Kommunikationstalent mit WLAN und HSDPA: HTC P3600

von Sandra Vogel am , 15:46 Uhr

Pro
  • unterstützt Quad-Band, EDGE, UMTS und HSDPA
  • integrierte Schnittstellen für WLAN, Bluetooth und Infrarot
  • attraktives Design
Con
  • etwas kurze Akkulaufzeit
  • ohne Vertrag recht teuer
Hersteller: HTC Listenpreis: 520 Euro
Straßenpreis
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 7,7 von 10 Punkte
Fazit:

Der P3600 von HTC mit seinen attraktiven Funktionen verfügt über eine hervorragende Wireless-Konnektivität im LAN sowie im WAN und ist bereit für HSDPA. Allerdings ist er ohne Vertrag recht teuer. Der Akku könnte durchaus etwas länger halten.

Mit dem P3600 hat HTC jetzt ein Smartphone im Portfolio, das HSDPA und WLAN unterstützt. In der Ausstattung ist es vergleichbar mit dem MDA Vario von T-Mobile oder dem XDA Trion von O2. Wie gut es sich in der Praxis schlägt, klärt der Test.

Das Smartphone [1] P3600 von HTC [2] läuft mit Microsoft Windows Mobile 5.0 [3], beherrscht HSDPA [4] und integriert WLAN. Ob HTC [5] die Erfahrung aus den Produkten, die das Unternehmen beim Entwickeln und Produzieren für O2 [6] oder T-Mobile [7] gesammelt hat, in den P3600 einfließen lassen konnte, zeigt der Test.

Der HTC P3600 ist ein kleiner Pocket-PC: Bei Abmessungen von 108 mal 58,2 mal 18,4 Millimetern lässt er sich recht gut verstauen. Er verfügt über ein 2,8-Zoll-TFT-Farbdisplay mit der Standardauflösung von 240 mal 320 Pixeln bei 16 Bit Farbtiefe.

Design

Das Testmodell des HTC P3600 ist hauptsächlich in Cremeweiß gehalten, aber das Gerät gibt es auch in dezenterem Schwarz. Der größte Teil des Gehäuses besteht aus farbigem Kunststoff, nur die kleinen Bedientasten an der Vorderseite und an drei Kanten sowie die Umrandung des Fotosensors an der Rückseite sind matt-silbern. An lediglich drei Tasten ist Metall erkennbar: an der Rufannahme- und der Ende-Taste sowie in der Mitte der Navigationstaste, die alle unterhalb des Displays auf der Gerätevorderseite angeordnet sind.

Unterhalb der Anrufannahme- und Ende-Taste befinden sich zwei Softmenü-Tasten: eine Start-Taste für Windows Mobile und eine OK-Taste. An der rechten Geräteseite sitzen die Ein-Aus-Taste, die Kamerasteuerung sowie eine Taste, die auf kurzen Druck die Sprachwahl-Software startet. Durch längeres Drücken wird die Sprachaufzeichnung aktiviert. An dieser Seite befindet sich außerdem ein abgedeckter Steckplatz für Mini-SD-Karten zur Erweiterung des integrierten Speichers.

An der Geräteunterseite finden sich ein Infrarot-Port und ein Mini-USB-Anschluss, der sowohl für den Anschluss des Netzkabels als auch für eine Kabelverbindung zu einem PC und zum Anschluss der mitgelieferten Kopfhörer verwendet werden kann.

An der linken Geräteseite gibt es ein Scrollrad mit darunterliegender OK-Taste, das bequem unter dem Daumen ruht, wenn man den HTC P3600 in der linken Hand hält. Durch Drehen und Drücken dieses Rädchens lassen sich Menüoptionen im Display auswählen. Die OK-Taste ist eigentlich eine „Zurück-Taste“, die zum Beispiel geöffnete Anwendungen minimiert oder geöffnete Menüs schließt. Auf dem Bildschirm „Heute“ von Windows aktiviert sie außerdem das Windows-Mobile-Startmenü. Im Zusammenspiel zwischen dem Scrollrad und der OK-Taste lässt sich das Gerät praktisch mit einer Hand bedienen.

Der HTC P3600 wird mit einer Schutzhülle sowie einem Gürtelclip, einem PC-Verbindungskabel, einem Stereo-Headset und einem gedruckten Handbuch ausgeliefert.

