Manche Kritiker finden, dass der dürftige Funktionsumfang des Amplifi seine Brauchbarkeit vermindert. Es gibt beispielsweise weder Radio noch Display, Equalizer oder Batteriebetrieb. Dagegen lässt sich aber ein stichhaltiges Argument anführen: Griffins aggressive Preisgestaltung ist gewiss auch das Ergebnis der Entscheidung, das Gerät nicht mit nutzlosen Features zu überfrachten. Stattdessen hat man sich auf eine Hauptfunktion konzentriert: das Dockingsystem für den Ipod. Und das ist erfreulich einfach zu benutzen. Man steckt einfach den Ipod ein, schaltet die Lautsprecher an und regelt die Lautstärke.

Das Amplifi holt aus zwei an der Vorderseite montierten Neodym-Lautsprechern (je 10 Watt) sowie einem 20-Watt-Subwoofer eine Gesamtleistung von 40 Watt. Die Bedienung erfolgt über eine kläglich kleine Infrarot-Fernbedienung. Sie hat Kreditkartenformat, bietet aber nur drei Funktionen: Lautstärkeregelung, Überspringen sowie Ein- und Ausschalten.

Performance

Aufgrund des niedrigen Preises erwartet man womöglich nicht allzu viel von der Klangqualität des Amplifi. Doch das täuscht: Das Gerät schafft nicht nur extrem hohe Lautstärken, es liefert auch wunderbar ausgewogene Bässe mit warmen und klaren Mitten und Höhen.

Mike Portnoys kräftige Bass-Drum in „Dark Eternal Night“ von Dream Theater spürt man in der Magengrube, ohne dass die lauten Gitarren und Keyboards übertönt würden. „Out Here“, ein Drum’n’Bass-Track der australischen Band Pendulum, liefert eine druckvolle Basslinie. Der 20-Watt-Subwoofer leistet außerordentlich gute Arbeit.

Die beiden Frontlautsprecher heben sich in der Wiedergabe kaum voneinander ab. Doch bei „Little Flavours“ von KT Tunstall zeigt sich, dass das Amplifi durchaus auch einen Raumeindruck vermitteln kann.

Was man von diesem System allerdings nicht erwarten kann, ist die kristalline Wiedergabe eines teureren Systems. Dafür erhält man aber einen leistungsfähigen, warmen Klang. Für solide, ausgewogene Bässe sowie ausreichend Lautstärke ist in jedem Fall auch gesorgt.

Ein Hauptkritikpunkt bleibt allerdings: Das Amplifi lädt einen angeschlossenen Ipod nur, wenn es eingeschaltet ist. Bei ausgeschaltetem Gerät bleibt auch der Ipod inaktiv. Das ist wirklich bedauerlich.

Fazit

Zu einem Preis von unter 150 Euro ist das Griffin Amplifi ein vorzügliches kleines Lautsprechersystem. Es kostet immerhin weniger als die Hälfte dessen, was man für das Apple Ipod Hi-Fi hinblättern muss. Manch einer mag sich mehr Features von einem Audiosystem wünschen. Wer aber nur ein attraktives, preiswertes Lautsprechersystem für seinen Ipod sucht, ist mit dem Amplifi auf jeden Fall gut bedient.

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