Weit mehr als ein Spielzeug: Logitech Quickcam Pro 9000

von Matthew Elliott am , 12:10 Uhr

Pro
  • gute Ergebnisse auch bei schlechten Lichtverhältnissen
  • 2-Megapixel-Sensor ermöglicht hochauflösende Videoaufnahmen
  • ausgereifte, benutzerfreundliche Software
  • flexibler Standfuß für Monitor, Laptop oder Schreibtisch
Con
  • Quickcam-Software ist nicht für Mac-Rechner optimiert
Hersteller: Logitech Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 8,8 von 10 Punkte
Fazit:

Ein hervorragendes Carl-Zeiss-Objektiv und Logitechs Rightlight-Technologie sorgen für die überragende Bildqualität der Quickcam Pro 9000.

Die Logitech Quickcam Pro 9000 bietet eine überzeugende Kombination aus hervorragender Bildqualität, benutzerfreundlicher Software sowie einem soliden Standfuß. Damit ist sie für Desktop- und Notebook-Nutzer gleichermaßen eine ausgezeichnete Wahl.

Die Logitech Quickcam Pro 9000 ist ein interessantes Zubehör sowohl für Laptops als auch für Desktop-Monitore. Ihr flexibler, mit zwei Gelenken ausgestatteter Standfuß funktioniert aber auch genauso gut direkt auf dem Schreibtisch. Die Webcam überspannt das Budget mit etwa 75 Euro auch nicht maßlos.

Design

Im Unterschied zu anderen Webcams, die häufig nach vorne hängen oder sich nach einer Seite neigen, gibt es solche Probleme mit der Quickcam Pro 9000 nicht. Die Kamera ist horizontal ausgerichtet. Das Objektiv sitzt links und das Mikrofon auf der rechten Seite.

Der mit zwei Gelenken versehene Standfuß kann so eingerichtet werden, dass die Kamera stabil auf dem Schreibtisch steht oder auf einem schmalen LCD-Bildschirm klemmt. Alle Berührungspunkte sind gummibeschichtet. Dadurch hat die Webcam in den unterschiedlichsten Positionen sicheren Halt. Zudem besteht der Standfuß aus dickem, robusten Kunststoff, der ein ausreichendes Gegengewicht für das Kameragehäuse bietet.

Funktionsumfang

Logitechs Rightlight-Technologie sorgt für ausgeglichene, lebhafte und scharfe Bilder – selbst bei schlechten Lichtverhältnissen. Creatives Livecam-Software bietet allerdings mehr Funktionen. Falls man auf bewegungsausgelöste Überwachung und Zeitrafferaufnahmen verzichten kann, ist man jedoch mit der Logitech Quickcam Pro 9000 besser bedient. Durch ihre benutzerfreundliche Software, die herausragende Bildqualität und den raffinierten Standfuß verdient die Webcam wirklich ein dickes Lob.

Die Einrichtung ist denkbar unkompliziert. Der Benutzer installiert einfach die mitgelieferte Quickcam-Software und schließt die Webcam an. Ein Audiotuning-Assistent hilft dabei, die optimale Lautstärke für Audio-Input und -Output einzustellen.

Mithilfe von Schiebereglern lassen sich Helligkeit, Kontrast, Farbintensität und Weißabgleich justieren. Die besten Ergebnisse erzielt man jedoch, wenn man sich damit begnügt, einfach Rightlight zu aktivieren.

Im Internet stößt man vielfach auf Beschwerden über Probleme bei der Installation, besonders auf Windows-XP-Rechnern. In unserem Test gibt es aber keinerlei Schwierigkeiten beim Installieren von Quickcam-Software und -Treibern, weder unter Vista noch XP. Die Quickcam-11.0-Software auf der mitgelieferten CD funktioniert einwandfrei.

Man sollte allerdings darauf achten, bei Videokonferenzen, etwa über ein Programm wie Skype, die Quickcam-Software zu deaktivieren. Im Test bricht jedenfalls die Konversation mehrfach abrupt ab, solange das kleine Quickcam-Icon in der Taskleiste präsent ist.

