Leistungsfähiger 42-Zoll-Plasma-TV: Panasonic Viera TH-42PX70

von Ian Morris am , 00:00 Uhr

Pro
  • ausgezeichnete Bildqualität
  • passables Design
Con
  • keine echte 1080p-Auflösung
  • beim Klang fehlen tiefe Bässe
  • nur zwei HDMI-Eingänge
Hersteller: Panasonic Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,2 von 10 Punkte
Fazit:

Der Viera TH-42PX70 ist ein robustes Multitalent mit hervorragender Bildqualität und ordentlichem Design. Sein einziges Manko ist ein leichtes Bildrauschen.

Der Panasonic Viera PX70, erhältlich in den Versionen TH-42PX70PED mit Sockel und TH-42PX70CAB mit Unterschrank, ist ein exzellenter Fernseher. Er bietet leider kein vollständiges 1080p. Dennoch kann er sowohl herkömmliche als auch High-Definition-Filme hervorragend wiedergeben.

Panasonic hat sich die Entwicklung von Plasmageräten auf die Fahnen geschrieben. Das Unternehmen bringt laufend fantastische Fernseher auf den Markt. Der etwa 1200 Euro teure Viera TH-42PX70 kommt mit einem G10-Panel. Es scheint so, als würde Panasonic mit jedem neuen Modell dazulernen.

Design

Die meisten Leute bringen Technologie eher selten mit gestalterischer Schönheit und moderner Kunst der Spitzenklasse in Verbindung. Der Turner-Preis [1] wird wohl in naher Zukunft auch nicht an einen Fernseher gehen. Doch wer weiß das schon? Panasonic hat jedenfalls einige Anstrengungen unternommen, seine TV-Geräte ästhetisch ansprechend zu gestalten.

Der Bildschirm des TH-42PX70 hat eine glänzend-schwarze Einfassung. Sie ist nicht ganz so reflektierend wie bei einigen anderen klavierlackschwarzen Modellen. Umso besser sieht sie an diesem Gerät aus. Unter dem Bildschirm befindet sich eine geschickt versteckte Lautsprecherleiste. Sie fällt kaum auf, wenn man nicht genau hinschaut.

Diese attraktiven Designelemente machen den TH-42PX70 zu einem eindrucksvollen Gerät. Seine Größe ist imposant. Dasselbe trifft auch auf das nicht unerhebliche Gewicht zu. Der Fernseher an sich ist nicht besonders massiv. Aber wenn man ihn auf den Standfuß montiert hat, wird das Ganze ungleich schwerer. Erfreulicherweise gibt es als optionales Zubehör einen Unterschrank und eine Wandhalterung.

Auf der Rückseite befinden sich die üblichen Eingänge. Es gibt zwei HDMI-Anschlüsse für HD-Geräte, zwei Scart-Buchsen für alle älteren Geräte und einen Component-Eingang für Konsolen. Außerdem ist ein PC-Port vorhanden. Zusammen ergibt das eine akzeptable Auswahl an Anschlussmöglichkeiten. Allerdings könnte man von einem Gerät dieser Klasse eigentlich drei HDMI-Anschlüsse erwarten.

Funktionsumfang

Der Panasonic TH-42PX70 ist kein nativer 1080p-Bildschirm, ein Herunterskalieren auf 1080 Bildzeilen gehört aber zu seinen Fähigkeiten. Er verfügt über einen RGB-PC-Port. Bei einem statischen Eingang in Verbindung mit einem Plasma-TV besteht freilich das Risiko von Schäden und eingebrannten Bildern. Man wird also möglicherweise die Windows-Taskleiste nicht mehr los.

Trotzdem ist es gut, dass das Modell einen PC-Eingang mitbringt. Damit kann man immerhin Media-Center-Geräte und Spielekonsolen wie die Xbox 360 anschließen.

Panasonic hat offenbar viel Zeit für die Überarbeitung der Menüsysteme aufgewandt. So verläuft das Einrichten des TH-42PX70 wunderbar problemlos. Der Suchlauf nach analogen und digitalen Kanälen geht einfach und schnell von der Hand. Die Verwendung der TV-Menüs ist generell benutzerfreundlicher geworden. Man muss eindeutig weniger Tasten drücken.

Nach Anschluss eines Toshiba HD-E1 an den TH-42PX70 steht fest, dass die Wiedergabe einfach großartig ist. Dabei bleibt es nebensächlich, welche HD-Quelle man anschließt.

Einzig das übliche Plasmarauschen gibt Anlass zu leiser Kritik. Die kleinen glitzernden Störenfriede sind sichtbar, wenn eine dunkle Filmsequenz abgespielt wird. In der Regel bemerkt man sie aber gar nicht. Erst wenn man ganz nah an den Fernseher herangeht, registriert sie das Auge.

Im Test sind sie in einem total abgedunkelten Raum sichtbar. Auf dem Fernseher wird dazu ein schwarzes Bild wiedergegeben. In der Praxis dürfte es hier keine Probleme geben.

Die DVB-T-Performance ist ordentlich. In der Regel ist die Wiedergabe von DVB-T auf Plasmageräten attraktiver als auf LCD-Modellen. Die Bilder weisen allgemein etwas mehr Schärfe auf.

Das gilt auch für den TH-42PX70. Doch seine DVB-T-Bilder sind nicht so kontrastreich wie die der kürzlich getesteten Plasmageräte von Samsung [2] und Hitachi. Für einen Bildschirm dieser Größe wird digitales Material dennoch sehr anständig wiedergegeben.

Auch der Klang ist recht gut. Besonders bei herkömmlichen Fernsehsendungen macht sich das bemerkbar. Bei Filmen hat man allerdings den Eindruck, dass trotz der Größe des Fernsehers die tiefen Klänge etwas schwach rüberkommen. Explosionen und Actionszenen fehlt es ein wenig an Durchschlagskraft. Schade, dass dieser Fernseher integrierte Tieftonlautsprecher vermissen lässt. Beim TH-42PX600 sind diese mit an Bord.

Fazit

Alles in allem hat der Panasonic eine gute Bewertung verdient. Er schneidet in puncto Performance besser ab als der Hitachi P42T01. Im Vergleich zu anderen Modellen kann man nicht wirklich von einem Quantensprung sprechen, doch der TH-42PX70 bringt eine Reihe wertvoller Verbesserungen mit. Das trifft besonders auf die Benutzerfreundlichkeit zu.

Letztendlich machen die überzeugende HD-Performance und seine beeindruckende Farbwiedergabe das Gerät zu einer guten Wahl. Allerdings sollte man für optimalen Genuss zusätzlich ein ordentliches Soundsystem anschließen.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Turner-Preis: http://de.wikipedia.org/wiki/Turner_Prize

[2] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/