Videos im Internet: Vom privaten Clip bis zum Spielfilm

Werbemüll und Illegales

Die Video-Suchmaschinen eignen sich perfekt dazu, Musikschnipsel, Filmtrailer oder Vorspänne von Fernsehserien aufzutreiben. Auch skurrile private Videos tummeln sich in großen Mengen auf den Videoportalen. Mit zunehmender Popularität werden die Seiten jedoch von Werbung und Müllbeiträgen überschwemmt. Auf vollständige Musikvideos, komplette Filme und Serienepisoden werden Sie ebenfalls häufig stoßen – in den meisten Fällen handelt es sich um illegale Kopien. Aus diesem Grund hat der Medienkonzern Viacom unlängst Youtube auf Schadensersatz in Milliardenhöhe verklagt.

Drawn together
Von beliebten TV-Serien wie Drawn Together finden sich auf Youtube komplette Folgen, aufgesplittet in mehrere Teile. Den Rechteinhabern ist das ein Dorn im Auge.

Manchmal verweisen die Suchergebnisse auf amerikanische Online-Videotheken oder andere kostenpflichtige Angebote. Ob Europäer dort einkaufen können, hängt vom Einzelfall ab. Wenn Ihnen der Sinn mehr nach einem gemütlichen Filmabend als nach Suchorgien besteht, sind andere Alternativen gefragt.

Die Internet-Videotheken: Video on Demand (VOD)

In Zeiten von DSL 16.000 und 25.000 liegt es nahe, Filme und Serien bei einer Online-Videothek herunterzuladen. DVD-Verleiher vor Ort berechnen oft weniger als einen Euro pro Film – online könnte man also auf Preise zwischen fünfzig Cent und einem Euro hoffen, da die Anbieter kein Ladengeschäft unterhalten müssen. Und natürlich sollte eine riesige Auswahl an Filmen selbstverständlich sein.

Doch Pustekuchen: Mindestens einen Euro, meist aber zwei bis vier Euro am Tag kostet jeder Film bei VOD-Anbietern wie Maxdome, T-Online, Arcor, Ewetel, Myvod, In2Movies, One4Movie oder RTL Now. Es gibt auch günstigere Paketpreise, doch über die mickrige Auswahl von wenigen hundert oder tausend Filmen tröstet das nicht hinweg – jede Dorfvideothek hält da locker mit.

Maxdome
Magere Ausbeute: Ganze drei Action-Filme lassen sich bei Maxdome laut Liste einzeln herunterladen. Nur einer davon ist derzeit wirklich verfügbar.

Beinahe länger als die Liste der Filme ist die Liste der Einschränkungen: Nur T-Online-Kunden dürfen zum Beispiel das T-Online-Angebot nutzen. Wegen der diversen Kopierschutz-Maßnahmen (DRM) lassen sich die Videos sämtlicher Anbieter nur auf Windows-Rechnern oder mit spezieller Hardware abspielen. Auch der Internet Explorer ist großteils Pflicht. Die Bildqualität kann nur selten mit DVDs mithalten, Extras oder mehrere Tonspuren gibt es nicht. Um den Film auf dem Fernseher wiederzugeben, müssen Sie diesen über ein Kabel mit dem PC verbinden. Die Qualität kann dadurch weiter leiden, zumindest bei alten analogen Schnittstellen wie Composite.

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