Der 3-fache optische Zoom der Kamera deckt etwa den Bereich von 35 bis 105 Millimeter mit einer Lichtstärke zwischen f/2.8 und f/4.9 ab. Damit unterscheidet er sich nicht von der Konkurrenz. Die Testbilder weisen allerdings sehr wenig Farbsäume auf. Das lässt vermuten, dass ein besseres Objektiv im Einsatz ist als bei einigen anderen Kompaktkameras.

Das LCD-Display (2,5 Zoll/64 Millimeter) ist mit einer speziellen Anti-Reflex-Beschichtung versehen. Sie soll vor Kratzern und Fingerabdrücken schützen. Im Test ist sehr wenig Spiegelung festzustellen. Dafür lassen sich jede Menge Fingerabdrücke entdecken. Die kann man aber leicht abwischen. Wen solche Abdrücke stören, sollte immer ein kleines Mikrofasertuch bei sich haben.

Positiv zu vermerken ist, dass Canon noch immer einen optischen Sucher anbietet. Er ist allerdings sehr klein und etwas tunnelartig. Dennoch kann er trotzdem recht praktisch sein, etwa wenn man direkt mit dem Rücken an einer Wand steht oder wenn das LCD-Licht einfach stören würde.

Leistung

Die Digital Ixus 70 zeigt sich im Test ziemlich flink. Vom Einschalten bis zur Aufzeichnung des ersten JPEG-Bildes braucht sie nur 0,98 Sekunden. Der Abstand zwischen den nachfolgenden JPEGs beträgt 1,48 Sekunden ohne und 2,44 Sekunden mit Blitz.

Die Auslöseverzögerung misst 0,45 Sekunden beim Test mit hohem Kontrast, der helle Aufnahmesituationen simuliert. Mit niedrigem Kontrast, also unter schlechten Lichtverhältnissen, sind es 0,9 Sekunden.

Reihenaufnahmen funktionieren nicht ganz so flott wie beim 6-Megapixel-Vorgängermodell. Im Test werden circa 1,7 Bilder pro Sekunde gemessen, unabhängig von der Bildgröße. Canons Gesichtserkennungssystem lokalisiert die meisten Gesichter im Test schnell und korrekt. Das System scheint sich hauptsächlich nach den Augen zu richten. Es lässt sich leicht verwirren, wenn ein Modell bei einer Aufnahme die Augen schließt.

Bildqualität

Die Ixus 70 liefert hervorragende Testbilder mit korrekten Farben und jeder Menge Bildschärfe. Der automatische Weißabgleich bewirkt bei den Wolframleuchten des Testlabors einen leichten Gelbstich. Das lässt sich allerdings durch die Weißabgleichvoreinstellung für Wolframlampen leicht ausgleichen. Damit entstehen dann sehr saubere Farben.

Von ISO 80 bis ISO 200 hält die Ixus 70 das Rauschen sehr gut unter Kontrolle, obwohl die Rauschunterdrückungsalgorithmen bei ISO 200 scheinbar etwas zu Lasten der Schärfe gehen. Bei ISO 400 tritt das Rauschen deutlicher hervor und manifestiert sich in leicht bläulichen Farbflecken. ISO 800 geht mit deutlich mehr Rauschen einher, dürfte aber für kleinere Ausdrucke (100 mal 150 Millimeter) noch brauchbar sein. Allerdings gehen bei dieser Einstellung einiges an Schärfe und eine ganze Menge Schattendetails verloren.

Bei ISO 1600 geschossene Bilder wirken wie im Schneesturm aufgenommen. Da ist an Schärfe und Schattendetails nicht mehr zu denken. Man sollte also möglichst unter ISO 800 bleiben. Auf ISO 1600 lässt sich auch gerne ganz verzichten. Aber trotzdem liegt die Kamera damit in Sachen ISO-Rauschen im Vergleich zur Konkurrenz gut im Rennen. Sie holt sogar einen kleinen Vorsprung heraus.

Fazit

Trotz der kleinen Mängel ist die Digital Ixus 70 in ihrer Preisklasse eine hervorragende Kompaktkamera. Die meisten Anwender werden mit der ausgezeichneten Bildqualität und den relativ wenigen, aber nützlichen Funktionen vollauf zufrieden sein.

Das auffälligste Manko der Ixus 70 ist die fehlende optische Bildstabilisierung. Für diesen Preis ist sie aber wohl auch nicht bei der Konkurrenz zu finden. Vor allem, wenn gleichzeitig eine ordentliche Bildqualität gewährleistet sein soll.

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