Schlägt den Ipod Nano: Iriver Clix 2

von Daniel Schraeder und Nate Lanxon am , 00:00 Uhr

Pro
  • praktisches Design
  • intuitive Bedienung
  • geringes Gewicht
  • animierte Hintergründe
  • hohe Video-Qualität
  • großartiger Sound
Con
  • Display wirkt nicht richtig befestigt
  • keine Line-In-Aufnahmen möglich
Hersteller: iRiver Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 8,6 von 10 Punkte
Fazit:

Der Clix 2 ist der erste Mini-MP3-Player. der es mit dem Ipod Nano aufnehmen kann - und gewinnt!

Kurz und knapp: Der Iriver Clix 2 ist der derzeit beste Flash-MP3-Player, den man kaufen kann. Die zweite Generation des Clix ist vollgepackt mit tollen Funktionen, sieht gut aus und ist bestens zu bedienen. Es gibt fast nichts, was ihn noch besser machen würde. Wer einen Ipod-Nano-Killer sucht, wird hier fündig.

Der Iriver Clix 2 – offizieller Name: Clix Second Generation – ist der junge Bruder des bereits bekannten Clix. Schon der Vorgänger machte absolut keine Probleme. Seine Bedienung war ähnlich revolutionär wie die des Ipods. Nun gibt es einen Nachfolger – und der ist noch deutlich besser.

Design

Der neue Clix sieht so gut aus, dass man am liebsten reinbeißen würde. Auf der Oberfläche gibt es keine sichtbaren Knöpfe. Stattdessen agiert die gesamte Front als vier-Wege-Knopf. Um durch die Menüs zu kommen, drückt man einfach in der entsprechenden Richtung auf den Bildschirm – fertig. Das funktioniert absolut problemlos und ist eine angenehme Alternative zu fummeligen Knöpfen oder billigen Nachbauten des Ipod Click Wheels.

Die Haken an der Sache sind eher irrelevant. Die Knöpfe an den Seitenflächen fallen nicht auf. Außerdem fühlt sich der Player etwas zerbrechlich an: Die Lücke zwischen Gehäuse und Display macht den Eindruck, als würde die Anzeige abbrechen. Das tut sie natürlich nicht – aber man muss sich daran gewöhnen.

Ausstattung

Das 2,2 Zoll große Display ist scharf wie eine Rasierklinge und präsentiert Menüs, Fotos und Videos in lebhaften Farben. Es verschiedene Themes, die die Hintergründe des Hauptmenüs attraktiv wirken lassen – etwa Farbringe, die wie eine Nahaufnahme der Ringe um den Saturn wirken. Die „Ringe“ bewegen sich langsam im Hintergrund und bringen eine Eleganz in die Menüs, wie es noch kein MP3-Player zuvor geschafft hat.

Das Menü selbst ist absolut idiotensicher aufgebaut. Das einzige, was man tun muss, ist den Bildschirm in die Richtung zu drücken, in die man navigieren möchte – fertig. Das ist so intuitiv und einfach, dass selbst Kinder damit klar kommen. Auch nicht technisch Affine und Rentner sollten kein Problem mit der Steuerung haben.

Der Clix spielt MP3, WMA, OGG und DRM-geschütztes WMA. Er unterstützt Videos im MPEG4-Format, und das Ansehen von Clips klappt so gut, dass man nach kürzester Zeit vergisst, wie klein das Display ist. Außerdem unterstützt der kleine Iriver JPG-Bilder und Textdateien.

Legal online gekaufte Musik, etwa von Musicload oder Napster, spielt der Clix 2 ohne Murren ab. Wer vor hat, Schallplatten oder Musikkassetten zu Rippen, wird einen Line-In-Eingang vermissen. Legt man darauf Wert, sollte man sich Creatives Zen Vision M Plus näher ansehen.

Musik sortiert das Gerät klassisch nach den drei Kategorien Artist, Album und Song. Auch mit ID3-Tags kann der Clix umgehen und sortiert, sofern vorhanden, dann auch nach Genre oder Track-Nummer.

Ein weiteres nützliches Feature ist der Smart Key. Ein Knopf an der Seite lässt sich frei belegen. Er schaltet etwa das Display ein und aus oder aktiviert die Zufallswiedergabe.

Bei der Wiedergabequalität gibt es keine Unterschiede zu anderen Playern mit erstklassiger Bewertung. Selbst die Kombination aus tiefen Bässen und Effekten in hohen Frequenzen sind klar definiert. Wie üblich sind allerdings die mitgelieferten Ohrhörer ein Fall für die Tonne. Legt man Wert auf gute Audioqualitäten, sind hochwertige Stöpsel fürs Ohr Pflicht.

Die Wiedergabe von Videos beeindruckt. Die Farben sind klar, die Übergänge scharf – und das kleine Display stört kaum. Bis zu 30 Frames pro Sekunde unterstützt der integrierte Player. Somit ist die Wiedergabe so sanft wie ein Babypopo. Lediglich der beschränkte Speicherplatz verhindert, dass die Spielfilmsammlung ihren festen Platz in der Hosentasche findet.

Auch die Akkuleistung überzeugt. Iriver gibt eine Spieldauer von 24 Stunden mit einer Akkuladung an – in unseren Tests erreichte der Clix 2 immer noch ordentliche 23 Stunden. Bei der Wiedergabe von Videos ging dem kleinen Player nach 5 Stunden und 20 Minuten der Saft aus – 20 Minuten länger als der Hersteller angegeben hat.

Das integrierte FM-Radio hat nicht den schnellsten Sendersuchlauf der Welt. Dennoch ist es brauchbar – der Clix findet starke Sender und gibt sie in hoher Qualität aus.

Der Equalizer erlaubt es, die Töne noch etwas zu tunen. Es gibt fünf voreingestellte Presets, die den Sound optional klingen lassen wir bei einem Live-Konzert – mit einer Priese Bass und 3D-Effekten.

Die PC-Software sieht ordentlich aus und verursacht keine größeren Probleme. Unsere 1,5 Gigabyte große Musiksammlung für Testzwecke überträgt das Programm iin 12 Minuten auf den Player. Ein guter Wert. Videos rechnet die Software selbsttätig in ein Format um, mit dem der Clix umgehen kann. Für einen 30 minütigen Clip war der Rechner allerdings eine halbe Stunde beschäftigt.

Fazit

Der Clix der zweiten Generation ist kein Schnellschuss des Herstellers. Die Audioqualität ist fantastisch und eine große Auswahl an Funktionen ist ordentlich integriert. Wir mögen besonders die animierten Hintergründe – etwas in der Art haben wir noch bei keinem anderen MP3-Player gesehen.

Wenn lange Batterielebensdauer der wichtigste Aspekt ist, sollte man noch einen Blick auf Sonys NW-A808 werfen – er schafft bis zu 30 Stunden Wiedergabe am Stück. Doch die 23 Stunden des Clix 2 können sich durchaus sehen lassen.

Wer auf der Suche nach einem Flash-MP3-Player ist, hat sein Ziel gefunden: Der Clix 2 ist durch und durch empfehlenswert. Er ist zwar etwas teuer, aber sein Geld wert. Und er ist der erste Player, der den Ipod Nano von seinem Thron wirft.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Klein wie der Nano: Iriver Clix 2: https://www.cnet.de/39155166/klein-wie-der-nano-iriver-clix-2/?pid=1#sid=39155278