Umgekehrt sind die Tasten für die Foto- und Videoaufnahme zu tief angebracht. Sie befinden sich unterhalb des Joysticks und der Zoomtaste. Auch diese Bedienelemente fühlen sich viel zu klein und flach an und sind für große Daumen schwierig zu drücken. Wegen der kleinen Bauart und der tiefen Platzierung erreicht man diese beiden am häufigsten benutzten Tasten nur sehr umständlich.

Sony hätte die Foto- und Videoaufnahmetasten besser größer gestaltet und höher angebracht. Dann würden sie ungleich besser unter dem Daumen liegen. Und ebenso sollten die Designer den Joystick in ein ausgewachsenes Joypad verwandeln und dieses dann tiefer auf der Kamerarückseite platzieren.

Funktionsumfang

Der GC1 ist vorwiegend für Gelegenheitsfilmer und Benutzer mit schmalem Geldbeutel gedacht. Dennoch bietet er ein paar manuelle Einstellungen und Szenenprogramme für Standfotos. Belichtung und Fokus können zwar nicht eingestellt werden. Über einen Programm-Modus stehen aber Weißabgleich und ISO-Empfindlichkeit zur Verfügung. Das sind zwei Einstellmöglichkeiten, die man immer seltener bei Pocket-Kameras der Einstiegsklasse findet. Einen speziellen Makro-Modus gibt es bei der GC1 nicht. Dafür kann man mit einem Kippschalter physisch zwischen den Fokusmodi nah (0,6 bis 1 Meter) und normal (1 Meter und darüber) umschalten.

Die Kamera hat ein f/3,5-Festobjektiv. Es entspricht 42 Millimeter für Standbilder und 48 Millimeter für Video. Der digitale Zoom lässt sich auch während der Aufnahme benutzen. Allerdings beschneidet diese Funktion das Foto beim Vergrößern. Bei vollem 4-fach-Zoom sieht man somit nur ein Viertel vom eigentlichen Bild. Ein billiges optisches 3-fach-Zoom-Objektiv ist diesem nahezu nutzlosen System beiweitem vorzuziehen.

Noch gravierender scheint, dass dieser Pocket-Camcorder ohne eingebauten Speicher oder eine Speicherkarte ausgeliefert wird. Zu dem Preis von 250 Euro für die Kamera selbst kommen also noch einmal um die 30 Euro für einen Memory-Stick-Duo (mindestens 1 Gbyte). Erst dann kann man überhaupt Fotos oder Videos aufnehmen.

Die Konkurrenten des GC1 sind zwar nicht in der Lage, Standfotos direkt aufzunehmen. Dennoch kann man mit ihnen Standbilder aus Videos extrahieren. Und schließlich lässt sie ihr eher moderater Preis für einfache Youtube-Videoaufnahmen viel reizvoller erscheinen.

Leistung

Eigentlich ist diese Videokamera einzig für Hobbyfilmer gedacht, die ihre Videos bei Youtube einstellen wollen. Die QVGA- und VGA-Clips sehen für diesen Zweck akzeptabel aus. Für etwas anderes sind sie aber nicht unbedingt zu gebrauchen. Wegen des Festobjektivs muss man stets aus einer gleich bleibenden Entfernung filmen. Wenn man digital ein- und auszoomt, wird das Video deutlich pixelig und verschwommen.

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