Die HDR-UX1 bietet sämtliche Features, die man von einem Camcorder erwartet, einschließlich A/V, Komponenten- und HDMI-Ausgangsbuchsen. Ein HDMI-Kabel ist aber nur als gesondertes Zubehör erhältlich. Weiter finden sich eine Kopfhörerbuchse und ein Mikrofoneingang, ein intelligenter Zubehörschuh, Zebrastreifen sowie ein manueller Einstellring um das Objektiv für Belichtung, Fokussierung oder Weißabgleich. Ein gleichmäßiger langsamer Aufzeichnungsmodus zur Analyse von Actionaufnahmen, wenn auch nur für drei Sekunden, wird auch geboten. Und schließlich ist da noch das absolute Highlight von Sony: Aufzeichnung mit 5.1-Dolby-Surround.

Performance

Im Gegensatz zur Wiedergabe hat die UX1 nur wenige Probleme mit der Kompatibilität bei der Aufzeichnung. Sie akzeptiert drei Zoll große DVD-R/RW, DVD+RW und die neu eingeführten DVD+R Dual-Layer-Discs. Mit diesen Discs können annähernd 40 Minuten lange Videos aufgenommen werden, jeweils 20 Minuten auf jeder Seite.

Beim Ein- und Ausschalten kann die UX1 in Sachen Geschwindigkeit nicht mit Camcordern mit integrierter Festplatte mithalten. Doch sie ist etwas schneller, als das bei DVD-Modellen im Durchschnitt der Fall ist. Es dauert zum Beispiel nur etwa vier Sekunden bis zum Starten einer DVD-R-Disc. Bei jedem Booten wird aber Zeit verschwendet, da man jedes Mal daran erinnert wird, dass das Gerät Medien von Sony bevorzugt. Der Zoom funktioniert absolut problemlos im gesamten 10-fach-Bereich. Er ist beim Ausfahren einen Tick schneller als beim Einfahren.

Wie bei Sony-Geräten üblich weisen die Standaufnahmen eine ziemlich gute Stabilität auf. Der Autofokus ist schnell und präzise. Das LC-Display lässt sich selbst bei hellem Sonnenlicht gut ablesen. Unter denselben Lichtverhältnissen ist es jedoch häufig schwierig, die LEDs zu erkennen, die den Video- oder Fotomodus anzeigen. Solange man den Sucher verwendet und Videos nicht so häufig zurückspult, reicht der Akku gut 45 Minuten lang. Man sollte also im Urlaub lieber einen Reserveakku dabeihaben.

Die Video-Performance ist außergewöhnlich gut. Was aber Fotos anbelangt, lässt sich das Problem einfach auf den Punkt bringen: Die Verschlussverzögerung ist einfach zu lang. Obwohl Sony betont, dass der 2-Megapixel-Clearvid-CMOS-Sensor der UX1 Aufnahmen mit nicht interpolierten 4 Megapixeln ermöglicht, sind die Fotos nicht besonders gut. Sie reichen bei weitem nicht an die Qualität der HV10 von Canon heran.

Videobilder wirken hingegen scharf und gesättigt. Wenn man jedoch die Belichtungsautomatik einsetzt, neigt die UX1 stärker als üblich zu Überbelichtungen. Es gibt auch deutliche lilafarbene Farbsäume entlang vieler der überbelichteten kontrastreichen Kanten. Wenn die Belichtung in hellem Sonnenlicht etwas gedämpft wird, sollte das Resultat jedoch ganz passabel sein. Unter schlechten Lichtbedingungen ist die Videoqualität dagegen ziemlich eindrucksvoll. Die Bilder sind rauscharm mit wenigen Sättigungsverlusten.

Da die HDR-UX1 auch normale Videos mit handelsüblicher Auflösung aufzeichnen kann, ist man nicht völlig den Formatproblemen ausgeliefert. Aber in diesem Fall wird die UX1 nur zu einer glorifizierten und überteuerten Version der DCR-DVD505. Auf absehbare Zeit sollte man besser bei den HDV-Modellen bleiben, wie etwa der Handycam HDR-HC3 oder der Canon HV10, wenn man hochauflösende Videos aufnehmen will.

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