Bei der Mark II nahm das vollständige Löschen des Speichers nach einer Serie von 20 RAW+JPEG-Dateien fast eine Minute in Anspruch. Canon hat diese Zeitspanne weiter gesenkt. Mit der Mark II N und einer CF-Karte vom Typ Sandisk Extreme IV dauert das Schreiben von 21 RAW+JPEG-Aufnahmen nur noch 22 Sekunden. Zudem geht das Betrachten von Bildern auf dem LCD bei der Mark II N fast ohne Verzögerung vonstatten. Auch das ist eine große Verbesserung gegenüber der Mark II.

Wie die Mark II hat die Mark II N einen hervorragenden Belichtungsmesser mit 21 Messfeldern und dasselbe Autofokus-System mit 45 Messfeldern. Dadurch gelingen die Aufnahmen mit den Automatikfunktionen genau auf den Punkt.

Die Mark II N verwendet denselben Nickel-Metallhydrid-Akku wie ihre Vorgänger. Mann muss also keine neuen Akkus kaufen. Allerdings hat Canon keine neueren Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus mit längerer Lebensdauer eingesetzt, wie sie zum Beispiel der schier unerschöpfliche Akku der Nikon D2H aufweist.

Bildqualität

Die im Test mit der Canon EOS-1D Mark II N aufgenommenen Dateien sind ebenmäßig und zeigen bei ISO 100 und ISO 200 fast kein Rauschen. Auch ISO 400 und ISO 800 sehen sehr gut aus. Es gibt kein Anzeichen von Streifenbildung, unter der noch die Aufnahmen der EOS-1D litten. Wie bei den meisten digitalen Spiegelreflexkameras muss man darauf achten, dass die Aufnahmen nicht unterbelichtet werden. Auf stark unterbelichteten Bildern ist ein deutliches Rauschen wahrzunehmen. Zur Sicherheit sollte man die Aufnahmen um etwa eine halbe Stufe überbelichten. Den Belichtungswert kann man dann beim Konvertieren der RAW-Dateien mit der Bildbearbeitungssoftware wieder senken.

Unter Verwendung der Voreinstellung durchlaufen die mit der Mark II aufgenommenen Bilder keinen starken Scharfzeichnungsfilter. Einigen mögen die resultierenden weichen Bilder nicht gefallen. Man hat jedoch auf diese Weise in der Nachbearbeitung mehr Kontrolle darüber, welchen Grad von Scharfzeichnung man verwenden möchte. Wer die Bildschärfe bereits in der Kamera erhöhen will, sollte eine Schärfeeinstellung von drei oder vier wählen.

Aufgrund der hohen Auflösung und der hervorragenden Bildqualität stellt die Mark II N hohe Ansprüche an die verwendeten Objektive. So ergeben sich im Test mit einem 1,4-Telekonverter, der an der EOS-1D anstandslos funktioniert, keine scharfen Bilder. Durch die hohe Auflösung der Kamera werden selbst die geringsten Mängel sichtbar. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, sind also erstklassige Objektive unentbehrlich.

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