Nie wieder Spam

Wählen Sie den vorderen Adressteil mit Bedacht. Wer sich für eine Adresse wie info@mustermann.de entscheidet, hat den Kampf bereits verloren – die Spammer bombardieren mit Vorliebe die Info-Adressen. Auch Wörter wie Post, Postmaster, Webmaster, Admin, Contact und Root gehören zu den beliebtesten Opfern. Generell sollten Sie alle Begriffe meiden, die nach Kontaktaufnahme klingen, und hierbei insbesondere die englischen Varianten.

Sobald Ihre neue Adresse steht, gilt Geheimhaltungsstufe 1: Geben Sie das gute Stück nur noch an ausgewählte, vertrauenswürdige Personen heraus. Hinterlassen Sie es vor allem niemals in elektronischer Form, also zum Beispiel in Online-Shops, Foren oder Gästebüchern. Wer eine eigene Homepage oder ein Weblog mit Impressum betreibt, sollte auch dort die E-Mail-Adresse nicht veröffentlichen, zumindest nicht in der üblichen Weise. Ein simpler Trick wäre, die Adresse als reinen Text in der Form „max (at) mustermann.de“ oder „max at mustermann punkt de“ zu schreiben, also ohne Verlinkung und ohne das verräterische @-Zeichen. Doch in Kürze werden die Spam-Roboter, die das Internet nach Adressen abgrasen, wohl auch diese Tricks durchschauen – wenn sie es nicht jetzt schon tun. Selbst als Grafik ist die Adresse nicht sicher, manche Spam-Roboter beherrschen eine einfache Texterkennung. Am besten tauschen Sie die E-Mail-Adresse durch ein gut geschütztes Kontaktformular aus.

Schritt 2: Wegwerf-Adressen besorgen

Im rauen Alltag, also beispielsweise bei einem Einkauf im Online-Shop, nutzen Sie künftig nur noch die praktischen Wegwerf-Adressen. Diese leiten alle E-Mails an Ihre Hauptadresse weiter. Sie verwenden eine einzelne Wegwerf-Adresse solange, wie sie sauber ist – sobald die ersten Spam-Mails eintrudeln, wird sie gelöscht. Manche Anbieter liefern zusätzlich nur Haupt-E-Mail gleich ein Paket an Wegwerf-Adressen mit, Yahoo beispielsweise 500 Stück. Bei anderen Anbietern heißen sie Forwards oder Weiterleitungen. Zusätzliche kostenlose Wegwerf-Adressen erhalten Sie unter anderem bei Spambog.com und Sofort-Mail.de. Vorsicht, bei Sofort-Mail.de rufen Sie den Posteingang direkt über die Internetseite ab, und er lässt sich leider nicht mit einem Passwort schützen. Deshalb eignet sich diese spezielle Lösung wirklich nur für einmaligen Gebrauch in Fällen, wo es kein bisschen auf die Privatsphäre ankommt.

Spam

Für die Wegwerf-Adressen von Sofort-Mail.de gibt es keinen Passwortschutz, trotzdem erweisen sie sich mitunter als nützlich.

Den vorderen Teil der Wegwerf-Adresse können Sie meist ebenso frei wählen wie bei der Hauptadresse. Eine gewisse Systematik erweist sich aber als sinnvoll, um Adresshändler aufzustöbern. Dazu benennen Sie den vorderen Adressteil so eindeutig, dass er sich auch Wochen später noch einem bestimmten Vorgang zuordnen lässt. Bei jedem Einkauf im Online-Shop „Elektro Billigheimer“ könnten Sie zum Beispiel die Wegwerf-Adresse EB-Bestellung@mustermann.de verwenden. Sofern eines Tages Spam an diese Adresse eintrudelt, ist zu vermuten, dass der Händler Ihre Daten weitergegeben oder zumindest nicht sorgfältig aufbewahrt hat. Als Strafe bietet sich an, ihn bei künftigen Bestellungen zu boykottieren.

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