Außen winzig, innen auch: Apple Ipod Shuffle (3. Generation)

von Jasmine France am , 00:00 Uhr

Pro
  • noch günstiger als der Shuffle der 2. Generation
  • kinderleicht zu bedienen
  • Tasten mit gutem Druckpunkt
  • praktischer Gürtelclip verhindert, dass der Player schnell verloren geht
  • in fünf Metallic-Farben erhältlich
  • elegante, kleine Dockingstation wird mitgeliefert
Con
  • kein Display, deshalb kaum Navigationsmöglichkeiten
  • nur mäßige Klangqualität
  • für manche womöglich zu klein
  • ungewohnte USB-Synchronisation mindert Plug-and-Go-Reiz
Hersteller: Apple Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: BEFRIEDIGEND 6,3 von 10 Punkte
Fazit:

Der neue Shuffle ist kinderleicht zu bedienen, aber auch nahezu unsichtbar, so dass man ihn schnell einmal verlegen kann.

Wer einen einfachen Zweit-Musik-Player sucht, der ist mit dem Ipod Shuffle der dritten Generation gut beraten. Benutzer, die etwas zerstreut sind, sollten auf diesen leicht zu verlegenden Player besonders gut aufpassen.

Hinweis der Redaktion: Der folgende Testbericht wurde ursprünglich über den Apple [1] Ipod Shuffle der zweiten Generation verfasst. Die neueste Shuffle-Reihe ist aber praktisch identisch mit den Geräten der 2. Generation. Nur die Farben haben sich geändert.

Der Ipod Shuffle der 3. Generation (1 GByte) ist wirklich der schlankste je gestestete MP3-Player. Anfangs war Apple in dieser Frage vielleicht etwas nachlässig. Jetzt aber hat es das Unternehmen geschafft, einen der einfachsten Player überhaupt auf den Markt zu bringen. Und auch der Preis kann sich sehen lassen: 70 Euro. Der Shuffle der 2. Generation kostete noch 80 Euro.

Der neue Shuffle gefällt durch seine Einfachheit. Aber dieses kleine Gerät ist weit davon entfernt, perfekt zu sein. Da es kein Display gibt, stehen nur wenige Navigationsoptionen zur Verfügung. Zusätzliche Funktionen lässt das Modell ganz vermissen. Damit stellt sich die Frage: Wann ist klein zu klein?

Design

Mit Abmessungen von 41 mal 28 mal 10 Millimetern und einem Gewicht von nur 17 Gramm ist der Ipod Shuffle wirklich ein winziger Musik-Player. Er ist so unscheinbar, dass man ihn schnell aus dem Auge verliert. Wer also ständig seine Schlüssel verlegt, lässt besser die Finger von diesem Player.

Wenn es aber unbedingt dieses Modell sein muss, sollte man sich eine der auffälligeren Farben aussuchen. Das pinke, orange, grüne oder blaue Modell findet man auf einem vollen Tisch leichter wieder als den silbernen Ipod. Ansonsten hilft der auf der Rückseite angebrachte Gürtelclip, den Player in Reichweite zu behalten. Einige Benutzer beschweren sich darüber, dass der Clip nicht sehr haltbar sei. Im Test wirkt er aber durchaus strapazierfähig.

Wie sein Vorgänger besitzt der Ipod Shuffle der dritten Generation kein Display. Man kann also nicht in den Musikoptionen oder auch in anderen – leider ohnehin nicht vorhandenen – Optionen navigieren. Stattdessen erfolgt die Bedienung über eine einfache und ausreichend große 5-Wege-Taste auf der Vorderseite des Players. Die Lautstärkeregler und die Tasten zum Vor- und Zurückspulen umkreisen eine Wiedergabe-Pause-Taste in der Mitte. Es gibt keine Möglichkeit, zwischen Alben oder Künstlern zu wählen. Aber man kann dreimal schnell auf Wiedergabe/Pause drücken, um durch eine Playlist zu springen.

