Mit ihren Leistungsdaten bewegt sich die G9 praktisch im Bereich der G7. Vom Einschalten bis zur ersten Aufnahme vergehen 1,7 Sekunden, also etwas mehr als die 1,5 Sekunden der G7. Bei hellem Licht drückt ein relativ schneller Autofokus die Auslöseverzögerung auf erträgliche 0,5 Sekunden. Bei weniger Licht wird daraus eine Sekunde.

Der Abstand zwischen zwei Aufnahmen ist mit zwei Sekunden passabel. Mit Blitz erweitert er sich lediglich auf 2,3 Sekunden. Die Serienbildfunktion gestattet nicht mehr 36 Aufnahmen hintereinander wie bei der G7, sondern nur noch zwischen 17 und 19. Doch die G9 ist schneller: 2,3 Bilder pro Sekunde (fps) bei niedriger Auflösung, im Normalbetrieb 1,7 fps.

Das LCD lässt sich auch in hellem Sonnenlicht ziemlich gut erkennen. Auch der Betrachtungswinkel ist angenehm breit. Allerdings sehen die Bilder auf dem LCD tendenziell etwas weicher aus, als sie tatsächlich sind. Helle Bereiche wirken dann nicht selten überbelichtet. Man sollte also keine Bilder löschen, bevor man sie nicht in voller Größe gesehen hat.

Der Sucher fällt immer noch größer und brauchbarer aus als die meisten anderen. Dennoch wirken das kleinere LCD und der größere optische Sucher der G7 angenehmer. Die Bildqualität der G9 bei Filmaufnahmen ist ordentlich. Aber ohne die Möglichkeit, den Zoom bei der Aufnahme zu verwenden, ist diese Funktion weniger nützlich als bei anderen Kameras.

Bildqualität

Da die G9 das gleiche Objektiv wie die G7 verwendet, überraschen dieselben Probleme mit Verzerrungen nicht. Jedoch hat man bei Canon anscheinend die Bildverarbeitung verbessert. Es lassen sich deutlich weniger Artefakte feststellen.

Zu den guten Eigenschaften der G9 zählt unter anderem ein hervorragendes Rauschprofil. Die Fotos zeigen selbst bei ISO 400 noch saubere Details. Wie üblich machen auch Belichtung und Weißabgleich eine gute Figur. Die Kamera gibt Farben mit realistischer Sättigung wieder und übertreibt sie nicht. Trotz der Verzerrung stellt das Objektiv alle Objekte im Bildbereich scharf dar. Violette Ränder gibt es nur selten. Allerdings treten bisweilen Abweichungen in Magenta und Hellblau auf.

Fazit

Durch eine verbesserte Bildqualität und die Unterstützung für das RAW-Format überrundet die Canon Powershot G9 ihre Vorgängerin. Ansonsten glänzt sie mit denselben hervorragenden Leistungswerten und demselben exzellenten Gehäusedesign. Mit diesem Modell als Ergänzung für eine Spiegelreflexkamera kann man kaum daneben liegen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Kompakt, robust und leistungsstark: Canon Powershot G9

  • Am 3. Februar 2008 um 10:32 von serenn

    design
    ist halt geschmacksfrage, klar. In diesem fall würde eher von Designverweigerung sprechen, was durchaus auch seinene Anhänger finden kann. "Exzellentes Design" zeigt vielleicht wie relativ die Berichte überhaupt sind (und vielleicht bleiben müssen). Die in meinen Augen gelungene, wenn auch zugebenermaßen nicht spektakuläre) coolpix p 50 als globig und das design als schlecht zu verteufeln entbehrt meiner Meinung ebenfalls jeder Grundlage. Ja, "cooler" ist vielleicht die Canon. In welchem Sinn mag jeder selber befinden.

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