Schlankes GPS-Navigationsgerät mit Touchscreen: Garmin Nüvi 250W

von Mark Harris am , 00:00 Uhr

Pro
  • großes Farbdisplay
  • gute Suchfunktionen und Points-of-Interest-Liste
  • klare Sprachausgabe
Con
  • schwacher GPS-Empfang
  • kein Verkehrsfunk
  • Software-Aktualisierung nicht möglich
Hersteller: Garmin Listenpreis: 229 Euro
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 7,7 von 10 Punkte
Fazit:

Das Garmin Nüvi 250W ist ein einfaches GPS-Navigationsgerät, das grundlegende Anforderungen zuverlässig erfüllt.

Das Garmin Nüvi 250W ist ein solides Einsteigernavigationsgerät. Es zeichnet sich durch ein vorzügliches Display, umfangreiches Kartenmaterial von Europa und hervorragende Suchfunktionen aus. Reine Stadtfahrer könnten sich allerdings über den schwachen GPS-Empfang beschweren. Das günstigere Nüvi 200W gibt es nur mit Kartenmaterial von Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Das Garmin Nüvi 250W ist ein passables GPS-Einsteigermodell. Es bietet ausführliches Kartenmaterial von Europa und zeigt bekannte Radarfallen an. Ansonsten bringt es aber nur wenige Extras mit.

Das Gerät kostet circa 300 Euro. Detailliertere Informationen findet man auf der Website von Garmin [1].

Stärken

Das schlanke Nüvi 250W ist gleich nach Lieferung einsatzbereit. Es hat umfassendes Kartenmaterial von Deutschland und Westeuropa an Bord. Die Karten werden auf einem beeindruckend benutzerfreundlichen Touchscreen angezeigt.

Das Hauptmenü bietet nur zwei Optionen zur Zieleingabe und Kartenanzeige. Beide funktionieren sehr gut. Mithilfe der Suchoptionen kann man sich Points of Interest (POI) in der Nähe anzeigen lassen. Darunter finden sich Restaurants, kleinere Museen und Stationen öffentlicher Verkehrsmittel. Auch bekannte Kneipenketten, Freizeitparks und Tankstellen sind vertreten.

Wer lieber nach Stadt oder Straße sucht, den bringt der PLZ-Sucher sicher an den gewünschten Ort. An seine Zuverlässigkeit kommt kaum ein anderes Gerät heran. Im Test wird jede noch so außergewöhnliche Ortseingabe mit Leichtigkeit gefunden.

Auch die Suche nach Adressen im Ausland ist einfach. Die Routenberechnung und Neuberechnung erfolgt schnell. Das Nüvi 250W benötigt dazu etwa zehn Sekunden bei einer Fahrt durch die Stadt.

Das 109 Millimeter (4,3 Zoll) große Breitbilddisplay ist hell und farbenfroh. Die 3D-Karten sind vielfarbig gekennzeichnet. Damit setzt sich eine schmale Gasse gut von einer richtigen Straße ab.

Die Symbole für die POIs hat Garmin gut gewählt. Sie lassen sich auch dann noch erkennen, wenn man den Kartenausschnitt vergrößert oder verkleinert. Richtungspfeile erscheinen klar und deutlich. Die weibliche Ansagestimme klingt laut und verständlich.

Das Nüvi 250W lässt leider einen MP3-Player vermissen. Dafür bekommt man aber einen Währungs- und Einheitenrechner. Auch einen einfachen JPEG-Bildbetrachter gibt es. Mit ihm kann man unter anderem ein Hintergrundbild für das Display auswählen.

Die Akkulaufzeit beträgt mindestens drei Stunden, wenn das Gerät nicht an den Zigarettenanzünder angeschlossen ist.

Das Nüvi 250W ist mit dem neuesten Sirfstar-III-GPS-Chipsatz ausgestattet. In der Regel benötigt es etwa drei Minuten um ein Signal aufzunehmen. Dennoch hat es Probleme bei schwachem Signalempfang, etwa hinter Fenstern, unter Bäumen oder in Hochhaussiedlungen. Aber davon abgesehen hält es ein einmal gefundenes Signal sehr gut.

Will man die Geschwindigkeit überprüfen oder eine Routensimulation durchführen, hilft der Hauptbildschirm nicht weiter. Es gibt auch keine spezielle Funktion, um Zwischenziele einzugeben oder zu löschen.

Es scheint zwar ganz witzig, das dargestellte Fahrzeugsymbol verändern zu können. Doch gerade das lustigste Symbol, ein Monstertruck, verdeckt mitunter andere Symbole – und in einigen Ansichten sogar die Route.

Die Sprachausgabe ist klar und Abbiegehinweise werden rechtzeitig ausgegeben. Aber es fehlt die Perfektion fortschrittlicherer Geräte. Beispielsweise werden Straßennamen nicht laut genannt. Im Kreisverkehr oder in großen Kreuzungsbereichen wäre das von großem Vorteil.

Bedauerlicherweise gibt es keine Bluetooth-Schnittstelle fürs Handy. Auch auf aktuelle Verkehrsdaten muss man verzichten.

Standorte von Radarfallen sind vorinstalliert. Durch einen hohen Pfeifton wird man gewarnt, wenn man in einen überwachten Bereich fährt. Da man jedoch die Datenbank nicht aktualisieren kann, ist es keine gute Idee, sich auf diese Funktion zu verlassen.

Fazit

Garmin ist angetreten, um dem Tomtom mit einem sehr einfachen Gerät Konkurrenz zu machen. Das ist dem Hersteller auch größtenteils gelungen.

Die Oberfläche ist sehr einfach und benutzerfreundlich gestaltet. Sowohl das Display als auch die Sprachausgabe sind klar. Die Navigation funktioniert im Großen und Ganzen gut. Nur der schwache GPS-Empfang und die eingeschränkten Erweiterungsoptionen könnten versierte Vielfahrer abschrecken.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/39157098/schlankes-gps-navigationsgeraet-mit-touchscreen-garmin-nuevi-250w/

URLs in this post:

[1] Website von Garmin: http://www.garmin.de