Handys mit 5 Megapixeln: Ersetzen sie die Kamera?

Handys mit 5-Megapixel-Kameras im Vergleich

Nokia hat mit dem N95 bereits seit einigen Monaten einen wirklich vollausgestatteten Begleiter im Programm – neben der hochauflösenden Kamera bietet das Gerät Internet-Zugang per WLAN und UMTS, MP3- und Videoplayer sowie einen GPS-Empfänger, der mit entsprechender Software sogar zum vollwertigen Navigationssystem mutiert. So viel Ausstattung hat allerdings ein paar Haken: Mit 2,1 Zentimetern ist das N95 das dickste Kamera-Handy im Vergleich, außerdem mit 120 Gramm das schwerste – der Gewichtsunterschied zu den Konkurrenzmodellen ist aber kaum der Rede wert. Darüber hinaus sorgt die große Allround-Ausstattung dafür, dass die Digitalkamera bei der Entwicklung offensichtlich nicht die höchste Priorität hat. Anstelle eines echten Blitzes, wie ihn das K850i von Sony Ericsson sowie das KU990 Viewty von LG mitbringen, verfügt das Nokia lediglich über eine Foto-LED. Sicherlich ist sie besser als nichts, denn Schnappschüsse im Dunkeln gelingen ohne Foto-Leuchte gar nicht. Aber der Unterschied zum Xenon-Blitz wirkt im wahrsten Sinne des Wortes wie der Unterschied von Tag zu Nacht.

Das LG KU990 Viewty hingegen kann als Digicam-Ersatz schon eher überzeugen. Sein größeres Display – es misst 3 Zoll – hat mit 240 mal 400 Pixeln die höchste Auflösung im Vergleich. Auf seiner Rückseite sitzt außerdem ein Blitz, der den Namen auch verdient. Zumindest im Vergleich zu Foto-LEDs sorgt er in dunklen Umgebungen wie in einer Bar für deutlich bessere Fotos. Darüber hinaus speichert das Gerät mit 100 MByte deutlich mehr Daten im internen Flash als die Konkurrenzmodelle von Sony Ericsson und Samsung. Nur das Nokia legt mit 160 MByte noch mehr Fotos intern ab. Zur Beruhigung sei dazu gesagt: Alle Modelle im Vergleich verfügen über einen Speicherkartenslot.

Samsung hat mit dem SGH-G600 das schlankste Handy mit 5-Megapixel-Kamera im Programm. Es ist lediglich 1,5 Zentimeter dick und damit um fast ein Drittel dünner als der Nokia-Klotz N95. Dafür glänzt das G600 auch nicht mit Vollausstattung. Als einziges Gerät im Vergleich kann es nicht in den schnellen UMTS-Netzen funken. Außerdem verfügt es, wie auch das N95, lediglich über eine Leuchtdiode anstelle eines echten Blitzes. Das SGH-G600 ist ein Slider-Handy. Das ist gut für die Linse, denn die wird, sobald das Gerät zusammengeschoben wurde, vom Gehäuse sicher verdeckt.

Mit dem K850i hat Sony Ericsson ein Gerät im Programm, dass den Namen Kamerahandy am ehesten verdient. Der Hersteller selbst nennt die Produktreihe Cybershot – wie die Kompaktkameras von Konzernschwester Sony. Auch dieses Modell verfügt über einen 5-Megapixel-Sensor, der Fotos mit einer Auflösung von 2592 mal 1944 Pixeln in den Speicher bringt. Im Gegensatz zu den Konkurrenten setzt der Hersteller nicht nur auf das weit verbreitete Micro-SD-Kartenformat, sondern auch auf den eigenen Standard: Das K850i nimmt alternativ Speicher im Memory-Stick-Micro-Format auf. Wie auch beim LG-Modell findet sich auf der Rückseite des Cybershot-Handys ein Xenon-Blitz, der Licht ins Dunkle bringt.

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