Schlichte Low-Budget-Digicam: Sony Cybershot DSC-S700

von Lori Grunin am , 11:00 Uhr

Pro
  • ordentliche Performance
  • praktische Abmessungen
Con
  • bescheidene Fotoqualität
  • dürftiger Funktionsumfang
Hersteller: Sony Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: BEFRIEDIGEND 6,2 von 10 Punkte
Fazit:

Die DSC-S700 bietet eine respektable Performance für ihre Klasse, bleibt aber hinter anderen Modellen zurück.

Trotz ihrer Benutzerfreundlichkeit und der beachtlichen Performance kann es die Cybershot DSC-S700 nicht mit den anderen preiswerten Konkurrenzmodellen aufnehmen.

Die günstige Cybershot DSC-S700 rangiert am untersten Ende der diesjährigen Sony [1]-Produktreihe. Deshalb sollte man von dieser Kamera nicht mehr erwarten, als brauchbare Fotos mit minimalem Aufwand zu produzieren. In dieser Hinsicht genügt sie hinlänglich den Anforderungen.

Design

Mit ihren kompakten Abmessungen (9 mal 6 mal 2,5 Zentimeter) und einem Gewicht von 130 Gramm findet die S700 bequem in jeder Jackentasche Platz. Die Bedienelemente ergeben die typische Grundausstattung: Auswahlrad und Ein-Aus-Taste liegen auf der Oberseite, auf der Rückseite finden sich Zoomschalter, Vier-Wege-Taste mit Bestätigungsknopf für Belichtungsausgleich, Blitz, Makroeinstellungen und Selbstauslöser. Tasten für Bildqualität/Löschen, Bildbetrachtung, Anzeige und Menü ergänzen die Auswahl.

All diese Tasten fallen groß genug aus. Das 61 Millimeter (2,4 Zoll) große LCD überlässt ihnen ausreichend Platz. Eine kleine Daumenablage gibt es auch noch. Man kann also recht bequem mit einer Hand fotografieren.

Allerdings fühlen sich die Tasten allesamt ziemlich flach an und wirken schwergängig. Die Navigationstaste scheint bisweilen gar keinen Fingerdruck zu registrieren. Wie auch viele andere Kameras dieser Klasse lässt die S700 einen optischen Sucher vermissen. Zudem kann es vorkommen, dass das Display bei hellem Sonnenlicht nicht ablesbar ist.

Funktionsumfang

Was die Ausstattung betrifft, so hat die S700 mit 7 Megapixeln nicht viel in petto. Wie üblich im preisgünstigen Marktsegment verfügt sie über ein relativ langsames Objektiv mit engem Winkel. Die Blendeneinstellungen reichen von f/2,8 bis f/4,8, die Brennweite von 35 bis 105 Millimeter KB-Äquivalent, und für Vergrößerungen sorgt ein 3-facher Zoom.

Die Menüs stellen einige Farbeffekte, Spot- oder Einzelmessung, verschiedene Voreinstellungen für den Weißabgleich, Empfindlichkeiten bis maximal ISO 1000, Fine- oder Standard-Komprimierung, Bildschärfe, Blitzkompensierung sowie Einzel- oder Serienbildmodus zur Verfügung.

Performance

Im Vergleich zu vielen anderen Modellen für den kleinen Geldbeutel bietet die S700 eine ordentliche Geschwindigkeit. Nach dem Einschalten ist sie in weniger als zwei Sekunden einsatzbereit. Bei guten Lichtverhältnissen, wenn es also für den Autofokus keine Kontrastprobleme gibt, beansprucht das Fokussieren und Auslösen 0,8 Sekunden. Das ist passabel, aber nicht herausragend.

Bei gedämpftem Licht verlängert sich die Auslöseverzögerung leicht auf 1,1 Sekunden – für diese Klasse ist das immer noch recht gut. Einzelbildaufnahmen sind in einem Zeitabstand von 1,8 Sekunden möglich. Bei aktiviertem Blitz erhöht sich der Intervall auf akzeptable 2,5 Sekunden.

Die S700 bietet einen eingeschränkten Serienbildmodus für drei Aufnahmen mit einer Geschwindigkeit von 1,4 bis 1,6 Bildern pro Sekunde, abhängig von Dateigröße und Qualitätseinstellungen.

Bildqualität

Im Bereich der Fotoqualität fallen die Testergebnisse eher mittelprächtig aus. Diese Sony schneidet zwar nicht schlechter ab als viele Konkurrenzprodukte, aber ihre Bilder können nicht mit der Qualität von Modellen wie der Canon Powershot A550 [2] oder der Fujifilm Finepix A900 [3] mithalten.

Bei guten Lichtverhältnissen liefert die DSC-S700 ganz ordentliche Schnappschüsse, solange es bei der niedrigsten ISO-Einstellung bleibt. Auf größere Ausdrucke als A4 sollte man allerdings verzichten. Die Testfotos zeigen aber immerhin überraschend wenig Farbsäume.

Dafür gibt es andere Probleme. Die standardmäßige Belichtungsmessung neigt dazu, Bilder unterzubelichten. Den Fotos fehlt es überdies an Bildschärfe. Die maximale Weitwinkeleinstellung ruft eine sichtbare Vignettierung (Lichtabfall an den Bildrändern) hervor.

Je nach Motiv können mit ISO 200 aufgenommene Fotos noch eine ordentliche Qualität aufweisen. Bei höheren Empfindlichkeitseinstellungen nimmt das Bildrauschen dann erheblich zu. Die aggressive Rauschunterdrückung lässt die Details undeutlich werden. Der automatische Weißabgleich bewegt sich innerhalb akzeptabler Grenzen, wirkt aber bisweilen etwas konfus.

Fazit

Auf dem hart umkämpften Markt für preiswerte Kameras bedarf es mehr Anstrengungen, um sich aus der Masse hervorzuheben. Leider kann die schlichte Sony Cybershot DSC-S700 nicht mit leistungsfähigeren, aber ebenso günstigen Modellen wie der Canon Powershot A550 [2] oder Sonys eigener, nur wenig teureren DSC-W55 [4] mithalten.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/

[2] Canon Powershot A550: http://lifestyle.cnet.de/digicams-canon-powershot-a550_z46500461010000005432.html

[3] Fujifilm Finepix A900: http://lifestyle.cnet.de/fujifilm-kamera-finepix-a900-90mp--z4650046100671326224.html

[4] DSC-W55: https://www.cnet.de/tests/digicam/0,39030924,39156722,00/schnelle+schnappschuesse+in+guter+qualitaet+sony+cybershot+dsc_w55+video.htm