Wer ein Lied kaufen möchte, muss das mit seinem Itunes-Passwort bestätigen. Sobald der Download abgeschlossen ist, steht es sofort im Musikplayer zur Verfügung und wird bei der nächsten Synchronisierung mit Itunes auf den PC oder Mac übertragen. Das scheint absolut problemlos zu klappen – selbst einen unterbrochener Download setzt der Client fort, sobald wieder eine Verbindung besteht.

Wunschliste

Okay, okay – sich beim Ipod Touch über fehlende Funktionen wie Sprachrekorder oder FM-Radio zu beschweren, ist etwa so, als würde man bei einem Porsche Carrera über den zu kleinen Kofferraum meckern. Dennoch gibt es Dinge, die das Gerät wirklich aufwerten würden. Auf Platz eins unserer Liste steht ein Slot für Speicherkarten. 16 GByte integrierter Speicher sind zwar okay – und für Musik reichen auch 8. Wer aber seine gesamte Futurama-Sammlung dabei haben möchte, kommt damit nicht aus. Es leben austauschbare Medien.

Die Unterstützung von Flash-Inhalten würden den ansonsten genialen Safari-Browser noch besser machen. Ohne kann man weder Videoclips von Myvideo, Dailymotion oder Stage6 anschauen, noch Webradio hören. Flash ist ein entscheidener Bestandteil des heutigen, multimedialen Internet. Außerdem hätten wir gerne das Notizbuch des Iphone, Bluetooth für die kabellose Musikübertragung und die Unterstützung von Itunes-Spielen.

Leistung

Abgesehen vom traumhaften Design, vom futuristischen Userinterface, von WLAN und weiteren innovativen Funktionen ist und bleibt der Ipod Touch ein einfacher, tragbarer Medienplayer. Das kann er, aber es gibt bessere Vertreter: Die Qualität bei der Audio- und Videowiedergabe ist nur guter Durchschnitt. Der Audio-Chipsatz ist identisch mit dem des Iphone, aber ein anderer als der des Classic. Er erlaubt guten Sound – aber keinen bahnbrechenden, wie wir ihn bei einem Killer-Produkt wie diesem erwartet haben. Dazu kommt, dass der Nutzer auch weiterhin keinen Einfluss auf den Equalizer hat. Es gibt 20 Presets. Nett, aber es ginge besser.

Über die Videofunktionalität gibt es schon einiges Negatives zu lesen. Mit Schuld daran trägt das Display – die Oberfläche aus Glas spiegelt stark, außerdem ist der Blickwinkel nicht besonders groß. Es reichen bereits kleinere Bewegungen aus, um Farben zu verfälschen oder den Kontrast zu verändern. Unabhängig davon ist der Touch der bislang beste Video-Ipod. Die hohe Auflösung (480 mal 320 Pixel) trägt ihren Teil dazu bei.

Stimmen Apples Angaben zur Akkulaufzeit, gibt es hier ebenfalls keinen Anlass zur Kritik. Der Hersteller verspricht 22 Stunden Musik- und 5 Stunden Videowiedergabe – genug für einen langen Tag auf Achse. Oder auch mal zwei. Unsere Testergebnisse folgen.

Fazit

Der Ipod Touch ist ein großartiges und durchdachtes Produkt in tollem Design mit vielen Funktionen. Er ist aber auch kein achtes Weltwunder: Der hohe Preis und die limitierte Speicherkapazität trüben das Bild. Man kann nicht davon ausgehen, dass der teuerste Ipod auch der beste ist. Wer viele Videos ansehen möchte, sollte sich den Ipod Classic ansehen – er speichert mit 160 GByte die zehnfache beziehungsweise zwanzigfache Datenmenge. Außerdem steht nicht überall WLAN zur Verfügung. Ohne können weder das neue Itunes Wifi noch der Safari-Browser ihren Zweck erfüllen.

Aber unabhängig davon: Der Ipod Touch ist einfach ein Hammer! Wer bereit ist, so viel Geld für einen tragbaren Mediaplayer auszugeben, sollte nicht zögern: Es gibt keinen triftigen Grund.

Ipod Touch
Drei Brüder: Iphone, Ipod Touch und Ipod Nano.

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