42-Zoll-Plasma-TV mit Verbindungsschwächen: Hitachi P42T01

von Ian Morris am , 12:01 Uhr

Pro
  • gute Bildqualität
  • motorisierter Drehfuß
  • attraktives Design
  • robuste Bauweise
Con
  • mäßige Klangqualität
  • dürftige Konnektivität
Hersteller: Hitachi Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 7,6 von 10 Punkte
Fazit:

Der P42T01 von Hitachi liefert ein durchwachsenes Ergebnis: super Bild, durchschnittlicher Klang und ziemlich schlechte Anschlussmöglichkeiten.

Der Hitachi P42T01 ist ein attraktiver Fernseher mit guter Bildqualität, aber leider schlechtem Klang und kümmerlichen Anschlussmöglichkeiten. Trotzdem sollte man ihn nicht ganz außer Acht lassen – besonders für den DVB-T-Einsatz.

Das Wichtigste zuerst: Wer nach einem großen Fernseher sucht, der sich durch hervorragende DVB-T- und High-Definition-Performance auszeichnet, für den ist der 42 Zoll große Plasmabildschirm Hitachi P42T01 womöglich genau das Richtige.

Mit diesem Bildschirm geht Hitachi neue Wege. Bisher waren die Fernseher des japanischen Herstellers nicht gerade eine Augenweide, dieses Modell ist jedoch um einiges attraktiver. Außerdem kann es mit einem großen Funktionsumfang aufwarten. Auch die Performance dürfte den meisten Benutzern zusagen. Der P42T01 ist für etwa 1200 Euro erhältlich.

Design

Der P42T01 hat ein ansprechendes Design. Er ist einmal nicht im inzwischen allgegenwärtigen Klavierlackschwarz gehalten. Das wird sicher einigen Käufern gefallen. Nicht jeder ist von glänzend schwarzem Kunststoff im Wohnzimmer begeistert.

Die Unterseite des Bildschirms sieht aus wie ein lang gestreckter Lautsprecher. Tatsächlich sind die Lautsprecher aber nur am Rand untergebracht. In der Mitte verbergen sich unter einer Abdeckung einige Tasten zur Steuerung des Fernsehers.

Unter dieser Abdeckung stecken auch ein einzelner HDMI-Anschluss, ein USB-Port für die Verbindung mit einer Digitalkamera sowie ein Speicherkartenleser. Einen HDMI-Anschluss an der Vorderseite unterzubringen ist eine Novität. Das wird besonders den Besitzern einer Playstation 3 gefallen. Allerdings ist der Anblick eines vorne heraushängenden HDMI-Kabels auf die Dauer auch kein schöner Anblick.

Die Kehrseite des vorne angebrachten HDMI-Anschlusses ist jedoch, dass es an der Rückseite nur einen HDMI-Port gibt. Das enttäuscht wirklich. Heutzutage erwartet man von einem großformatigen Fernseher drei HDMI-Schnittstellen. Zwei wären immerhin in Ordnung – doch nicht in dieser Aufteilung.

Die Fernbedienung kann hingegen überzeugen. Sie ist robust gebaut und gut durchdacht. Die Tasten wurden sinnvoll angeordnet. Sie sind auch mit etwas dickeren Fingern bequem zu bedienen. Oben finden sich die Nummerntasten zur Kanalwahl. Darunter sind Lautstärkeregler und die Tasten zum Zappen angebracht. Ganz unten gibt es ein 4-Wege-Navigationspad mit einer OK-Taste in der Mitte. Man kann es in allen Menüsystemen des Fernsehers verwenden.

Funktionsumfang

Mit der Fernbedienung lässt sich auch der Drehfuß des Fernsehers steuern. Man kann ihn somit bequem auf die Sitzposition ausrichten. Das ist eine recht nützliche – und vor allem beeindruckende – Funktion. Sie kommt besonders in großen Wohnzimmern bei gelegentlichem Wechsel der Sitzposition zum Tragen.

