Ebenfalls eine beeindruckende Innovation ist der Autofokus mit 3D-Tracking. Ist diese Funktion aktiviert, erfasst die D300 Motive im Bild und stellt sie scharf, egal wie unberechenbar sich diese auch bewegen. Man muss lediglich dafür sorgen, dass das Motiv innerhalb des groß dimensionierten Autofokusbereichs mit seinen 51 Messfeldern bleibt und den Finger auf dem Auslöser lassen.

Natürlich können auch der Weißabgleich, die Belichtung, die Messfelder und vieles mehr über entsprechende Bereiche des Aufnahmemenüs eingestellt werden. Die Verwendung der programmierbaren Funktionstaste lohnt sich auch dann, wenn man damit lediglich die Zeit spart, bestimmte Einstellungen in den Tiefen des Menüs ein- oder zweimal täglich zu ändern. Ihre voreingestellte Funktion sind Belichtungsreihen.

Im Lieferumfang der D300 ist die Software Nikon Transfer enthalten. Sie ist recht simpel, abgesehen von der Option, Dateien automatisch an zwei Orten zu speichern, wobei eine Datei als Sicherungskopie dient. Ebenfalls mitgeliefert wird Nikons View-NX. Das ist ein Bildbetrachter, mit dem man einfache Justierungen an der Belichtung, dem Weißabgleich und den Aufnahmeeinstellungen der NEF-Dateien vornehmen kann. Wer seine Aufnahmen im Rohdatenformat weiterbearbeiten möchte, sollte eine Investition von 110 Euro in die von Nikon angebotene Bildbearbeitungssoftware Capture-NX nicht scheuen.

Leistung

Trotz ihrer Größe ist die D300 eine schnelle Kamera. Sie fährt nahezu augenblicklich hoch und hat keine wahrnehmbare Auslöseverzögerung. Der Autofokus ist schnell, aber nicht der schnellste was digitale Spiegelreflexkameras betrifft. Diese Ehre wird vielmehr der kompakten E-3 von Olympus zuteil. Aber auch das ist kein wirkliches Problem, es sei denn, es kommt tatsächlich auf die Mikrosekunde an.

Zum Lieferumfang der Nikon D300 zählt lediglich das Gehäuse. Es wäre allerdings geradezu verrückt, dieses nicht mit einer anständigen Optik auszustatten. Im Test haben wir das AF-S mit 17 bis 55 Millimeter Brennweite (f/2.8G) verwendet, ein DX-Objektiv, das auf die Größe des Sensors der D300 abgestimmt ist.

Wie zu erwarten genügen die Fotos höchsten Ansprüchen. Wer sich wirklich wie ein Profi fühlen möchte, sollte ein paar Aufnahmen machen und sich an den messerscharfen Konturen und strukturierten Details erfreuen. Die Farben springen einem förmlich vom Bildschirm entgegen. In Verbindung mit der Active-D-Technologie findet die automatische Messfeldsteuerung zuverlässig jedes Bisschen optische Information, das sich in den Schatten verbirgt.

Die Akkulebensdauer ist die beste auf dem Markt: Mit einer Ladung hält der wuchtige Lithium-Ionen-Akku bis zu 1000 Aufnahmen lang durch. Auch das entspricht etwa der vierfachen Leistung der meisten anderen Kameras – auch wenn die EOS 40D von Canon nicht weit davon entfernt ist.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Großartige DSLR-Kamera: Nikon D300

  • Am 25. Juli 2008 um 09:41 von Patrick

    Nikon D300 – CF Steckplatz
    "Traditioneller ist da der altmodische Compact-Flash-Steckplatz. Der wird inzwischen schon bei preisgünstigeren Modellen häufig durch einen SD-Steckplatz ersetzt. "

    Vielleicht liegt es ja daran, dass die schnellsten SD Cards zurzeit ca. 23 mb/s schreiben (150x), die CF Cards mit der Extrem IV jedoch bereits gegen die 40mb/s? Da nehme ich gerne die altmodische Technik!

    Grüsse Patrick

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