positiv zu verzeichnen ist, dass Nintendo versprochen hat, dass bereits gekaufte Spiele kostenfrei noch einmal heruntergeladen werden können, wenn man sie versehentlich gelöscht oder verloren hat. Die Spiele werden mit Wii-Points bezahlt, die wiederum per Kreditkarte oder mit Geschenkegutscheinen zu erwerben sind. Das System ist im Großen und Ganzen identisch mit dem bewährten Xbox Live Marketplace von Microsoft oder dem neuen Playstation-Store von Sony, der allerdings derzeit noch aufgebaut wird. Die Spiele für die Virtual Console sind bezahlbar und kosten je nach System umgerechnet zwischen fünf und zehn Euro.

Während die Steuerung der Wii sehr fortschrittlich und innovativ ist, kann man dies von der Prozessorleistung nicht behaupten. Das System verwendet eine leistungsfähigere Variante des Prozessors aus dem Nintendo Gamecube und hat nicht annähernd die Grafikleistung, welche die Xbox 360 oder die Playstation 3 mitbringen. Während die Konsolen von Microsoft und Sony hoch auflösende Signale von bis zu 1080p unterstützen, schafft die Wii wie zuvor der Gamecube nur 480p, und auch dieser Modus kann mit den Composite-AV-Kabeln der Wii nicht verwendet werden. Die meisten der Spiele für die Wii werden jedoch für Breitbildfernseher optimiert.

Auch verzichtet die Wii auf Surround-Klang, sondern bleibt beim Dolby-Pro-Logic-II-System des Gamecube. Es basiert auf einem Stereosignal und nicht auf einem echten 5.1-Signal. Mit anderen Worten: Wer nach der neuesten Technologie sucht, wird vermutlich eher zur PS3 oder der Xbox 360 tendieren, allerdings sind diese Konsolen auch um einiges teurer.

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