Die Tastatur des N76 mit ihren flachen metallischen Tasten erinnert stark an das Tastenfeld des Motorola Razr. Neben den alphanumerischen Wähltasten findet man hier die herkömmliche Nokia-Navigationsausstattung. Zwei Softkeys, Anrufen- und Beenden-Taste, Schnelltasten zum Zugriff auf das Haupt- und Multimedia-Menü, eine Bearbeiten- und eine Lösch-Taste sowie eine Vier-Wege-Taste mit der Auswahltaste in der Mitte stehen zur Auswahl.

Während die Wähltasten problemlos funktionieren, machen die anderen Bedienelemente Ärger, besonders die Vier-Wege-Taste. Sie ist klein, und es passiert schnell, dass man die OK-Taste aus Versehen drückt. Sämtliche Tasten schließen bündig mit der Oberfläche ab. Die einzige erkennbare Trennung zwischen den Tasten besteht aus einer leicht erhabenen Linie. Genauso wie das externe Display ist auch die metallische Oberfläche schnell mit Flecken übersät. Überzeugen kann dagegen die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur. Sie ermöglicht ein problemloses Telefonieren und Tippen auch in dunkleren Umgebungen.

Auf der Rückseite links finden sich ein Micro-SD-Steckplatz und der Netzanschluss sowie ein Wippschalter für die Lautstärkeregelung. Auch die Taste zum Aktivieren der Kamera und eine Taste zum Wechseln zwischen Bild- und Video-Modus sind hier untergebracht. Das Kameraobjektiv und den Blitz findet man oben auf der Rückseite.

Die Oberkante beherbergt die Ein-Aus-Taste, einen Mini-USB-Port und einen 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss. Der ist eine sinnvolle Erweiterung für solch ein Multimedia-orientiertes Handy. Das große Problem dieser Anordnung besteht darin, dass man das Handy bei eingesteckten Anschlusskabeln nicht vollständig öffnen kann. Damit hat der Benutzer keinen Zugriff auf die meisten Anwendungen. Es wäre viel praktischer gewesen, die Anschlüsse an der Seite oder Unterkante unterzubringen.

Eine weitere Eigenart des N76 zeigt der Steckplatz für die SIM-Karten. Es ist schon schwierig genug, die Akkuabdeckung zu entfernen. Doch die SIM-Karte ist auf einen herausnehmbaren Einsatz gesteckt, was das Wechseln der Karte umständlich macht. Bisher wurde noch kein anderes Handy oder Smartphone mit einer derartigen Konstruktion getestet. Im Lieferumfang des Nokia N76 befinden sich ein Netzteil, ein USB-Kabel, ein Stereo-Headset und eine Micro-SD-Karte mit 256 MByte.

Funktionsumfang

Das Nokia N76 bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie andere Modelle der Nokia-N-Serie. Die Übereinstimmung mit dem Nokia N75, dessen Fokus ebenfalls auf den Musikoptionen liegt, ist dabei am größten.

Der integrierte Musik-Player des N76 unterstützt sowohl die Formate MP3, WMA, M4A, AAC und eAAC+ als auch WMDRM- und OMA-DRM-2.0-geschützte Musikdateien. In der Musikbibliothek können die Titel nach Künstler, Album, Genre und Komponist geordnet werden. Außerdem kann man Playlists direkt auf dem Handy erstellen. Auch Titel im Zufallswiedergabe- und im Wiederholungsmodus abzuspielen und den Klang mit dem integrierten Equalizer anzupassen ist möglich.

Die Musik lässt sich einfach mit dem im Lieferumfang enthaltenen USB-Kabel auf das Gerät übertragen. Im Datenübertragungsmodus können die Musikstücke per Drag-and-Drop auf die SD-Karte gezogen werden. Oder man verwendet die Nokia-PC-Suite-Software zur Synchronisierung der Musikbibliothek. Das N76 bringt nur einen 26 MByte großen internen Speicher mit. Es empfiehlt sich also, auf den Micro-SD-Steckplatz zurückzugreifen. Das N76 kann Karten von bis zu 2 GByte aufnehmen. Über das mitgelieferte Headset, das als Antenne dient, können lokale Radiosender gehört werden. Für 3GPP- und MPEG4-Video-Streaming ist der Realplayer an Bord.

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