Virtuelles Autorecycling beginnt in der Planung

Im Rahmen der Kalkulation ist es auch möglich, in Abhängigkeit verschiedener Recycling- und Verwertungstechnologien sowie des definierten Demontageumfangs die jeweiligen Recyclingprofile und Szenarien zu simulieren. Das Simulationstool ist laut Hersteller einsatzreif, sobald erste virtuelle Fahrzeugmodelle inklusive Material-, Masse- und Geometriedaten in Serie verfügbar sind.

Der Detaillierungsgrad der für die Simulation benötigten Daten sei jedoch abhängig von der Datenherkunft und nehme über die Projektlaufzeit kontinuierlich zu, sagt Hannes Rabitsch. Konkret beziehen sich die Simulationen auf die erzielbare Recycling- und Verwertungsquote für das Fahrzeug in Abhängigkeit von verschiedenen Szenarien inklusive der Demontagesequenzen, -zeiten und -kosten.

„Der virtuelle Recycling-Prozess ist somit Teil der virtuellen Absicherung“, gibt Rabitsch zu bedenken. Verwertbar ist beim umweltoptimierten Fahrzeug so gut wie alles. Der Prozess beginnt bei der Vorbehandlung, in der alle Betriebsflüssigkeiten wie Kraftstoff, Motoröl oder Bremsflüssigkeit sowie Batterien, Flüssiggastanks, Ölfilter, Katalysatoren, Reifen und pyrotechnische Bauteile wie Airbags oder Gurtstraffer entfernt beziehungsweise neutralisiert werden.

Anschließend gilt es, weitere Bauteile wie kupfer-, magnesium- oder aluminiumhaltige Metallbauteile oder große Kunststoffteile zu demontieren, „sofern diese Materialien nach dem Schreddern des Fahrzeugs durch eine entsprechende Aufbereitungstechnologie nicht sortenrein getrennt oder Bauteile zur Wiederverwendung als Ersatzteile demontiert werden können“, präzisiert Rabitsch.

Das Restfahrzeug wird dann im Schredder zerkleinert, die anfallenden Materialströme werden durch aufwändige Trenn- und Sortiertechniken aufbereitet. Stahl- und Eisenwerkstoffe wandern in Stahl- und Edelstahlwerke, Nichteisenmetalle in Metallhüttenwerke. Denn auch nichtmetallische Anteile des Schredderrückstands lassen sich aufbereiten und anschließend teilweise recyceln – oder zumindest energetisch verwerten beziehungsweise umweltgerecht endlagern.

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