Der Hauptgrund für jede Blu-ray-Begeisterung sind die HD-Möglichkeiten des Formats. DVDs haben eine native Auflösung von 576p. Blu-ray kann dank seiner erweiterten Speicherkapazität Filme mit Auflösungen von 720p, 1080i und 1080p wiedergeben, also bis zu viermal detailgenauer als DVDs.

Der DMP-BD10 bietet all diese Formate an, wenn man ein Blu-ray-Medium in die Laufwerksschublade einlegt. Die Auswahl des gewünschten Wiedergabeformats erfolgt über eine Liste im Hauptmenü. Nicht verfügbare Formate werden grau dargestellt. Außerdem werden DVD-Videos mittels der P4HD-Videotechnik (Pixel Precision Progressive Processing) von Panasonic in das gewählte Wiedergabeformat umgerechnet. Dadurch sollen sie schärfer und detailreicher aussehen.

Panasonic hat verschiedene Bildanpassungswerkzeuge eingebaut. Sie können sowohl über das Einrichtungsmenü als auch über eine eigens dafür bestimmte Taste angesteuert werden, während eine Disc abgespielt wird. Mit diesen Werkzeugen kann man zum Beispiel das Bild scharfzeichnen oder die Kontraste anpassen. Diese Möglichkeiten sind durchaus nützlich. Der heimische Fernseher oder Projektor mit HD-Ready-Symbol verfügt jedoch vermutlich über dieselben Optionen. Man ist also nicht unbedingt auf den Player angewiesen.

Leider ist die mitgelieferte Fernbedienung wirklich grausig. Auf den ersten Blick sieht sie ganz in Ordnung aus: Die Hauptelemente sind vernünftig gestaltet und sie macht einen sauberen, nicht überladenen Eindruck. Viele der weniger häufig benötigten Funktionselemente sind unter einer Klappe verborgen. Nimmt man die Fernbedienung aber in die Hand, zeigt sie sich fatalerweise wenig reaktionsfreudig. Und das besonders, wenn man versucht, die Menüeinstellungen zu ändern. Dass die Navigationstasten Teile eines sich lose drehenden Rades sind, erweist sich auch nicht gerade als hilfreich. Kurz gesagt, es ist eine mehr als dürftige Fernbedienung. Ein so fortschrittliches Gerät verdient einfach etwas Besseres.

Leistung

Um die 1080p-Wiedergabe zu testen, haben wir den DMP-BD10 an einen 50-Zoll-PDP-5000EX von Pioneer angeschlossen. Das ist einer der wenigen Plasmabildschirme, die 1080p-kompatibel sind. Die Qualität rangiert weit vor der von DVDs, selbst wenn die DVD-Signale mit den teuersten Geräten am Markt verbessert werden. Es sind auch viel mehr Details sichtbar als bei Filmen, die man über Satellit empfangen kann. Rauschen und Komprimierungsartefakte treten deutlich seltener auf. Es ist ganz einfach das beste Bild, das man zu Hause bekommen kann – zumindest ohne einen Kinoprojektor.

Letztlich wird damit auch der Samsung BD-P1000 übertroffen. Da macht sich der Preisunterschied bemerkbar. Anzumerken bleibt aber, dass sich bei der Wiedergabe von 1080i-Bildern kein gravierender Qualitätsunterschied feststellen lässt. Nebenbei ist der Rummel um 1080p vielleicht auch etwas übertrieben. Es könnte aber sein, dass die Medien noch besser werden müssen. Auch die Tonqualität ist sehr gut, aber noch nicht eindeutig besser als bei DVDs.

Die Wiedergabe hochgerechneter DVDs beeindruckt nicht so sehr. Es gibt preisgünstige DVD-Wiedergabegeräte, die hier besser abschneiden. Doch kaum jemand wird sich einen Blu-ray-Player für 1600 Euro kaufen, um sich dann nur DVDs anzuschauen.

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