Die Quickcam Pro 9000 bringt einen 2-Megapixel-Sensor mit. Damit lassen sich Videos bis zu einer Auflösung von 1600 mal 1200 Pixeln und Fotos mit bis zu 8 Megapixeln aufnehmen. Freilich wird alles, was über 2 Megapixel hinausgeht, nur per Software-Interpolation erzielt. Darunter leidet die Qualität merklich.

Obwohl die Quickcam Pro 9000 kein AF im Namen führt, wie etwa Creatives Livecam Optia AF, verfügt sie dennoch über eine Autofokus-Funktion. Die reagiert allerdings langsam, wenn man Videos mit hoher Auflösung aufnimmt (960 mal 720 Pixel und mehr). Sie schafft es aber recht gut, den Kopf beim Sprechen immer im Fokus zu behalten. Auch das Mikrofon nimmt den Ton weitgehend ordentlich auf. Man sollte nur nicht zu dicht vor der Webcam sitzen.

Performance

In den Tests erweist sich das Logitech-Modell hinsichtlich der Bildqualität der Creative Livecam Optia AF ebenso wie der Microsoft [1] Lifecam VX-7000 überlegen. Und das in verschiedenen Aufnahmesituationen mit hellem Kunstlicht, gedämpftem Licht oder Tageslicht. Auch in einem schwach beleuchteten Raum vor dunklem Hintergrund kann die Quickcam Pro 9000 das Bild so weit aufhellen, dass das Gesicht frei von Schatten ist, ohne dabei überzubelichten.

Neben der Verwendung eines Carl-Zeiss-Objektivs bringt die Quickcam Pro 9000 Logitechs Rightlight-2-Technologie mit. Diese wirkt beim automatischen Justieren des Bildes wesentlich kompetenter als alles, was man von Creative oder Microsoft kennt.

Die Quickcam-Software stellt eine übersichtliche Benutzeroberfläche zur Verfügung. Sie ist sehr einfach zu navigieren. Es gibt große Buttons zum Aufnehmen von Videos oder Schnappschüssen, wobei das Ändern der Auflösung ein Kinderspiel ist. Die aufgezeichneten Videos und Fotos werden als Thumbnails unten im Quickcam-Fenster angezeigt. Die Videos im WMV-Format lassen sich problemlos mit dem Windows Media Player abspielen.

Mit Logitechs Gesichtserkennungs-Features erhält der Benutzer auch eine Auswahl von 3D-Avataren und weitere Videoeffekte. Falls man seine Freunde bei einem Videotelefonat in Gestalt eines Hais, Reptils oder etwa mit einem Pfeil durch den Kopf überraschen möchte, mögen diese Effekte ganz lustig sein.

Mac-Rechner sollten in der Lage sein, das USB-Gerät zu erkennen (nicht getestet). Auf die Funktionen zur Video- (Rightlight 2) und Audio-Optimierung (Rightsound) muss der Apple [2]-Nutzer aber ebenso verzichten wie auf Videoeffekte und Filter.

Logitech liefert keine eigene Software für Video-Messaging mit. Doch die Webcam funktioniert mit allen gängigen IM-Clients von AOL, Windows, Yahoo sowie mit Skype, das wir für die Tests einsetzen.

Fazit

Die Logitech Quickcam Pro 9000 kann in jeder Hinsicht überzeugen. Sowohl die Bildqualität wie auch die Software-Funktionen und das überlegte Design machen diese Webcam für günstige 75 Euro zu einem willkommenen Zubehör für Desktop oder Notebook [3].

Spezifikationen

  • Peripherie-Typ - Webcam
  • Kommunikation - USB

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/39159941/weit-mehr-als-ein-spielzeug-logitech-quickcam-pro-9000/

URLs in this post:

[1] Microsoft: http://www.cnet.de/unternehmen/microsoft/

[2] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[3] Notebook: http://www.cnet.de/themen/notebook/