Die Hauptattraktion ist der neue LCD-Bildschirm der D300. Mit seinen 76 Millimetern (3 Zoll), mittlerweile nahezu schon Standard in der Digitalfotografie, ist er nicht nur großzügig bemessen. Er liefert zudem verblüffende 920.000 Pixel, fast viermal so viel wie bei den meisten anderen Kameras. Darauf wiedergegebene Bilder sehen natürlich hervorragend aus. In Verbindung mit der Live-View-Darstellung kommt die hohe Auflösung aber erst richtig zur Geltung. Damit lässt sich die Schärfe der Motive deutlich besser überprüfen. Live-View ist eine nützliche, wenngleich etwas schwerfällige Angelegenheit, die mit viel Spiegelklappern und Vorab-Fokussierung einhergeht. Am besten eignet sich das Verfahren für ungewöhnliche Aufnahmewinkel und Stillleben.

Ein benutzerfreundliches Feature ist auch der HDMI-Ausgang der D300. Über ein – leider nicht mitgeliefertes – HDMI-Kabel kann man sich auf einem hochauflösenden Fernseher eine Dia-Show in zeitgemäßer 720p- oder 1080i-Auflösung anschauen. Traditioneller ist da der altmodische Compact-Flash-Steckplatz. Der wird inzwischen schon bei preisgünstigeren Modellen häufig durch einen SD-Steckplatz ersetzt.

Funktionsumfang

Das Herz der D300 ist ein 12,3-Megapixel-CMOS-Sensor. Obwohl er kein echter Full-Frame-Chip ist, gestattet seine Größe Lichtempfindlichkeitswerte von ISO 200 bis ISO 3200. Darüber hinaus resultieren aus Nikons Vertrauen in die hauseigenen Rauschunterdrückungssysteme auch noch die Einstellungen Low (bis ISO 100) und High (bis ISO 6400). Die sind für all jene gedacht, die an die Grenzen des Machbaren gehen wollen.

Wie die meisten Spiegelreflexkameras verfügt auch die D300 über ein Reinigungssystem, das Staubablagen auf dem Sensor verhindern soll. Am besten wird es so eingestellt, dass es sich beim Abschalten aktiviert. Dann gibt es bei Schnappschüssen keine Verzögerungen.

Die eingebaute Expeed-Bildverarbeitungs-Engine erlaubt das Aufnehmen von bis zu sechs Bildern pro Sekunde. Damit liegt die Kamera auf dem gleichen Niveau wie andere Kameras in diesem Preissegment. In Verbindung mit Verschlusszeiten von bis zu 1/8000 Sekunde dürfte das für jeden ausreichen, der nicht gerade ein fanatischer Sportfotograf ist.

Natürlich kann die D300 Bilder sowohl als Rohdaten aufzeichnen als auch im JPEG-Format. Die RAW-Dateien im proprietären NEF-Format lassen sich entweder als 12-Bit- oder als 14-Bit-Dateien mit größerer Farbtiefe abspeichern. Allerdings können unkomprimierte Dateien der höchsten Qualitätsstufe bis zu 32 MByte Speicherplatz in Anspruch nehmen. Man büßt auch an Geschwindigkeit ein: Serienaufnahmen sind dann nur noch mit 2,5 Bildern pro Sekunde möglich.

Jede manuell einstellbare Funktion der D300 aufzuzählen, nähme mehr Zeit in Anspruch, als die RAW-Daten einer mehrere Gigabyte fassenden Speicherkarte auszulesen. Dennoch sind es einige wert, gesondert betrachtet zu werden. Auf die bei preisgünstigeren Kameras anzutreffenden einfachen Szenenmodi muss man verzichten. Dafür verfügt die D300 über vollständig individuell anpassbare Aufnahmeeinstellungen, mit denen sich Kontrast, Farbe und Scharfzeichnung justieren lassen. Außerdem gibt es noch die Active-D-Lichtmessung. Dieses System analysiert Motive während der Aufnahme und passt gleichzeitig die Einstellungen so an, dass Details sowohl in den hellsten als auch in den dunkelsten Bildbereichen erhalten bleiben.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Großartige DSLR-Kamera: Nikon D300

  • Am 25. Juli 2008 um 09:41 von Patrick

    Nikon D300 – CF Steckplatz
    "Traditioneller ist da der altmodische Compact-Flash-Steckplatz. Der wird inzwischen schon bei preisgünstigeren Modellen häufig durch einen SD-Steckplatz ersetzt. "

    Vielleicht liegt es ja daran, dass die schnellsten SD Cards zurzeit ca. 23 mb/s schreiben (150x), die CF Cards mit der Extrem IV jedoch bereits gegen die 40mb/s? Da nehme ich gerne die altmodische Technik!

    Grüsse Patrick

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