Die Unterkante beherbergt weitere zwei Tasten: eine zum Ein- und Ausschalten sowie eine zum Wechseln zwischen Zufalls- und Wiederholungsmodus. Ein standardmäßiger Kopfhöreranschluss befindet sich auf der Oberseite des Geräts. Er dient zugleich als USB-Synchronisationsport. Darüber hinaus gibt es eine winzige LED-Anzeige. Sie leuchtet in verschiedenen Farben (Orange, Rot und Grün), abhängig vom aktuellen Status des Players.

Beim Aufladen und zum Synchronisieren von Inhalten kommt die im Lieferumfang enthaltene Dockingstation zum Einsatz. Sie ist wirklich ein kleines niedliches Ding. Doch ein Standard-Mini-USB-Anschluss oder die USB-Schnittstelle älterer Shuffle-Modelle wäre zweckmäßiger. Aber vielleicht mögen einige Benutzer die Dockingstation mit ihrem einen Meter langen USB-Kabel doch lieber.

Im Lieferumfang befindet sich außerdem ein Paar herkömmlicher weißer Ipod-Ohrhörer. Aus unerfindlichen Gründen sind es nicht die neuen und schnittigen Ohrhörer, die mit aktuellen größeren Ipods [2] ausgeliefert werden. Dem Testgerät liegen jedenfalls ältere, größere Ohrhörer bei. Die im Handel befindlichen Modelle sollen jedoch kleinere Ohrhörer mitbringen. Diese müssen allerdings nicht unbedingt besser sein: Sie können leichter aus dem Ohr fallen.

Um Musiktitel zu verwalten, muss man sich die neueste Itunes-Version von der Apple-Website [3] herunterladen. Wie alle anderen Ipods unterstützt auch der Shuffle MP3-, WAV-, AIFF-, Audible- und sowohl geschützte als auch ungeschützte AAC-Dateien. Und wie schon beim ersten Shuffle ersetzt die Autofill-Funktion in Itunes vorhandene Dateien automatisch durch Tracks aus der eigenen Musikbibliothek.

Performance

Die vom Hersteller mit 12 Stunden angegebene Akkulaufzeit begeistert nicht gerade. Von einem derart kleinen Player ist allerdings nichts anderes zu erwarten. Aber während der Tests stellt sich heraus, dass Apple den Player unterschätzt hat: Er schafft ordentliche 15,8 Stunden.

Bei einem oberflächlichen Test erweist sich die Klangqualität über die mitgelieferten Ohrhörer als ordentlich. Die Bässe wirken dabei ein wenig schwach. Auch macht sich zuweilen leichtes statisches Rauschen bemerkbar. Vor allem wenn man bei ruhigen Passagen das Kabel verdreht.

Ein Paar von Shures E4CS intensiviert die Bässe, doch insgesamt klingt die Musik immer noch zu dünn. Es mangelt an warmen Tönen. Außerdem sind bei ruhigen Sequenzen deutlich Hintergrundgeräusche hörbar. Kurz: Der neue Shuffle bietet nicht dieselbe Klangqualität wie der alte.

Fazit

Alles in allem ist der Ipod Shuffle ein halbwegs ordentlicher Player. Er besticht mit einem schlanken, kompakten Design, einer überaus einfachen Benutzeroberfläche und einem günstigen Preis. Fans ultraportabler Modelle werden zweifellos von ihm angetan sein.

Für echte Audiophile ist er allerdings kein Volltreffer. Wer also einigen Wert auf Klangqualität legt oder ohnehin schon ständig sein Handy nicht finden kann, sollte sich eine eventuelle Kaufentscheidung gut überlegen.

Spezifikationen

  • Touchscreen - nein
  • integrierter Speicher - 1MB
  • Wireless - nein
  • PMP-Player-Typ - Audio-Player
  • TV-Ausgang - nein
  • UKW-Radio - nein
  • OLED-Display - nein

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/39158190/aussen-winzig-innen-auch-apple-ipod-shuffle-3-generation/

URLs in this post:

[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[2] Ipods: https://www.cnet.de/tests/mp3/0,39030934,39157620,00/schon+getestet+ipod+classic+apple_player+mit+bis+zu+160+gbyte+speicher.htm

[3] Apple-Website: http://www.apple.com/de/itunes/download