Die auffälligste Funktion des HTC P3600 ist seine Unterstützung von HSDPA, womit derzeit eine theoretische maximale Datenübertragungsrate von 1,8 MBit/s möglich ist. Allerdings kann man diese nur nutzen, wenn der Netzbetreiber HSDPA auch anbietet und HSDPA im UMTS-Netz verfügbar ist. T-Mobile, O2 und Vodafone bieten mittlerweile HSDPA. Ist HSDPA nicht verfügbar, muss man sich also mit UMTS zufriedengeben, das eine maximale Übertragungsleistung von 384 KBit/s hat. Im GSM-Bereich ist der HTC P3600 ein „welttaugliches“ Quad-Band-Telefon.

Auf der Vorderseite befindet sich oberhalb des Displays eine kleine Kamera für Videotelefonate. Die Linse der Hauptkamera an der Geräterückseite hat eine Auflösung von bis zu 2 Megapixeln. Es gibt keinen Blitz und keinen Spiegel für Selbstporträts. Das Hardware-Design lässt zwar eine per Schieber betätigte Makrolinse vermuten, wie sie andere Handhelds von HTC haben, aber hier trügt der Schein – diese Funktion ist nicht verfügbar.

Das Gerät verfügt über eingebautes WLAN und Bluetooth. Das WLAN-Modul unterstützt die Standards 802.11b und g, Bluetooth die Version 2.0. Nimmt man dazu noch die erwähnte Infrarotschnittstelle (an der Geräteunterseite), steht eine umfassende Auswahl von lokalen drahtlosen Schnittstellen zur Ergänzung der oben beschriebenen Wide-Area-Funktionalität zur Verfügung.

Der P3600 läuft mit einem Samsung [8]-R2442-Prozessor mit 400 MHz. 64 MByte RAM und 128 MByte ROM sind fest installiert, und nach einem Reset meldet das Testgerät 55 MByte freien Speicherplatz für Anwendungen und Daten. Durch Mini-SD-Karten kann dieser Speicherplatz bei Bedarf noch erweitert werden.

Neben der Standard-Software von Windows Mobile 5.0 ist das Gerät mit dem Adobe-PDF-Reader, einem ZIP-Dateimanager, einem Sprachwahl-Programm und einem Plugin für den Today-Screen („Heute“) von Windows Mobile ausgestattet, über das mit nur einem Tastendruck auf vier Gerätefunktionen zugegriffen werden kann: Bildschirmausrichtung in Hoch- oder Querformat (Querformat mit Links- und Rechtsausrichtung für rechts- und linkshändige Bedienung), Akku-Überwachung, Stromsparfunktionen, Bildschirmhelligkeit sowie Zugang zum Programm-Comm-Manager, der die Wireless-Kommunikation steuert. Noch praktischer wäre es, wenn man das Gerät selbst konfigurieren und Links zu häufig gebrauchten Anwendungen oder anderen Systemeinstellungen einrichten könnte, aber auch ohne ist die Funktion sehr nützlich.

Performance und Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist etwas enttäuschend. Bei eingeschaltetem Display und kontinuierlicher Wiedergabe von MP3-Tracks schafft der volle Akku 8 Stunden und 15 Minuten. Das ist etwas wenig: Wer häufig UMTS (oder HSDPA), Bluetooth oder WLAN nutzt, muss den Akku wahrscheinlich sehr oft aufladen.

Insgesamt ist dies aber ein eindrucksvoller Pocket-PC mit einem großen Funktionsumfang. Hätte er noch einen GPS-Empfänger und eine herausziehbare Tastatur, wäre er perfekt. Aber auch so ist der HTC P3600 mit seinem gut zugänglichen Speichererweiterungssteckplatz und einem attraktiven Design ein sehr interessantes – wenn auch nicht ganz billiges – Gerät.

Nachtrag: Update für Smartphone HTC P3600 aktiviert GPS [9]

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/39152406/kommunikationstalent-mit-wlan-und-hsdpa-htc-p3600/

URLs in this post:

[1] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[2] HTC: http://www.europe.htc.com/

[3] Microsoft Windows Mobile 5.0: http://www.microsoft.com/germany/windowsmobile/5/default.mspx

[4] HSDPA: http://de.wikipedia.org/wiki/HSDPA

[5] HTC: http://www.cnet.de/unternehmen/htc/

[6] O2: http://www.o2online.de/

[7] T-Mobile: http://www.t-mobile.de/

[8] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[9] Update für Smartphone HTC P3600 aktiviert GPS: http://www.zdnet.de/news/tkomm/0,39023151,39153439,00.htm