Im Grunde genommen vermisst man bei der 40D keine wichtigen Funktionen – abgesehen vielleicht von einer mechanische Bildstabilisierung. Dennoch erscheint ein spezielles Feature der 1D-Reihe auch bei einer Kamera dieser Klasse durchaus sinnvoll: Das ist die Möglichkeit, akzeptable Bereiche für Blende, Verschlussgeschwindigkeit und ISO-Empfindlichkeit einzustellen, wenn man in einem der Modi mit Belichtungspriorität fotografiert.

Leistung

Die 40D ist im Schnitt etwa 20 Prozent schneller als die 30D. Für eine Kamera ihrer Klasse reicht das allemal aus. Trotzdem kann sie immer noch nicht mit der schnelleren D80 mithalten. Doch die hat wiederum eine niedrigere Auflösung.

Vom Einschalten bis zur ersten Aufnahme dauert es nur 0,3 Sekunden. Unter optimalen Bedingungen kann die Kamera in nur 0,4 Sekunden fokussieren und aufnehmen. Dank eines ausreichend dimensionierten Pufferspeichers und ihrer hohen Schreibgeschwindigkeit auf Speicherkarten erreicht die 40D dieses Tempo auch zwischen einzelnen Aufnahmen. Das funktioniert sowohl im JPEG- als auch im RAW-Format. Der Blitz braucht jeweils etwas weniger als 0,2 Sekunden, um sich zwischen den Aufnahmen zu erholen.

Die 40D bietet einen langsamen und einen schnellen Serienbildmodus, mit 3,1 respektive 6,3 Bildern pro Sekunde. Der langsamere Modus verhindert Puffer-Blockaden, wenn man eine träge CF-Karte verwendet. Eine gute Option ist dieser Modus auch bei Aufnahmen mit dem Speedlite-580EX-Blitz. Das gilt vor allem, wenn dieser mit schleppend regenerierenden Alkalibatterien verwendet wird. Die 40D arbeitet mit einer „trägen“ CF-Karte übrigens nicht einfach langsamer als mit UDMA. Die Kamera unterstützt kein UDMA. Sie scheint aber über einen ausreichenden Pufferspeicher zu verfügen, um selbst mit einer veralteten Sandisk-Extreme-III-Karte (133-fach) den maximalen Durchsatz beizubehalten.

Ein Schwachpunkt der Kameraleistung muss allerdings erwähnt werden: Bei Aufnahmen mit geringem Kontrast lässt sich die Kamera zum Scharfstellen schon mal 1,2 Sekunden Zeit. Und das trotz der von Canon behaupteten 30-prozentigen Steigerung der AF-Rechengeschwindigkeit. Das ist zwar für eine digitale Spiegelreflexkamera nicht ungewöhnlich. Doch von einer Kamera dieser Preisklasse kann man schon mehr erwarten.

Die Akkulaufzeit des BP-511A mit 1390 mAh, derselbe wie bei der 30D, gibt Canon mit 1100 Aufnahmen (ohne Blitz) an. Das ist annehmbar. Allerdings hat Canon noch nicht zu anderen Herstellern aufgeschlossen, was eine intelligente Anzeige des Stromverbrauchs und des Reststroms betrifft. Das große, helle Display ist gut ablesbar. Doch wie selbst die besten Kamera-LCDs ist es bei der Farb- und Belichtungwiedergabe nur bedingt zuverlässig.

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