Wie die anderen Blackberrys hat auch der Curve keinen Touchscreen. Dennoch überzeugt die Bedienung auf Anhieb. Zur Navigation durch die Menüs dient der Trackball in der Mitte, und das klappt wirklich hervorragend. Die Empfindlichkeit der weißen Kugel ist übrigens unter Einstellungen -> Bildschirm/Tastatur einstellbar. Auf der rechten Seite sitzen der Lautstärkeregler und ein frei belegbarer Knopf – standardmäßig aktiviert er die Kamerafunktion. Links befinden sich ein Mini-USB-Anschluss, ein weiterer frei belegbarer Knopf und – endlich – auch eine 3,5-Milimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss eines Kopfhörers.

Eine der größten Schwachstellen des Blackberry 8800 ist seine Tastatur. Research in Motion hat das Look and Feel beim 8800 verändert – sehr zum Ärger mancher Nutzer, denn die Tasten sitzen sehr nah beeinander und sind nicht griffig. Beim 8300 macht die Tastatur einen deutlich besseren Eindruck – sie ist vergleichbar mit denen der „alten“ Blackberrys der 8700-Serie. Auf Deutsch: Der Abstand zwischen den Tasten ist deutlich größer, man kann die Buchstaben somit besser ertasten. Außerdem haben sie einen klareren Druckpunkt und keine glatte Oberfläche.

Die Rückseite ist ausgestattet mit Kamera-Linse, Foto-LED und einem kleinen Spiegel für Selbstprotraits. Auf der Oberseite des Blackberry Curve sitzt ein Knopf zum Stummschalten. Unter dem Akkudeckel findet sich ein Slot für Micro-SD-Karten – er ist leider nur bei abgeschaltetem Gerät erreichbar. Zum Lieferumfang des 8300 gehören Reiseladegerät, USB-Kabel, Stereo-Headset, Holster mit Gürtelschnalle und Bedienungsanleitung.

Funktionen

Was die Zahl der Funktionen angeht, ist der Curve kein Revoluzzer. Er verfügt weder über UMTS noch über WLAN. Dafür ist nun, wie oben erwähnt, eine Rechtschreibkorrektur dabei, Sie prüft E-Mails auf Rechtschreibfehler, bevor sie abgesendet werden. Bei falsch geschriebenen Wörtern macht der Blackberry 8300 gleich Korrekturvorschläge. Das Ganze funktioniert auch bei Memos, allerdings nicht bei SMS-Nachrichten. Dieses Feature lässt sich unter Optionen -> Rechtschreibung aktivieren. Während der Tests unserer amerikanischen Kollegen funktionierte das Feature problemlos und war eine echte Hilfe. Schließlich vermeidet es peinliche Fehler bei Nachrichten an den Chef…

Wie seine Brüder ist auch der Curve kompatibel zum Blackberry-Enterprise-Server mit Unterstützung für Exchange, Lotus Notes oder Novell Groupwise. Das ermöglicht Push-E-Mail: Nachrichten werden also wie SMS an das Gerät geschickt. Insgesamt unterstützt das Gerät bis zu zehn E-Mail-Accounts gleichzeitig – inklusive IMAP- und POP3-Postfächern. Ein Wizard im Gerät unterstützt bei der Konfiguration.

Der E-Mail-Client kann Anhänge in den Formaten Word, Excel, Powerpoint und Wordperfect sowie PDF-, JPG- und GIF-Dateien darstellen – im Test klappte es mit jeder Datei.

Die Ausstattung mit Handy-Funktionen ist ordentlich. Der Curve funktioniert als Quad-Band-Handy weltweit – abgesehen vielleicht von Dschungeln und Wüsten. Sprachwahl und Konferenzen sind ebenso möglich wie Push-to-Talk, zumindest in den USA. Auf Wunsch klingelt der neue Blackberry polyphon, 45 verschiedene Töne sind vorinstalliert. Er unterstützt auch Melodien im MIDI- oder MP3-Format.

Die Verbindungsmöglichkeiten des 8300 sind okay, aber nicht wirklich bahnbrechend. Wie gesagt, kein WLAN, kein UMTS. Dafür gibt es EDGE für den Zugang ins Netz – nicht wirklich langsam, aber auch nicht wirklich schnell. GPS ist nicht integriert. Wer mit dem Curve navigieren will, muss einen entsprechenden Empfänger via Bluetooth konnektieren. Apropos: Das A2DP-Profil für Stereo-Headsets wird unterstützt.

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