Funktionsausstattung

Unter allen aktuellen Kameras bietet die EOS-1D Mark II N von Canon mit am meisten individuelle Einstellungsmöglichkeiten. Sie verfügt über 21 Anpassungsfunktionen und 31 personalisierte Justierungen. Die Einstellungen erfolgen über die mitgelieferte Computersoftware. Das kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. Mit ihrem neuen elektronischen Verschluss erreicht die Kamera nicht mehr die Verschlussgeschwindigkeit von bis zu 1/16000 Sekunde wie die 1D, sondern nur noch 1/8000 Sekunde. Das ist aber immer noch ziemlich schnell.

Man kann unter 40 Komprimierungsstufen für JPEG-Dateien auswählen, ohne die Kamera an einen Computer anschließen zu müssen. Die niedrigste ISO-Einstellung der Mark II N liegt genau bei ISO 50, die höchste bei ISO 3200.

Viele der Verbesserungen, die die Mark II N gegenüber der Mark II erfahren hat, haben mit der Bildwiedergabe und dem größeren und helleren 64-Millimeter-LCD-Bildschirm zu tun. Zum einen lässt sich die Kamera so einstellen, dass beim Betrachten der Bilder der Bereich um den AF-Punkt vergrößert wird. Das spart viel Zeit beim Prüfen der Schärfe. Außerdem muss man nicht in den Wiedergabemodus wechseln, um ins Bild zu zoomen. Das geht nun auch mit der Quick-Review-Funktion. Darüber hinaus kann die Kamera beim Umschalten zwischen zuletzt aufgenommenen und zuletzt betrachteten Bildern wechseln.

Eine interessante Neuerung an der Mark II N sind die Picture Styles. Neben einigen Voreinstellungen kann man drei individuelle Kombinationen aus Bildschärfe, Kontrast, Sättigung und Farbton einstellen.

Wie an alle EOS-Modelle passen auch an die Mark II N sämtliche Objektive mit Canon EF-Anschluss, mit Ausnahme der EF-S-Reihe. Da der CMOS-Sensor kleiner ist als das 35-Millimeter-Kleinbildformat, hat sie einen Formatfaktor von 1,3. Der Faktor 1,3 stellt einen angenehmen Kompromiss zwischen dem Faktor 1,5, den die D2H von Nikon verwendet, und dem 1:1-Verhältnis der EOS-1Ds von Canon dar. Der Unterschied ist jedoch schon so groß, dass man ein Objektiv mit einer kürzeren Brennweite verwenden muss, um einen Weitwinkeleffekt zu erzielen. Bedeutende Abweichungen bei der Verwendung von Teleobjektiven stellen sich jedoch nicht ein.

Eine weitere praktische Neuheit ist die Funktion zum Speichern und Auslesen der Kameraeinstellungen. Sobald man die Kamera so eingerichtet hat, wie man es möchte, kann man im ersten Einstellungsmenü die Speicherung aller Werte anwählen. Die Mark II N legt diese dann in einer kleinen CSD-Datei im Hauptverzeichnis der Speicherkarte ab. So lassen sich die Daten gut aufbewahren oder mit einer anderen Kamera zeitsparend einsetzen.

Leistung

Canon hat bei der EOS-1D Mark II N die Leistung bei Serienaufnahmen in jeder Hinsicht verbessert. Sie hat mit 8,5 Bildern pro Sekunde bei optimalen Bedingungen nach wie vor die schnellste gemessene Wiederholungsrate. Canon behauptet, dass der Pufferspeicher überdies 48 JPEG-Aufnahmen (vormals 40), 22 RAW-Dateien (vormals 20) oder 19 RAW+JPEG-Dateien aufnehmen kann, bevor er seine Kapazitätsgrenze erreicht. Im Test können 257 kleine JPEGs bei 8 Bildern pro Sekunde oder 100 RAW-Dateien aufgenommen werden, bevor der Puffer überlastet ist.

Wie bei der Mark II werden Aufnahmen aus dem Pufferspeicher auch dann noch auf die Karte geschrieben, wenn man das Speicherkartenfach versehentlich öffnet. Das Status-LCD oben auf der Kamera blinkt dann. Es zeigt an, wie viele Aufnahmen noch aus dem Pufferspeicher übertragen werden müssen. Der Schreibvorgang läuft aber nahtlos weiter.

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