Weniger beeindruckend ist die Konnektivität des P42T01. Der nur beschränkt nutzbare HDMI-Eingang an der Vorderseite wurde bereits erwähnt. Dazu kommt das Fehlen einer VGA-Schnittstelle für die Verbindung mit einem PC. Man kann zwar einen DVI-zu-HDMI-Adapter verwenden. Da es aber nur einen HDMI-Anschluss an der Rückseite gibt, muss man auf einen teuren HDMI-Umschalter zurückgreifen, falls man auch einen HD-DVD- oder Blu-ray-Player anschließen will.

Der P42T01 wartet mit 1080 horizontalen Zeilen auf. Er kann aber keine vollständigen 1920 mal 1080 Pixel darstellen. Das Panel verfügt nur über eine Auflösung von 1024 mal 1080 Pixeln. Diese merkwürdige Zahl kommt zustande, weil die Pixel nicht quadratisch, sondern rechteckig sind. Trotzdem ist der Fernseher ein Breitbildmodell. Er verarbeitet bereitwillig 1080p-Signale. Allerdings werden die Bilder intern heruntergerechnet, damit sie auf den Bildschirm passen.

Performance

Der erste Test des P42T01 wird mithilfe des bewährten Toshiba-HD-DVD-Players HD-E1 durchgeführt. Als Veruchsmaterial dient der Science-Fiction-Film „Serenity“. Damit kann man gut beurteilen, wie ein Fernseher mit Schwarzwerten und Bewegung klarkommt.

Der Hitachi liefert ein sehr attraktives Bild. Es gibt viele Details, die Bilder wirken natürlich. Allerdings hat man auch schon bessere Schwarzwerte gesehen. Im völlig abgedunkelten Testraum kann man erkennen, dass das Schwarz etwas ins Graue tendiert. Selbst bei reduzierter Helligkeit kommen die Schwarztöne nicht optimal.

Der P42T01 weist auch Rauschen auf. Besonders um helle Objekte vor dunklem Hintergrund taucht der Effekt auf. Zu Beginn von „Serenity“ etwa sieht man einige Planeten vor dem schwarzen Hintergrund des Weltraums. An den Rändern dieser Planeten ist deutliches Rauschen festzustellen. Es sieht aus wie kleine Funken. Aus normaler Distanz ist das kaum wahrnehmbar. Wenn man jedoch nah genug herangeht, wird das Rauschen augenfällig. Wahrscheinlich ist dies auch einer der Gründe für die schlechten Schwarzwerte.

Die Klangqualität ist insgesamt recht ordentlich. Sprache lässt sich gut verstehen, auch bei Hintergrundmusik oder Spezialeffekten. Nachteilig ist allerdings, dass der Hitachi an tiefen Frequenzen nicht viel zu bieten hat. Die Bässe sind ziemlich dünn. Actionfilme wirken dadurch nicht gerade beeindruckend. Wer mit diesem Bildschirm vor allem Filme ansehen will, sollte unbedingt eine externe Anlage anschließen.

Material in Standardauflösung, das mit dem Humax 9200T PVR aufgenommen wurde, sieht bemerkenswert gut aus. Die DVB-T-Bilder lassen gelegentlich Details vermissen. Das kann man aber nicht dem Hitachi anlasten. Trotz der niedrigen Bitrate dieser Programme und der Übertragung per Scart-Kabel, liefert der Fernseher ein ordentliches Ergebnis.

Bei der Verwendung des integrierten DVB-T-Dekoders erzeugt der P42T01 ein scharfes Bild mit kräftigen Farben. Es ist weitaus besser als bei den meisten 42-Zoll-LCD-Fernsehern. Plasma hat eben bei Material in Standardauflösung in der Regel die Nase vorn. Doch eine so gute Bildqualität ist dennoch überraschend.

Fazit

Hitachi hat bei diesem Modell einige merkwürdige Entscheidungen getroffen. Die Bildqualität des Fernsehers kann zwar überzeugen, aber Klangqualität und Anschlussmöglichkeiten sind eher mau.

Wer den Fernseher fürs Heimkino einsetzen will und ohnehin einen separaten Dolby-Surround-Dekoder verwendet, wird mit dem P42T01 hervorragend bedient. Wer hingegen nach einer Komplettlösung sucht, für den bietet der Panasonic Viera TH42PX600 einen exzellenten Klang. Dieses Gerät ist für etwa 1350 Euro zu haben.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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