Nie wieder Spam

Schritt 3: Eine Info-Mail versenden

Ehe Sie die alte E-Mail-Adresse endgültig deaktivieren oder löschen, werden Sie wichtigen Personen und Firmen Ihre neue Adresse bekanntgeben wollen. Das artet, je nach Umfang des Adressbuchs, möglicherweise zum lästigsten Teil der Übung aus. Neben dem Adressbuch sollten Sie auch die empfangenen und gesendeten Mails der letzten Monate durchforsten, am besten bereits nach Adressen sortiert. Auch im Handy, in Aktenordnern oder auf losen Notizzetteln im Geldbeutel verstecken sich gerne wichtige E-Mail-Adressen.

Jede dieser Personen einzeln zu kontaktieren ist die sauberste, aber auch die aufwändigste Lösung. Wenn Sie einige Dutzend Empfänger anschreiben möchten, liegt es nahe, sie ins E-Mail-Feld „Blindkopie“ (BCC) einzutragen. Allerdings besteht dann eine erhöhte Gefahr, dass die Mail im Spam-Filter des Empfängers landet – eine leichte Ironie des Schicksals. Die bessere Alternative wäre, einen Verteiler anzulegen, auch Gruppe oder Mailingliste genannt. Wenn Sie Ihre Mail an diesen Verteiler schicken, leitet er sie an jeden einzelnen Empfänger weiter. Kostenlose Verteiler gibt es bei Google und Yahoo. Löschen oder schließen Sie den Verteiler jedoch, sobald Sie die Mail verschickt haben, damit niemand ihn zweckentfremden kann. Eine weitere, professionelle Alternative wäre der Einsatz eines Serien-Mail-Programms wie Supermailer. Für private Zwecke ist ein solches Programm aber schon zu viel des Guten.

Spam

Die einfachste Möglichkeit zum Versenden der Info-Mail: Sie tragen die Empfänger ins Feld Blindkopie (BCC) ein. Manche Filter schöpfen dadurch aber zu Unrecht Spam-Verdacht.

Insbesondere in Unternehmen werden gerne „Autoresponder“ eingesetzt, die bei Abwesenheit automatisch eine Nachricht verschicken, zum Beispiel „Hallo, bis einschließlich 30.09. bin ich nicht im Büro“. Viele E-Mail-Anbieter stellen diese Funktion auch Privatleuten zur Verfügung. Theoretisch ließe sie sich gut für den Umzug nutzen: Wer an Ihre alte Adresse schreibt, erhält dann eine Mail mit dem Hinweis auf die neue Adresse zurück. Leider bekommen auch einige Spam-Versender diese Mail. Persönlich lesen werden sie diese nicht, aber womöglich automatisch auswerten – beweist sie doch, dass die angeschriebene Adresse tatsächlich existiert. Die letzten Tage Ihrer alten Adresse würden also durch ein noch höheres Spam-Aufkommen getrübt. Im schlimmsten Fall lesen die Spam-Robots sogar die neue E-Mail-Adresse aus.

Wahrscheinlicher ist aber, dass die meisten Autoresponder-Mails ins Leere oder an gefälschte Rücksende-Adressen gehen – und deshalb in Ihrem alten Postfach unzählige Fehlermeldungen auflaufen werden. Viel Freude bereitet die Autoresponder-Funktion also nicht, obwohl sie Ihnen prinzipiell die Arbeit abnähme, von Hand eine Info-Mail zu verschicken.

Schritt 4: Die verseuchte Adresse abschalten

Die nächsten Tage oder Wochen gilt es den alten Posteingang gut zu beobachten. Trudeln noch Nachrichten von Personen ein, die eigentlich schon Ihre neue Adresse kennen? Dann sollten Sie diese Begriffsstutzigen erneut auf den bevorstehenden Umzug hinweisen. Wenn nach einer Weile keinerlei sinnvolle Mails mehr hereinkommen, können Sie die alte Adresse endlich entsorgen und fortan den spamfreien Posteingang genießen.

Schritt 5: Vorsorge betreiben

Auch die gewiefteste Taktik weist möglicherweise Schwachstellen auf. Zum Beispiel könnte der Anbieter Ihrer Haupt- oder Wegwerf-Adressen in Versuchung geraten, Ihre wertvollen Daten zu versilbern. Dagegen hilft nur die Wahl eines möglichst vertrauenswürdigen Anbieters – leichter gesagt als getan. Kontraproduktiv wäre auch, wenn Ihr eigener PC oder der eines Bekannten Opfer einer Virusattacke würde: Viele der heutigen Viren verwandeln PCs in ferngesteuerte Spam-Schleudern, und das Adressbuch des Opfers wird natürlich auch gleich geplündert. Wie Sie Ihren Computer vor einem solchen Schicksal bewahren, lesen Sie im Artikel Der beste Virenschutz ist kostenlos.

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